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Völker im Lande Babylon


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Rezension von

Gabriele Jaworski

Völker im Lande Babylon Am Anfang war Babylon „Auf, bauen wir uns eine Stadt und einen Turm mit einer Spitze bis zum Himmel, und machen wir uns damit einen Namen, …“ Dieses bekannte Zitat zum Turmbau von Babel aus dem Alten Testament lässt erahnen, wie weit die Geschichte Babylons in die Vergangenheit zurückreicht. Der Autor Henry W. F. Saggs, emeritierter Professor für semitische Sprachen an der Universität Cardiff, hat sich im vorliegenden Buch mit der langen Kulturgeschichte Südmesopotamiens auseinandergesetzt. Sein Überblick umfasst eine Zeitspanne von ca. 4500 Jahren, beginnend mit den frühen Stadtkulturen bis zur Eroberung Babylons durch den Perserkönig Kyros II. Trotz der großen Fülle an geschichtlichem Material gelingt es Saggs, einen ausführlichen Einblick in die Entstehungsgeschichte dieses Landes zu bieten. Mit dem ersten Kapitel „Die Wiederentdeckung Babyloniens“ führt er den Leser in die Welt der Vorderasiatischen Archäologie des 19./20. Jhs. ein. Im Hauptteil werden bedeutende Geschichtsabschnitte wie, die ersten Städte und Stadtstaaten, das Großreich von Akkad, die III. Dynastie von Ur, die altbabylonische Zeit, die Kassiten, die Aramäer und die neubabylonische Zeit detailliert behandelt. Ein Situationsbericht von Jürgen Bär zur archäologischen Erforschung des Irak, bildet den abrundenden Schlussteil dieses Buches. Alle Kapitel sind durch zahlreiche Abbildungen illustriert - leider alle in schwarzweiß. Als Ergänzung wären hier zudem Gebäudegrundrisse wünschenswert. Auch die chronologische Zeittafel im Anhang sollte in einer Neuauflage etwas ausführlicher gestaltet werden. Henry W. F. Saggs hat ein gut lesbares und leicht verständliches Buch geschrieben, das das Land der Babylonier in hervorragender Weise wieder aufleben lässt. Der interessierte Leser wird mit vielen lehrreichen Informationen versorgt, die dazu anregen, mehr über das Thema erfahren zu wollen. Mit Hilfe des ausführlichen Literaturverzeichnisses dürfte dies auch problemlos gelingen. Wer sich ein umfassendes Bild vom Land Babylonien machen möchte, der sollte sich diese empfehlenswerte Lektüre nicht entgehen lassen. Ersterscheinung in ANTIKE WELT 2/07

Am Anfang war Babylon

weitere Rezensionen von Gabriele Jaworski

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rezensiert seit
Buchtitel
1
05.04.2011

„Auf, bauen wir uns eine Stadt und einen Turm mit einer Spitze bis zum Himmel, und machen wir uns damit einen Namen, …“ Dieses bekannte Zitat zum Turmbau von Babel aus dem Alten Testament lässt erahnen, wie weit die Geschichte Babylons in die Vergangenheit zurückreicht.

Der Autor Henry W. F. Saggs, emeritierter Professor für semitische Sprachen an der Universität Cardiff, hat sich im vorliegenden Buch mit der langen Kulturgeschichte Südmesopotamiens auseinandergesetzt. Sein Überblick umfasst eine Zeitspanne von ca. 4500 Jahren, beginnend mit den frühen Stadtkulturen bis zur Eroberung Babylons durch den Perserkönig Kyros II.

Trotz der großen Fülle an geschichtlichem Material gelingt es Saggs, einen ausführlichen Einblick in die Entstehungsgeschichte dieses Landes zu bieten. Mit dem ersten Kapitel „Die Wiederentdeckung Babyloniens“ führt er den Leser in die Welt der Vorderasiatischen Archäologie des 19./20. Jhs. ein. Im Hauptteil werden bedeutende Geschichtsabschnitte wie, die ersten Städte und Stadtstaaten, das Großreich von Akkad, die III. Dynastie von Ur, die altbabylonische Zeit, die Kassiten, die Aramäer und die neubabylonische Zeit detailliert behandelt. Ein Situationsbericht von Jürgen Bär zur archäologischen Erforschung des Irak, bildet den abrundenden Schlussteil dieses Buches. Alle Kapitel sind durch zahlreiche Abbildungen illustriert - leider alle in schwarzweiß. Als Ergänzung wären hier zudem Gebäudegrundrisse wünschenswert. Auch die chronologische Zeittafel im Anhang sollte in einer Neuauflage etwas ausführlicher gestaltet werden.

Henry W. F. Saggs hat ein gut lesbares und leicht verständliches Buch geschrieben, das das Land der Babylonier in hervorragender Weise wieder aufleben lässt. Der interessierte Leser wird mit vielen lehrreichen Informationen versorgt, die dazu anregen, mehr über das Thema erfahren zu wollen. Mit Hilfe des ausführlichen Literaturverzeichnisses dürfte dies auch problemlos gelingen.

Wer sich ein umfassendes Bild vom Land Babylonien machen möchte, der sollte sich diese empfehlenswerte Lektüre nicht entgehen lassen.

Ersterscheinung in ANTIKE WELT 2/07

geschrieben am 27.09.2009 | 297 Wörter | 1844 Zeichen

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