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Ein Pferd namens Milchmann


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Informationen zum Buch
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Rezension von

Martina Meier

Ein Pferd namens Milchmann Herman staunt nicht schlecht, als eines Morgens ein ausgewachsenes Pferd vor seiner Tür steht und Einlass begehrt. Und was macht man mit einem großen weißen Pferd mit grauen Flecken, wenn man ein kleiner Junge ist? Man lässt es herein, gibt ihm einen Namen und versucht das Beste aus der Situation zu machen. Genau das macht Herman auch. Er versorgt Milchmann gut, der zum Dank gleich ein paar Pferdeäpfel auf den Yogateppich von Hermans Mutter fallen lässt, und bringt ihn über Nacht in der Garage seines Vaters unter. Von den Erwachsenen soll nämlich niemand wissen, dass Hermann nun ein Pferd besitzt. Sie würden es ihm sicher gleich wieder wegnehmen … und das würde Herman so gar nicht gefallen. An nächsten Morgen nimmt der Junge seinen neuen Freund gleich mit zur Schule und versteckt ihn hinter der Turnhalle. Dort wird ihn sicher niemand finden, ist sicher Herman sicher. Doch da täuscht er sich gewaltig. Nach dem Unterricht findet er dort nicht nur Milchmann wieder, sondern sogar noch ein zweites Pferd – und zu seinem großen Erstaunen – auch Herrn Gossenstein, seinen Mathelehrer. Der berichtet, dass in der ganzen Stadt Kindern Pferde zugelaufen seien – und ihm selbst auch. Nun sind gute Ideen gefragt, denn so ein Pferd lässt sich eben nicht immer verstecken. Man beschließt gemeinsam, den Pferden die Freiheit wieder zu geben. Dann aber kommen rücksichtslose Pferdediebe ins Spiel, die nur auf ihren Profit aus sind. Und es taucht ein alter Hufschmied auf, der vollkommen zurückgezogen in einem Altenheim lebt und nun wieder von neuen Lebensgeistern gepackt wird… „Ein Pferd namens Milchmann“ ist die Geschichte einer besonderen Freundschaft zwischen einem Jungen und einen Pferd. Vordergründig. Hintergründig arbeitet die Schriftstellerin Hilke Rosenboom aber viele andere Dinge des gesellschaftlichen und sozialen Zusammenlebens kindgerecht auf. Beispielsweise, dass viele Erwachsene die Träume ihrer eigenen Kindheit einfach vergessen haben. Oder jeder, egal wie alt er ist, eine sinnvolle Aufgabe benötigt, um glücklich zu sein. Hilke Rosenboom schafft es den Finger auf Wunden zu legen, ohne das es den Leser schmerzt. Ein wundervolles Buch, das man vielleicht nicht nur Kindern zur Hand geben sollte.

Herman staunt nicht schlecht, als eines Morgens ein ausgewachsenes Pferd vor seiner Tür steht und Einlass begehrt. Und was macht man mit einem großen weißen Pferd mit grauen Flecken, wenn man ein kleiner Junge ist? Man lässt es herein, gibt ihm einen Namen und versucht das Beste aus der Situation zu machen.

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Genau das macht Herman auch. Er versorgt Milchmann gut, der zum Dank gleich ein paar Pferdeäpfel auf den Yogateppich von Hermans Mutter fallen lässt, und bringt ihn über Nacht in der Garage seines Vaters unter. Von den Erwachsenen soll nämlich niemand wissen, dass Hermann nun ein Pferd besitzt. Sie würden es ihm sicher gleich wieder wegnehmen … und das würde Herman so gar nicht gefallen.

An nächsten Morgen nimmt der Junge seinen neuen Freund gleich mit zur Schule und versteckt ihn hinter der Turnhalle. Dort wird ihn sicher niemand finden, ist sicher Herman sicher. Doch da täuscht er sich gewaltig. Nach dem Unterricht findet er dort nicht nur Milchmann wieder, sondern sogar noch ein zweites Pferd – und zu seinem großen Erstaunen – auch Herrn Gossenstein, seinen Mathelehrer.

Der berichtet, dass in der ganzen Stadt Kindern Pferde zugelaufen seien – und ihm selbst auch. Nun sind gute Ideen gefragt, denn so ein Pferd lässt sich eben nicht immer verstecken. Man beschließt gemeinsam, den Pferden die Freiheit wieder zu geben. Dann aber kommen rücksichtslose Pferdediebe ins Spiel, die nur auf ihren Profit aus sind. Und es taucht ein alter Hufschmied auf, der vollkommen zurückgezogen in einem Altenheim lebt und nun wieder von neuen Lebensgeistern gepackt wird…

„Ein Pferd namens Milchmann“ ist die Geschichte einer besonderen Freundschaft zwischen einem Jungen und einen Pferd. Vordergründig. Hintergründig arbeitet die Schriftstellerin Hilke Rosenboom aber viele andere Dinge des gesellschaftlichen und sozialen Zusammenlebens kindgerecht auf. Beispielsweise, dass viele Erwachsene die Träume ihrer eigenen Kindheit einfach vergessen haben. Oder jeder, egal wie alt er ist, eine sinnvolle Aufgabe benötigt, um glücklich zu sein. Hilke Rosenboom schafft es den Finger auf Wunden zu legen, ohne das es den Leser schmerzt. Ein wundervolles Buch, das man vielleicht nicht nur Kindern zur Hand geben sollte.

geschrieben am 10.05.2005 | 347 Wörter | 1876 Zeichen

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