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Der Ring des Polykrates


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Rezension von

Anna Kneisel

Der Ring des Polykrates Der griechische Herrscher Polykrates hat Besuch vom ägyptischen König Amasis und brüstet sich damit, richtig viel Glück im Leben zu haben. Dass er sich da mal lieber nicht zu früh freuen sollte, da sich im Leben immer das Schicksal wenden kann, da die Götter in ihrer Gunst äußerst wankelmütig sind, versucht ihm der befreundete Gast eindringlich klar zu machen. Wie die von Friedrich Schiller geschriebene Ballade ausgeht, wissen die meisten: er opfert den Göttern seinen Siegelring, aber diese weisen sein Opfer ab und sein königlicher Gast reist bestürzt ab. Für die Reihe „Poesie für Kinder“ des Kindermannverlags hat die bekannte Illustratorin Almud Kunert, die bereits Bände wie „Viel Lärm um nichts“ und „Ein Sommernachtstraum“ für Kindermann illustriert hat, die Ballade Schillers in Bildform umgesetzt, sodass Kinder sich von Illustrationen und Worten gleichermaßen in die Geschehnisse hinein versetzen lassen können. Polykrates steht in den Bildern Kunerts anfangs übergroß auf den Zinnen seines Palastes und blickt auf Samos hinunter, wo Menschen ameisengleich für ihn schuften. Die Götter haben den Status von Stabpuppen, als sei alles nur ein Spiel. Das grausige, kriegerische Geschehen wie den abgetrennten Kopf, der von grimmig dreinblickenden Soldaten empor gehalten wird hat die Illustratorin ebenso gut umgesetzt wie die entsetzen Reaktionen der Anwesenden. Die Größenverhältnisse scheinen sich jedoch irgendwann umzukehren, denn der Meeresgott blickt schließlich ebenso groß auf Polykrates herab wie er es zuvor selbst mit Menschen und Göttern tat, der Fisch, der den Ring verschluckt und in der Küche landet, wirkt genauso grotesk in seiner enormen Größe und unterstreicht dadurch das Kippen der Göttergunst. Ein gewisses Augenzwinkern fehlt aber trotz der Schwere des Inhalts nicht. So fantasiert die Frau von Polykrates, sie könnte als sein höchstes Gut in den Fluten des Meeres landen. Ob als Geschenk für literaturbegeisterte Kinder als auch Erwachsene oder als Diskussionsanlass zur Interpretation der Ballade im Schulunterricht – der neue Band aus dem Hause Kindermann ist wieder einmal sehr gelungen und nur zu empfehlen.

Der griechische Herrscher Polykrates hat Besuch vom ägyptischen König Amasis und brüstet sich damit, richtig viel Glück im Leben zu haben. Dass er sich da mal lieber nicht zu früh freuen sollte, da sich im Leben immer das Schicksal wenden kann, da die Götter in ihrer Gunst äußerst wankelmütig sind, versucht ihm der befreundete Gast eindringlich klar zu machen. Wie die von Friedrich Schiller geschriebene Ballade ausgeht, wissen die meisten: er opfert den Göttern seinen Siegelring, aber diese weisen sein Opfer ab und sein königlicher Gast reist bestürzt ab.

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rezensiert seit
Buchtitel
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24.06.2017
3
24.05.2017

Für die Reihe „Poesie für Kinder“ des Kindermannverlags hat die bekannte Illustratorin Almud Kunert, die bereits Bände wie „Viel Lärm um nichts“ und „Ein Sommernachtstraum“ für Kindermann illustriert hat, die Ballade Schillers in Bildform umgesetzt, sodass Kinder sich von Illustrationen und Worten gleichermaßen in die Geschehnisse hinein versetzen lassen können.

Polykrates steht in den Bildern Kunerts anfangs übergroß auf den Zinnen seines Palastes und blickt auf Samos hinunter, wo Menschen ameisengleich für ihn schuften. Die Götter haben den Status von Stabpuppen, als sei alles nur ein Spiel. Das grausige, kriegerische Geschehen wie den abgetrennten Kopf, der von grimmig dreinblickenden Soldaten empor gehalten wird hat die Illustratorin ebenso gut umgesetzt wie die entsetzen Reaktionen der Anwesenden. Die Größenverhältnisse scheinen sich jedoch irgendwann umzukehren, denn der Meeresgott blickt schließlich ebenso groß auf Polykrates herab wie er es zuvor selbst mit Menschen und Göttern tat, der Fisch, der den Ring verschluckt und in der Küche landet, wirkt genauso grotesk in seiner enormen Größe und unterstreicht dadurch das Kippen der Göttergunst. Ein gewisses Augenzwinkern fehlt aber trotz der Schwere des Inhalts nicht. So fantasiert die Frau von Polykrates, sie könnte als sein höchstes Gut in den Fluten des Meeres landen.

Ob als Geschenk für literaturbegeisterte Kinder als auch Erwachsene oder als Diskussionsanlass zur Interpretation der Ballade im Schulunterricht – der neue Band aus dem Hause Kindermann ist wieder einmal sehr gelungen und nur zu empfehlen.

geschrieben am 30.03.2017 | 320 Wörter | 1829 Zeichen

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