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Das Popcorn und die Vögel


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Informationen zum Buch
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Rezension von

Eliza Gamai

Das Popcorn und die Vögel Schon nach der ersten Kurzgeschichte im Band “Das Popcorn und die Vögel“ fragt man sich: Was geschieht denn da? – Üblicherweise sind Geschichten so gestaltet, dass Handlung und Figuren eher realistisch als seltsam wirken. Alles Unwahrscheinliche wird daher tunlichst umgangen, obwohl im Leben selten alles nach offenkundigen Regeln von Wahrscheinlichkeiten eintrifft. René Sommer hingegen zeigt das Unwahrscheinliche und verleiht ihm Flügel. So kommt in einer Geschichte der Anrufbeantworter persönlich vorbei. „Ich komme immer persönlich“, sagt er. Dieses eigenwillige Beharren auf eine Wirklichkeit, die erst durch das Zusammenwirken protagonistisch vielgestaltigen Handelns in Erscheinung tritt, zieht sich wie ein roter Faden durch die Prosa des Autors. Die Schlüsselfigur Johann Sebastian Huch interessiert sich für den Rand der Dinge: „Ich würde mir gern den schmalen Uferstreifen ansehen.“ Die unzähligen skurrilen Figuren, die ihm dort begegnen, scheinen die inneren Zensoren ausgeschaltet zu haben. Sie äußern und erfüllen Wünsche unverstellt und manchmal schneller, als sie ausgesprochen sind. Ein Mann, der gut Zeichen aufs Auto sprayen kann, mag kaum aufs Stichwort für den Einsatz warten. Mit Huchs Erlebniswelt erfahren interessierte Lesende einen Zugang zu einem surrealen Möglichkeitsraum und Chiffren, die latent verborgene und meist unbeachtet wirksame Sinn- und Traumwelten aufscheinen lassen. „Wir suchen einen Schatz und möchten ihn unversehrt bergen“, sagt eine Frau.

Schon nach der ersten Kurzgeschichte im Band “Das Popcorn und die Vögel“ fragt man sich: Was geschieht denn da? – Üblicherweise sind Geschichten so gestaltet, dass Handlung und Figuren eher realistisch als seltsam wirken. Alles Unwahrscheinliche wird daher tunlichst umgangen, obwohl im Leben selten alles nach offenkundigen Regeln von Wahrscheinlichkeiten eintrifft.

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René Sommer hingegen zeigt das Unwahrscheinliche und verleiht ihm Flügel. So kommt in einer Geschichte der Anrufbeantworter persönlich vorbei. „Ich komme immer persönlich“, sagt er. Dieses eigenwillige Beharren auf eine Wirklichkeit, die erst durch das Zusammenwirken protagonistisch vielgestaltigen Handelns in Erscheinung tritt, zieht sich wie ein roter Faden durch die Prosa des Autors.

Die Schlüsselfigur Johann Sebastian Huch interessiert sich für den Rand der Dinge: „Ich würde mir gern den schmalen Uferstreifen ansehen.“ Die unzähligen skurrilen Figuren, die ihm dort begegnen, scheinen die inneren Zensoren ausgeschaltet zu haben. Sie äußern und erfüllen Wünsche unverstellt und manchmal schneller, als sie ausgesprochen sind. Ein Mann, der gut Zeichen aufs Auto sprayen kann, mag kaum aufs Stichwort für den Einsatz warten.

Mit Huchs Erlebniswelt erfahren interessierte Lesende einen Zugang zu einem surrealen Möglichkeitsraum und Chiffren, die latent verborgene und meist unbeachtet wirksame Sinn- und Traumwelten aufscheinen lassen.

„Wir suchen einen Schatz und möchten ihn unversehrt bergen“, sagt eine Frau.

geschrieben am 30.10.2017 | 207 Wörter | 1283 Zeichen

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