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Materialien zur Therapie nach dem Patholinguistischen Ansatz (PLAN)


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Rezension von

Ruth Kneisel

Materialien zur Therapie nach dem Patholinguistischen Ansatz (PLAN) ie Materialien zur Therapie nach dem Patholinguistischen Ansatz (PLAN) beinhalten sowohl Literatur zum Patholinguistischen Ansatz (kurz PLAN) als auch ausführliche Materialien zu seiner therapuetischen Anwendung. Das beschriebene Material beinhaltet die Therapie von Sprachentwicklungsstörungen auf der grammatischen Ebene und die Schnittstelle zwischen Lexikon und Grammatik. Da es sich hierbei um ein logopädisches Therapiekonzept zur Behandlung von Kindern mit Sprachentwicklungsstörungen handelt, ist es speziell für Logopäden/Sprachtherapeuten geschrieben und beinhaltet viele Fachwörter. Vorteile des Therapieansatztes an sich sind die Orientierung an der Entwicklungschronologie und dem Erwerbsalter in der Grammatikentwicklung, der Bezug zum aktuellen Stand der Wissenschaft (Wahl der Items und der Therapiemethoden) und die wissenschaftlich evaluierten Therapiemethoden /-inhalte. Inhalt Folgende Matieralien sind enthalten: Handbuch PLAN Syntax und Morphologie Handbuch PLAN Schnittstelle Lexikon und Grammatik 6 Bilderbücher mit Inputgeschichten 4 CDs mit den vorgelesenen Inputgeschichten 486 Bildkarten, abgepackt in 4 100er Packungen zu Syntax und Morphologie, 86 Karten für die Schnittstellentherapie Spielbrett mit 6 Spielfiguren und 2 Würfeln Handbuch Syntax und Morphologie Im PLAN Handbuch Syntax und Morphologie wird zunächst die generelle Handhabung des PLAN vorgestellt. Dabei werden die beinhalteten Therapiemethoden (Inpuspezfizieren, Kontrastierung, Metasprache, rezeptive Übungen, expressive Übungen) sehr gut vorgestellt, sodass kundiges Fachpersonal die wesentlichen Inhalte des Therapiekonzeptes leicht erfassen kann. Danach erfolgen die sechs Therapiebereiche, die entwicklungschronologisch angeordnet sind. Dies ist durch Überschriften sehr übersichtlich gestaltet und das blaue Register an den Seiten trägt ebenfalls dazu bei, dass man sehr schnell das gesuchte Kapitel findet. Jeder Therapiebereich ist – trotz unterschiedlicher Autoren – gleich gegliedert: Der zunächst aufgeführte Überblick über die Therapieziele in diesem Bereich und die Nennung von genauen Voraussetzungen für diesen Therapiebereich ermöglichen dem Logopäden den direkten Abgleich mit den Symptomen des sprachentwicklungsgestörten Kindes, um im nächsten Schritt zu entscheiden, ob der in Betracht gezogenen Therapiebereich der richtige ist. Sprachbeispiele zu den jeweiligen Symptomen erleichtern diese Entscheidungsfindung. Im darauf folgenden Methodenteil werden die im jeweiligen Therapiebereich benötigten Methoden aufgezählt und teilweise auch eine Anwendungsreihenfolge vorgestellt. Wichtige Inhalte werden zum Teil mit blauen Kästen, Tabellen oder Grafiken hervorgehoben. Danach erfolgt eine Auflistung der einzlnen Übungssequenzen, gruppiert nach Methodenart (Inputspezfizierung, rezeptive Übungen, expressive Übungen, Metasprache und Kontrastierung). Generell ist diese Reihenfolge in allen Übungsbereichen gleich; im Übungsbereich „Korrektur und Flexibilisierung von Satzstrukturen“ wird jedoch von diesem Prinzip abgewichen, was für den Leser unpraktisch ist. Auch ergibt sich durch die Gruppierung nach Methodenart auch ein weiteres Anwendungsproblem: Die Übungen sind nicht in Durchführungsreihenfolge angeordnet. Wenn der Therapeut die an eine Übung anschließende Übung ermitteln möchte, muss er zunächst im Methodenteil die dort teilweise aufgeführte Anwendungsreihenfolge nachschlagen, um im Übungsbereich die betreffenden Übung herauszusuchen. Positiv jedoch ist, dass innerhalb einer Therapiemethode die Übungen bezüglich der Schwierigkeit hierarchisch geordnet sind. Die einzelnen Übungen selbst sind optisch gut dargestellt: Jede Übung ist in einem eigenen Kasten hinterlegt und somit lassen sich die Übungen gut voneinander unterscheiden. Auch der Aufbau einer Übung ist immer gleich in Tabellenform dargestellt (Voraussetzung, Bildmaterial, Material, Ziel, Zielstruktur, Anleitung, Hinweis, Steigerung, Alternative), was ebenfalls sehr übersichtlich ist. Die Schrift ist klein gehalten, aber dadurch ist eine Übung überwiegend kompakt auf einer Seite dargestellt. Benötigtes Bildmaterial ist sowohl mit Zielwort/-Satz als auch Bildnummer (siehe unten) benannt. Auch wenn eine generelle Übersichtlichkeit besteht, wäre es jedoch wünschenswert, wenn die optische Strukturierung mit verschiedenen Farben (z.B. je nach Methodenart) überstützt werden würde anstatt blau für jegliche wichtigen Informationen zu verwenden. Im Anhang befinden sich neben Kopiervorlagen zu den einzelnen Therapiebereichen Übersichten zu Verben und deren Erwebrsalter, den enthaltenen Bildkarten (inklusive Nummerierung und Übungsbereich) und zusätzlich benötigtem Material sortiert nach Therapiebereichen. Diese sind in der Materialanwendung unverzichtbar (siehe unten). Handbuch Schnittstelle Das Handbuch zur Schnittstellentherapie ist ähnlich gegliedert wie das Handbuch zu Morphologie und Syntax, jedoch weniger umfangreich, da nur die Schnittstelle beinhaltet ist (2 Übungsbereiche). Der Aufbau weicht leicht ab: Nach Grundlagen zum Verblexikon werden zunächst die Ziele der zwei Therapiebereiche mit Anwendungsreihenfolge und Steigerungsmöglichkeiten vorgestellt. Erst dann werden die verwendeteten Methoden dargestellt: Neu dazu kommt die Modellierung als wichtige Therapiemethode. Auch hier werden wichtige Informationen in farbigen Tabellen hervorgehoben; die gewählte Farbe ist ausschließlich grün. Die einzelnen Übungen sind identlisch wie im Handbuch Syntax und Morphologie dargestellt und angeordnet, wobei es sich lediglich um rezeptive und produktive Übungen handelt. Ein wesentlicher Vorteil ist, dass die Übungen nummeriert sind und Aufgrund der Konzentration auf rezeptive und produktive Übungen in Anwendungsreihenfolge aufgeführt sind. Material Das Bildmaterial (Karten, Bilderbücher und Spielbrett) ist sehr kindregecht und ansprechend gezeichnet. Sowohl Bilder als auch Geschichten beinhalten immer wieder die vier Freunde Neele, Hannes, Mila und Ben. Diese Kontinuität weckt das Interesse der Therapiekinder, wodurch sich die Therapie sehr gut durchführen lässt. Die Bilderbücher sind sehr übersichtlich und in der Anwendung ergeben sich keine Probleme. Viel mehr kann die Inputgeschichte auch auf CD abgespielt werden, was Kinder noch einmal zusätzlich motivieren kann. Die Karten sind sehr genau auf die einzelnen Therapiebereiche und den dazugehörigen Zielstrukturen zugeschnitten (wissenschaftliche Itemauswahl). Aus diesem Grund ist die Therapie sehr gut mit dem dazugehörigem Material durchzuführen, ohne das Therapiematerial ist es schwieriger eine Grammatiktherapie nach PLAN durchzuführen, jedoch nicht unmöglich. Schwierigkeiten in der Anwendung ergeben sich jedoch aus der Vielzahl der Karten: Zwar ist das umfassende Material optimal für die Therapie, in der Praxis ist man jedoch immer am Suchen der benötigten Karten. Hierbei ist die Nummerierung der Karten und die Übersicht der Bildkarten sehr hilfreich, die Verpackung in vier 100er Packungen ist jedoch nicht hilfreich. Vielleicht wäre eine individuell angelegte Aufbewahrung nach Therapiebereich sinnvoll, jedoch werden auch einige Bildkarten für mehrere Therapiebereiche benötigt. Letztendlich konnte die Autorin dieser Rezension bisher keine optimale Lösung finden. Fazit Die Therapie nach PLAN entspricht dem aktuellen Stand der Wissenschaft, weswegen es zu beführworten ist, dass sie in der logopädischen Praxis angewendet wird. Die Handbücher sind ansprechend und detailorientiert, sodass sich bei Kenntnis des Therapiekonzeptes die Übungen sehr gut anwenden lassen, auch wenn es optisch / strukturelle Kritikpunkte gibt. Die Handbücher lassen sich sowohl isoliert als auch innerhalb der rezensierten Materialsammlung erwerben. Für die Durchführung der Therapie empfiehlt es sich jedoch, das Gesamtpaket inklusive Materialien (Bilderbücher, CDs, Bildkarten und Spielbrett mit Figuren) zu erwerben, da das Therapiekonzept auf sehr spezifisches Therapiematerial zugeschnitten ist. Exkurs Intelligenzminderung Im Austausch mit den Herausgebern (Kauschke & Siegmüller) hat die Autorin dieser Rezension die Anwendung des PLANs bei sprachentwicklungsgestörten Kindern mit Intelligenzminderung thematisiert. Beide haben eine generelle Anwendung des PLANs auch bei dieser Patientengruppe empfohlen, wobei unter Umständen individuelle Anpassungen vorgenommen werden müssten. So wurde das vorliegende Matieral von der Autorin der Rezension bei einigen sprachentwicklungsgestörten Kindern mit Intelligenzminderung angewendet, wobei sich diese ersten Erkenntnisse zeigten: Mittels des Therapiekonzeptes wurden bisher die Bereiche „Korrektur und Flexibilisierung von Satzstrukturen“ und „Aufbau und Festigung morphologischer Markierungen“ (Genus, Numerus, Personalform und Tempus) erfolgreich therapiert. Als besonders hilfreich erwies sich dabei die Kontrastierung und die Metasprache, welche durch enthaltene Symbole (z.B. für Verbargumente, Genera, Singular und Plural, Personen und Verbflexive) verdeutlicht wurde. Teilweise wurden die metasprachlichen Einheiten auch um individuelle Symbole ergänzt. Desweiteren werden aktuell die Therapiebereiche „Aufbau von Wortkombinationen“ und „Aufbau und Erweiterung von Satzstrukturen“ angewendet; Erkenntnisse daraus folgen.

ie Materialien zur Therapie nach dem Patholinguistischen Ansatz (PLAN) beinhalten sowohl Literatur zum Patholinguistischen Ansatz (kurz PLAN) als auch ausführliche Materialien zu seiner therapuetischen Anwendung. Das beschriebene Material beinhaltet die Therapie von Sprachentwicklungsstörungen auf der grammatischen Ebene und die Schnittstelle zwischen Lexikon und Grammatik. Da es sich hierbei um ein logopädisches Therapiekonzept zur Behandlung von Kindern mit Sprachentwicklungsstörungen handelt, ist es speziell für Logopäden/Sprachtherapeuten geschrieben und beinhaltet viele Fachwörter. Vorteile des Therapieansatztes an sich sind die Orientierung an der Entwicklungschronologie und dem Erwerbsalter in der Grammatikentwicklung, der Bezug zum aktuellen Stand der Wissenschaft (Wahl der Items und der Therapiemethoden) und die wissenschaftlich evaluierten Therapiemethoden /-inhalte.

Inhalt

Folgende Matieralien sind enthalten:

Handbuch PLAN Syntax und Morphologie

Handbuch PLAN Schnittstelle Lexikon und Grammatik

6 Bilderbücher mit Inputgeschichten

4 CDs mit den vorgelesenen Inputgeschichten

486 Bildkarten, abgepackt in 4 100er Packungen zu Syntax und Morphologie, 86 Karten für die Schnittstellentherapie

Spielbrett mit 6 Spielfiguren und 2 Würfeln

Handbuch Syntax und Morphologie

Im PLAN Handbuch Syntax und Morphologie wird zunächst die generelle Handhabung des PLAN vorgestellt. Dabei werden die beinhalteten Therapiemethoden (Inpuspezfizieren, Kontrastierung, Metasprache, rezeptive Übungen, expressive Übungen) sehr gut vorgestellt, sodass kundiges Fachpersonal die wesentlichen Inhalte des Therapiekonzeptes leicht erfassen kann. Danach erfolgen die sechs Therapiebereiche, die entwicklungschronologisch angeordnet sind. Dies ist durch Überschriften sehr übersichtlich gestaltet und das blaue Register an den Seiten trägt ebenfalls dazu bei, dass man sehr schnell das gesuchte Kapitel findet.

Jeder Therapiebereich ist – trotz unterschiedlicher Autoren – gleich gegliedert: Der zunächst aufgeführte Überblick über die Therapieziele in diesem Bereich und die Nennung von genauen Voraussetzungen für diesen Therapiebereich ermöglichen dem Logopäden den direkten Abgleich mit den Symptomen des sprachentwicklungsgestörten Kindes, um im nächsten Schritt zu entscheiden, ob der in Betracht gezogenen Therapiebereich der richtige ist. Sprachbeispiele zu den jeweiligen Symptomen erleichtern diese Entscheidungsfindung.

Im darauf folgenden Methodenteil werden die im jeweiligen Therapiebereich benötigten Methoden aufgezählt und teilweise auch eine Anwendungsreihenfolge vorgestellt. Wichtige Inhalte werden zum Teil mit blauen Kästen, Tabellen oder Grafiken hervorgehoben.

Danach erfolgt eine Auflistung der einzlnen Übungssequenzen, gruppiert nach Methodenart (Inputspezfizierung, rezeptive Übungen, expressive Übungen, Metasprache und Kontrastierung). Generell ist diese Reihenfolge in allen Übungsbereichen gleich; im Übungsbereich „Korrektur und Flexibilisierung von Satzstrukturen“ wird jedoch von diesem Prinzip abgewichen, was für den Leser unpraktisch ist. Auch ergibt sich durch die Gruppierung nach Methodenart auch ein weiteres Anwendungsproblem: Die Übungen sind nicht in Durchführungsreihenfolge angeordnet. Wenn der Therapeut die an eine Übung anschließende Übung ermitteln möchte, muss er zunächst im Methodenteil die dort teilweise aufgeführte Anwendungsreihenfolge nachschlagen, um im Übungsbereich die betreffenden Übung herauszusuchen. Positiv jedoch ist, dass innerhalb einer Therapiemethode die Übungen bezüglich der Schwierigkeit hierarchisch geordnet sind.

Die einzelnen Übungen selbst sind optisch gut dargestellt: Jede Übung ist in einem eigenen Kasten hinterlegt und somit lassen sich die Übungen gut voneinander unterscheiden. Auch der Aufbau einer Übung ist immer gleich in Tabellenform dargestellt (Voraussetzung, Bildmaterial, Material, Ziel, Zielstruktur, Anleitung, Hinweis, Steigerung, Alternative), was ebenfalls sehr übersichtlich ist. Die Schrift ist klein gehalten, aber dadurch ist eine Übung überwiegend kompakt auf einer Seite dargestellt. Benötigtes Bildmaterial ist sowohl mit Zielwort/-Satz als auch Bildnummer (siehe unten) benannt.

Auch wenn eine generelle Übersichtlichkeit besteht, wäre es jedoch wünschenswert, wenn die optische Strukturierung mit verschiedenen Farben (z.B. je nach Methodenart) überstützt werden würde anstatt blau für jegliche wichtigen Informationen zu verwenden.

Im Anhang befinden sich neben Kopiervorlagen zu den einzelnen Therapiebereichen Übersichten zu Verben und deren Erwebrsalter, den enthaltenen Bildkarten (inklusive Nummerierung und Übungsbereich) und zusätzlich benötigtem Material sortiert nach Therapiebereichen. Diese sind in der Materialanwendung unverzichtbar (siehe unten).

Handbuch Schnittstelle

Das Handbuch zur Schnittstellentherapie ist ähnlich gegliedert wie das Handbuch zu Morphologie und Syntax, jedoch weniger umfangreich, da nur die Schnittstelle beinhaltet ist (2 Übungsbereiche). Der Aufbau weicht leicht ab: Nach Grundlagen zum Verblexikon werden zunächst die Ziele der zwei Therapiebereiche mit Anwendungsreihenfolge und Steigerungsmöglichkeiten vorgestellt. Erst dann werden die verwendeteten Methoden dargestellt: Neu dazu kommt die Modellierung als wichtige Therapiemethode. Auch hier werden wichtige Informationen in farbigen Tabellen hervorgehoben; die gewählte Farbe ist ausschließlich grün.

Die einzelnen Übungen sind identlisch wie im Handbuch Syntax und Morphologie dargestellt und angeordnet, wobei es sich lediglich um rezeptive und produktive Übungen handelt. Ein wesentlicher Vorteil ist, dass die Übungen nummeriert sind und Aufgrund der Konzentration auf rezeptive und produktive Übungen in Anwendungsreihenfolge aufgeführt sind.

Material

Das Bildmaterial (Karten, Bilderbücher und Spielbrett) ist sehr kindregecht und ansprechend gezeichnet. Sowohl Bilder als auch Geschichten beinhalten immer wieder die vier Freunde Neele, Hannes, Mila und Ben. Diese Kontinuität weckt das Interesse der Therapiekinder, wodurch sich die Therapie sehr gut durchführen lässt. Die Bilderbücher sind sehr übersichtlich und in der Anwendung ergeben sich keine Probleme. Viel mehr kann die Inputgeschichte auch auf CD abgespielt werden, was Kinder noch einmal zusätzlich motivieren kann. Die Karten sind sehr genau auf die einzelnen Therapiebereiche und den dazugehörigen Zielstrukturen zugeschnitten (wissenschaftliche Itemauswahl). Aus diesem Grund ist die Therapie sehr gut mit dem dazugehörigem Material durchzuführen, ohne das Therapiematerial ist es schwieriger eine Grammatiktherapie nach PLAN durchzuführen, jedoch nicht unmöglich. Schwierigkeiten in der Anwendung ergeben sich jedoch aus der Vielzahl der Karten: Zwar ist das umfassende Material optimal für die Therapie, in der Praxis ist man jedoch immer am Suchen der benötigten Karten. Hierbei ist die Nummerierung der Karten und die Übersicht der Bildkarten sehr hilfreich, die Verpackung in vier 100er Packungen ist jedoch nicht hilfreich. Vielleicht wäre eine individuell angelegte Aufbewahrung nach Therapiebereich sinnvoll, jedoch werden auch einige Bildkarten für mehrere Therapiebereiche benötigt. Letztendlich konnte die Autorin dieser Rezension bisher keine optimale Lösung finden.

Fazit

Die Therapie nach PLAN entspricht dem aktuellen Stand der Wissenschaft, weswegen es zu beführworten ist, dass sie in der logopädischen Praxis angewendet wird. Die Handbücher sind ansprechend und detailorientiert, sodass sich bei Kenntnis des Therapiekonzeptes die Übungen sehr gut anwenden lassen, auch wenn es optisch / strukturelle Kritikpunkte gibt.

Die Handbücher lassen sich sowohl isoliert als auch innerhalb der rezensierten Materialsammlung erwerben. Für die Durchführung der Therapie empfiehlt es sich jedoch, das Gesamtpaket inklusive Materialien (Bilderbücher, CDs, Bildkarten und Spielbrett mit Figuren) zu erwerben, da das Therapiekonzept auf sehr spezifisches Therapiematerial zugeschnitten ist.

Exkurs Intelligenzminderung

Im Austausch mit den Herausgebern (Kauschke & Siegmüller) hat die Autorin dieser Rezension die Anwendung des PLANs bei sprachentwicklungsgestörten Kindern mit Intelligenzminderung thematisiert. Beide haben eine generelle Anwendung des PLANs auch bei dieser Patientengruppe empfohlen, wobei unter Umständen individuelle Anpassungen vorgenommen werden müssten.

So wurde das vorliegende Matieral von der Autorin der Rezension bei einigen sprachentwicklungsgestörten Kindern mit Intelligenzminderung angewendet, wobei sich diese ersten Erkenntnisse zeigten:

Mittels des Therapiekonzeptes wurden bisher die Bereiche „Korrektur und Flexibilisierung von Satzstrukturen“ und „Aufbau und Festigung morphologischer Markierungen“ (Genus, Numerus, Personalform und Tempus) erfolgreich therapiert. Als besonders hilfreich erwies sich dabei die Kontrastierung und die Metasprache, welche durch enthaltene Symbole (z.B. für Verbargumente, Genera, Singular und Plural, Personen und Verbflexive) verdeutlicht wurde. Teilweise wurden die metasprachlichen Einheiten auch um individuelle Symbole ergänzt.

Desweiteren werden aktuell die Therapiebereiche „Aufbau von Wortkombinationen“ und „Aufbau und Erweiterung von Satzstrukturen“ angewendet; Erkenntnisse daraus folgen.

geschrieben am 12.03.2019 | 1149 Wörter | 8106 Zeichen

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