Navigation

Seiten der Rubrik "Bücher"


Google Anzeigen

Anzeigen

Bücher

Hauptwerke der politischen Theorie


Statistiken
  • 3599 Aufrufe

Informationen zum Buch
  ISBN
  Herausgeber
  Verlag
  Sprache
  Seiten
  Erscheinungsjahr
  Extras

Rezension von

Daniel Bigalke

Hauptwerke der politischen Theorie Die Politische Ideengeschichte ist das geistige Archiv der Politikwissenschaft. Alte Theorien werden mit neuen Zutaten versetzt und weiter entwickelt. Sie bildet das Zentrum der Wissenschaft und muss die Forschungskomponenten immer wieder zusammenfügen und theoretisch-integrativ vereinen. Seit der Gründung antiker Stadtstaaten ist die politische Ideengeschichte immer wieder ihren Weg weitergegangen. Und immer noch wird über die Frage der besten Verfassung des Gemeinwesens gestritten. Die „Utopia“ des Thomas Morus, der „Sonnenstaat“ Campanellas, Rousseaus „Gesellschaftsvertrag“ oder Fichtes „Geschlossner Handelsstaat“ sind Meilensteine dieser Auseinandersetzung. Dieses Lexikon erschließt 160 Hauptwerke der politischen Theorie in knappen, allgemein verständlichen Artikeln. Die auf den europäischen und nordamerikanischen Raum konzentrierte Auswahl bietet einen repräsentativen Überblick über alle Epochen politischen Denkens und ist ein optimales Nachschlagewerk von höchster Spannung, da es alle prägenden Konfigurationen politischen Denkens enthält. Ob es das Spannungsfeld von Gewalt und Sittlichkeit - kratos und ethos – ist, die in der Machtpolitik gipfelnde politische Verzweiflung Machiavellis oder die Präferenz für archivarische Ideengeschichtsschreibung - bewegte Zeiten werden die Entscheidung für starke eigene Fragestellungen infolge eigener politischer Reflexion begünstigen und auch dafür gibt das Buch viele Beispiele ab. Die politische Idee ist Meinecke zufolge die Verdichtung der Wahrnehmungen von Problemen und der Vorschläge zu ihrer Bearbeitung. Stärker hat Mannheim die soziale Situierung der Ideenproduzenten ins Auge gefasst und dabei soziale Lagen und politische Konflikte als formative Rahmungen für Entstehung, Rezeption und Durchsetzung politischer Ideen in die Überlegungen einbezogen. Anders Gramsci. Er begriff z.B. die Revolutionierung entwickelter Gesellschaften wesentlich als einen Kampf um die intellektuelle Hegemonie im Staate. Die Schwächung des Staates im Gefolge der Globalisierung hat aber auch die Seite des Interesses an Hobbes und seinem Konzept zum Schutz des Lebens durch Abgabe der Souveränität an eine höhere Instanz verstärkt. Bei J. Lockes tritt zum Leben allein noch das Eigentum hinzu, bei Rousseau die Freiheit und bei John Stuart Mill die Fürsorglichkeit unverschuldet in Not Geratener, die das Staatsziel nach Wohlbefinden oder Sicherheit nicht mehr erfassen konnte. Das Vertrauen in den Fortschritt, in die Evolution der Staatsziele kann schwinden, aber ebenso kann die Zuversicht erodieren, dass das Gemeinwohl mit politischen Mitteln angestrebt werden und erreicht werden kann. Je stärker die Politikwissenschaft ideengeschichtlich belehrt ist, d.h. sich de politischen Theorien vergegenwärtigt, desto offener ist sie für Veränderungen, und desto flexibler vermag sie diese zu erfassen. Sie ist das Innovationszentrum des Faches. Deshalb sind die vorgestellten Schlüsselwerke konservativen, liberalen, sozialistischen oder feministischen Denkens im vorliegenden Buch so außerordentlich wichtig. Es gibt präzise Auskunft über Entstehungsbedingungen, Inhalt und Wirkung der Werke, über die maßgeblichen Ausgaben und Forschungsbeiträge. Mit chronologischem Werkverzeichnis, Sach- und Titelregister liegt ein spannendes Werk vor!

Die Politische Ideengeschichte ist das geistige Archiv der Politikwissenschaft. Alte Theorien werden mit neuen Zutaten versetzt und weiter entwickelt. Sie bildet das Zentrum der Wissenschaft und muss die Forschungskomponenten immer wieder zusammenfügen und theoretisch-integrativ vereinen. Seit der Gründung antiker Stadtstaaten ist die politische Ideengeschichte immer wieder ihren Weg weitergegangen. Und immer noch wird über die Frage der besten Verfassung des Gemeinwesens gestritten. Die „Utopia“ des Thomas Morus, der „Sonnenstaat“ Campanellas, Rousseaus „Gesellschaftsvertrag“ oder Fichtes „Geschlossner Handelsstaat“ sind Meilensteine dieser Auseinandersetzung.

weitere Rezensionen von Daniel Bigalke


Dieses Lexikon erschließt 160 Hauptwerke der politischen Theorie in knappen, allgemein verständlichen Artikeln. Die auf den europäischen und nordamerikanischen Raum konzentrierte Auswahl bietet einen repräsentativen Überblick über alle Epochen politischen Denkens und ist ein optimales Nachschlagewerk von höchster Spannung, da es alle prägenden Konfigurationen politischen Denkens enthält.

Ob es das Spannungsfeld von Gewalt und Sittlichkeit - kratos und ethos – ist, die in der Machtpolitik gipfelnde politische Verzweiflung Machiavellis oder die Präferenz für archivarische Ideengeschichtsschreibung - bewegte Zeiten werden die Entscheidung für starke eigene Fragestellungen infolge eigener politischer Reflexion begünstigen und auch dafür gibt das Buch viele Beispiele ab. Die politische Idee ist Meinecke zufolge die Verdichtung der Wahrnehmungen von Problemen und der Vorschläge zu ihrer Bearbeitung. Stärker hat Mannheim die soziale Situierung der Ideenproduzenten ins Auge gefasst und dabei soziale Lagen und politische Konflikte als formative Rahmungen für Entstehung, Rezeption und Durchsetzung politischer Ideen in die Überlegungen einbezogen.

Anders Gramsci. Er begriff z.B. die Revolutionierung entwickelter Gesellschaften wesentlich als einen Kampf um die intellektuelle Hegemonie im Staate. Die Schwächung des Staates im Gefolge der Globalisierung hat aber auch die Seite des Interesses an Hobbes und seinem Konzept zum Schutz des Lebens durch Abgabe der Souveränität an eine höhere Instanz verstärkt. Bei J. Lockes tritt zum Leben allein noch das Eigentum hinzu, bei Rousseau die Freiheit und bei John Stuart Mill die Fürsorglichkeit unverschuldet in Not Geratener, die das Staatsziel nach Wohlbefinden oder Sicherheit nicht mehr erfassen konnte. Das Vertrauen in den Fortschritt, in die Evolution der Staatsziele kann schwinden, aber ebenso kann die Zuversicht erodieren, dass das Gemeinwohl mit politischen Mitteln angestrebt werden und erreicht werden kann.

Je stärker die Politikwissenschaft ideengeschichtlich belehrt ist, d.h. sich de politischen Theorien vergegenwärtigt, desto offener ist sie für Veränderungen, und desto flexibler vermag sie diese zu erfassen. Sie ist das Innovationszentrum des Faches. Deshalb sind die vorgestellten Schlüsselwerke konservativen, liberalen, sozialistischen oder feministischen Denkens im vorliegenden Buch so außerordentlich wichtig. Es gibt präzise Auskunft über Entstehungsbedingungen, Inhalt und Wirkung der Werke, über die maßgeblichen Ausgaben und Forschungsbeiträge. Mit chronologischem Werkverzeichnis, Sach- und Titelregister liegt ein spannendes Werk vor!

geschrieben am 13.12.2008 | 424 Wörter | 2869 Zeichen

Kommentare lesen Kommentar schreiben

Kommentare zur Rezension (0)

Platz für Anregungen und Ergänzungen