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Rekonstruktive Pragmatik


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Rezension von

Dorothea Schlawin

Rekonstruktive Pragmatik Zukunft, Ethik, Pragmatik, Reflexion, Diskurs, Letztbegründung, Sinnkritik, Diskursversprechen und Selbsteinholung. Eine Metametakritik der Metakritik der Kritik der modernen Reflexionskrisenkritik Eine Ethik der Mitverantwortung für kommende und gehende Geschlechter in Zeiten relativistischer Normenpfuscherei und, die Traditionen der vertragstheoretischen Einheizwissenschaft im hegelschen Sinne „aufhebend“, gleichsam als Zukunftsorientierung in der ethischen Makrodimension der Familie (Kohlberg Stufe 1), verfahrensregulierte, auf das bloß Instrumentelle einer zweckrational ausdifferenzierten Wirtschaft, sieht sich heute vor der Herausforderung, eine nicht durch die Nahinteressen partikularer Stufenreflexionen ohne Reflexion der Bedingungen existenzieller Selbstwahl im Sprung in gleichsam kierkegaardisch-sartrische Aufgabe der Unhintergehbarkeitsratifizierung des Universalisierungsprinzips ULogRegTel+ als intersubjektiv verbindliche, nämlich immer schon im Rücken gehabt habende Begleitdimension menschlicher Rede als gleichursprünglich mit dem Diskurs. Die linksrheinische Verkehrung der Philosophie poststrukturaler, zumal hermeneutischer, im Anschluss an den Heidegger der Kehre, in relativistische Normautonomie der gelungenen Selbstwahl mündende quasi-poppersche Diskursflucht stellt aus transzendentalhermeneutisch-reflexiver Perspektive, die zugleich Teilnahme an und Sinnkritik durch und von (durch die analytische Tradition seit dem frühen Frege und zumal an Tarskis bloß formaler, die Geltungsdimension von Ansprüchen auf implizite Anerkennung durch Autoritäten und Vernunft zugleich transzendierender und hintergehender) deontologischen Ethiken kantianischer Prägung, gleichwohl berechtigt in ihrer metakritischen Intuition gegen das akommunikative solus ipse einer freidrehenden Orientierung am „Reich der Zweckrationalität“, wiewohl beschränkt dank der – für alle anderen außer mir – zeittypischen Reflexionsvergessenheit der ökologischen Krise, eine Preisgabe der Vernunft dar zugunsten einer am methodischen Ideal der mathesis universalis orientierten Quasi-Fallibilistik, die sich im Ausgang von Peirce (und Lübbe zumal!) als Verzicht universeller Geltungsbedingungen der Co-Subjekte als Co-Objekte im monologischen Gedankenexperiment eines – freilich – kommunikationsunabhängigen Demiurgen (Bonhoeffer) bzw. eines deus absconditus und gleichsam descartes’schen deus malignus als paper doubt entpuppt. Woher Licht und Orientierung angesichts dieser Situation nach dem linguistic-pragmatic-turn? Die Diskursethik, inauguriert von Karl-Wilhelm Apel und dem frühen Jürgen Haberkorn vermag den Hiatus zwischen Relativismus hier, Relativismus da als Spagat der Vernunft in der aktuellen Handlungsdimension, als Ego und Alter einer realen Kommunikationsgemeinschaft, zugleich jedoch immer auch und immer schon und auch immer noch als Teil einer idealen Diskurscommunity of investigators (Kant) als kontrafaktische, mithin regulativ-sinnkritische Einheit der Gedanken im Objekt-Subjekt (= Intersubjekt) im Sinne universeller Geltungsverpflichtungen, zu überspringen. Dazu ist es nötig, zweierlei im Rückgang auf mich und Dich selbst als alter ego des lebensweltlichen Alters des Egos sinnkritisch zu rekonstruieren: das Apriori einer Zukunftsverbindlichkeit vergangener und künftiger Generationskonflikte und primordiale Diskursverunreinigungen qua Diskurspartner als inter- und intrasubjektives role-taking-Objekt einer logic of science. Darin, mit Dir als Diskursrolle (Ich IV), der du immer schon mir als Deinem, durch aktuelle Dialogreflexion im Diskurs auf die Suppositionen verallgemeinerbarer Gegenseitigkeit sensu Kant, Peirce, Humboldt und dem späten Sokrates (Er II), das Versprechen abgerungen hast, verpflichtet habe, anerkennen zu müssen! Diese – allerdings – Selbsteinholung durch Reflexion auf Sokrates in der aktuellen Verwobenheit mit Dir selbst als Dialogversprecher gehört zu den implizit-performativen Rekonstruktionsdefiziten in der hochtechnologisierten Gegenwartsgesellschaftszivilisation. Hic Rhodus, hic salta! Die Berliner Diskursdingens qua Geltungslogik einer post-konsensualen Rechthaberevidenz schließt dabei kritisch an Kant, den späten Peirce, den frühen Vogel, den ganz späten Wittgenstein I, Natorp, Gehlen, Platon, Jesus, Ernie und Bert, den Aquinaten, Morris, Austin, Sørl sowie metakritisch an sich selbst und andere an (Ich II). Nicht im Sinne der aristotelischen Gütergefährdung oder des hobbes’schen, von Marx her kommenden (gleichwohl noch im bewusstseinsphilosophischen Paradigma der Vorderachsenzeit befangenen) und dann über Hegel, Parmenides und Dilthey auch wieder gehenden do ut des (Jaspers) einer atomaren Gefahrenreflexion, sondern post-kantianisch, mit Wittgenstein gegen Wittgenstein und ohne Heidegger für Hannah Arendt II. Die Intentionen des früh-späten Hans Jonas, dessen quasi-husserl’schen Sollensimperativ der permanenten Echtheitsprüfung des selbstverschuldeten Lebens durch eine subjektspalterische Verbindlichkeitsreflexion als Geltungspenetranz die diskursive Begleitreflexion einzuholen vermag ohne zu überholen, ist sehr gut. Dies erweist sich im Rekurs auf den Selbstmord aus dem Diskurs, auch dem auch der hermeneutisch geschulte Skeptiker nicht heraustreten kann! Mithin erweist sich die Allzumaligkeit der Institutionen im Sinne des Rollentauschs geschlechtsreifer Diskurspartner geradezu als schlechthin performativer Selbstwidertrinkspruch und vice versa. Daher gilt: In dubio contra projectum, in dubio pro Rhodos.

Zukunft, Ethik, Pragmatik, Reflexion, Diskurs, Letztbegründung, Sinnkritik, Diskursversprechen und Selbsteinholung. Eine Metametakritik der Metakritik der Kritik der modernen Reflexionskrisenkritik

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Eine Ethik der Mitverantwortung für kommende und gehende Geschlechter in Zeiten relativistischer Normenpfuscherei und, die Traditionen der vertragstheoretischen Einheizwissenschaft im hegelschen Sinne „aufhebend“, gleichsam als Zukunftsorientierung in der ethischen Makrodimension der Familie (Kohlberg Stufe 1), verfahrensregulierte, auf das bloß Instrumentelle einer zweckrational ausdifferenzierten Wirtschaft, sieht sich heute vor der Herausforderung, eine nicht durch die Nahinteressen partikularer Stufenreflexionen ohne Reflexion der Bedingungen existenzieller Selbstwahl im Sprung in gleichsam kierkegaardisch-sartrische Aufgabe der Unhintergehbarkeitsratifizierung des Universalisierungsprinzips ULogRegTel+ als intersubjektiv verbindliche, nämlich immer schon im Rücken gehabt habende Begleitdimension menschlicher Rede als gleichursprünglich mit dem Diskurs. Die linksrheinische Verkehrung der Philosophie poststrukturaler, zumal hermeneutischer, im Anschluss an den Heidegger der Kehre, in relativistische Normautonomie der gelungenen Selbstwahl mündende quasi-poppersche Diskursflucht stellt aus transzendentalhermeneutisch-reflexiver Perspektive, die zugleich Teilnahme an und Sinnkritik durch und von (durch die analytische Tradition seit dem frühen Frege und zumal an Tarskis bloß formaler, die Geltungsdimension von Ansprüchen auf implizite Anerkennung durch Autoritäten und Vernunft zugleich transzendierender und hintergehender) deontologischen Ethiken kantianischer Prägung, gleichwohl berechtigt in ihrer metakritischen Intuition gegen das akommunikative solus ipse einer freidrehenden Orientierung am „Reich der Zweckrationalität“, wiewohl beschränkt dank der – für alle anderen außer mir – zeittypischen Reflexionsvergessenheit der ökologischen Krise, eine Preisgabe der Vernunft dar zugunsten einer am methodischen Ideal der mathesis universalis orientierten Quasi-Fallibilistik, die sich im Ausgang von Peirce (und Lübbe zumal!) als Verzicht universeller Geltungsbedingungen der Co-Subjekte als Co-Objekte im monologischen Gedankenexperiment eines – freilich – kommunikationsunabhängigen Demiurgen (Bonhoeffer) bzw. eines deus absconditus und gleichsam descartes’schen deus malignus als paper doubt entpuppt.

Woher Licht und Orientierung angesichts dieser Situation nach dem linguistic-pragmatic-turn? Die Diskursethik, inauguriert von Karl-Wilhelm Apel und dem frühen Jürgen Haberkorn vermag den Hiatus zwischen Relativismus hier, Relativismus da als Spagat der Vernunft in der aktuellen Handlungsdimension, als Ego und Alter einer realen Kommunikationsgemeinschaft, zugleich jedoch immer auch und immer schon und auch immer noch als Teil einer idealen Diskurscommunity of investigators (Kant) als kontrafaktische, mithin regulativ-sinnkritische Einheit der Gedanken im Objekt-Subjekt (= Intersubjekt) im Sinne universeller Geltungsverpflichtungen, zu überspringen. Dazu ist es nötig, zweierlei im Rückgang auf mich und Dich selbst als alter ego des lebensweltlichen Alters des Egos sinnkritisch zu rekonstruieren: das Apriori einer Zukunftsverbindlichkeit vergangener und künftiger Generationskonflikte und primordiale Diskursverunreinigungen qua Diskurspartner als inter- und intrasubjektives role-taking-Objekt einer logic of science. Darin, mit Dir als Diskursrolle (Ich IV), der du immer schon mir als Deinem, durch aktuelle Dialogreflexion im Diskurs auf die Suppositionen verallgemeinerbarer Gegenseitigkeit sensu Kant, Peirce, Humboldt und dem späten Sokrates (Er II), das Versprechen abgerungen hast, verpflichtet habe, anerkennen zu müssen! Diese – allerdings – Selbsteinholung durch Reflexion auf Sokrates in der aktuellen Verwobenheit mit Dir selbst als Dialogversprecher gehört zu den implizit-performativen Rekonstruktionsdefiziten in der hochtechnologisierten Gegenwartsgesellschaftszivilisation. Hic Rhodus, hic salta!

Die Berliner Diskursdingens qua Geltungslogik einer post-konsensualen Rechthaberevidenz schließt dabei kritisch an Kant, den späten Peirce, den frühen Vogel, den ganz späten Wittgenstein I, Natorp, Gehlen, Platon, Jesus, Ernie und Bert, den Aquinaten, Morris, Austin, Sørl sowie metakritisch an sich selbst und andere an (Ich II). Nicht im Sinne der aristotelischen Gütergefährdung oder des hobbes’schen, von Marx her kommenden (gleichwohl noch im bewusstseinsphilosophischen Paradigma der Vorderachsenzeit befangenen) und dann über Hegel, Parmenides und Dilthey auch wieder gehenden do ut des (Jaspers) einer atomaren Gefahrenreflexion, sondern post-kantianisch, mit Wittgenstein gegen Wittgenstein und ohne Heidegger für Hannah Arendt II. Die Intentionen des früh-späten Hans Jonas, dessen quasi-husserl’schen Sollensimperativ der permanenten Echtheitsprüfung des selbstverschuldeten Lebens durch eine subjektspalterische Verbindlichkeitsreflexion als Geltungspenetranz die diskursive Begleitreflexion einzuholen vermag ohne zu überholen, ist sehr gut. Dies erweist sich im Rekurs auf den Selbstmord aus dem Diskurs, auch dem auch der hermeneutisch geschulte Skeptiker nicht heraustreten kann! Mithin erweist sich die Allzumaligkeit der Institutionen im Sinne des Rollentauschs geschlechtsreifer Diskurspartner geradezu als schlechthin performativer Selbstwidertrinkspruch und vice versa. Daher gilt: In dubio contra projectum, in dubio pro Rhodos.

geschrieben am 14.12.2010 | 649 Wörter | 4860 Zeichen

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