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Die Führung des Lesers in Senecas Epistulae morales


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Rezension von

Anna Kneisel

Die Führung des Lesers in Senecas Epistulae morales Das vorliegende Werk ist die zur Publikation nochmals überarbeitete Dissertation von Altphilologe Erwin Hachmann, welche im Sommersemester 1994 an der Philosophischen Fakultät der Universität Münster angenommen wurde. Im Detail besprochen werden die ersten 65 Briefe in drei Briefkreise unterteilt - insgesamt umfassen die Epistulae morales Senecas bekanntlich noch 124. Der Autor diskutiert zu Beginn die Herangehensweise verschiedener Wissenschaftler (Maurach, Cancik, Abel und andere) an das zu besprechende Werk. Dies erscheint zwar im ersten Moment leicht irritierend aufgrund der Ausführlichkeit, in der es geschieht, stellt sich aber schnell als sinnvoll heraus. Ein Einblick in die Forschungslage einschließlich der verschiedenen Ansichten ist so wesentlich leichter möglich, was wegen der Schwierigkeit, die eine Gliederung der "Epistulae morales" nach wie vor bereitet, auch notwendig ist. Zur weiteren Vorgehensweise ist zu sagen: Zitate erscheinen abgesetzt vom Text, allerdings ohne eine Übersetzung - manchmal etwas von Nachteil. Außerhalb des Fließtextes wird in den Fußnoten auf ähnlich geartete Textstellen hingewiesen; ein vernünftiges Verhältnis von Text und Fußnoten ist dabei ein klarer Pluspunkt des Werks (ganz anders als Hildegard Canciks Dissertation zum gleichen Werk). Ebenso positiv fällt die Bibliographie mit einem darauf folgenden, detaillierten Index der verwendeten Textstellen auf. Vereinzelte Graphiken tragen weiter zur Veranschaulichung bei, sowie eine Zusammenfassung nach jedem größeren Sinnabschnitt des Buches. Wünschenswert wäre dies auch für das vierte Kapitel und das Werk im Ganzen gewesen, aber das fällt nicht weiter ins Gewicht, denn die Querbezüge zwischen den einzelnen Briefen des ganzen Werks (und nicht nur zwischen den vornehmlich besprochenen Briefen) sind hervorragend ausgearbeitet. Die unterschiedlichen Gliederungs- und Erklärungsversuche, welche von einschlägig bekannten Altphilologen über die Jahrzehnte an den "Epistulae morales" vorgenommen wurden, durchleuchtet Hachmann, wägt Für und Wider ab und kommt schließlich zu einem eigenen, stets logisch begründeten Urteil. Fazit: Bei vorliegender Dissertation handelt es sich um eine eigenständige, gut lesbare Publikation. Sie eignet sich nicht nur für Studierende und Lehrende der Klassischen Philologie, sondern ist auch für Unterrichtszwecke einsetzbar.

Das vorliegende Werk ist die zur Publikation nochmals überarbeitete Dissertation von Altphilologe Erwin Hachmann, welche im Sommersemester 1994 an der Philosophischen Fakultät der Universität Münster angenommen wurde. Im Detail besprochen werden die ersten 65 Briefe in drei Briefkreise unterteilt - insgesamt umfassen die Epistulae morales Senecas bekanntlich noch 124.

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Der Autor diskutiert zu Beginn die Herangehensweise verschiedener Wissenschaftler (Maurach, Cancik, Abel und andere) an das zu besprechende Werk. Dies erscheint zwar im ersten Moment leicht irritierend aufgrund der Ausführlichkeit, in der es geschieht, stellt sich aber schnell als sinnvoll heraus. Ein Einblick in die Forschungslage einschließlich der verschiedenen Ansichten ist so wesentlich leichter möglich, was wegen der Schwierigkeit, die eine Gliederung der "Epistulae morales" nach wie vor bereitet, auch notwendig ist.

Zur weiteren Vorgehensweise ist zu sagen: Zitate erscheinen abgesetzt vom Text, allerdings ohne eine Übersetzung - manchmal etwas von Nachteil. Außerhalb des Fließtextes wird in den Fußnoten auf ähnlich geartete Textstellen hingewiesen; ein vernünftiges Verhältnis von Text und Fußnoten ist dabei ein klarer Pluspunkt des Werks (ganz anders als Hildegard Canciks Dissertation zum gleichen Werk). Ebenso positiv fällt die Bibliographie mit einem darauf folgenden, detaillierten Index der verwendeten Textstellen auf. Vereinzelte Graphiken tragen weiter zur Veranschaulichung bei, sowie eine Zusammenfassung nach jedem größeren Sinnabschnitt des Buches. Wünschenswert wäre dies auch für das vierte Kapitel und das Werk im Ganzen gewesen, aber das fällt nicht weiter ins Gewicht, denn die Querbezüge zwischen den einzelnen Briefen des ganzen Werks (und nicht nur zwischen den vornehmlich besprochenen Briefen) sind hervorragend ausgearbeitet.

Die unterschiedlichen Gliederungs- und Erklärungsversuche, welche von einschlägig bekannten Altphilologen über die Jahrzehnte an den "Epistulae morales" vorgenommen wurden, durchleuchtet Hachmann, wägt Für und Wider ab und kommt schließlich zu einem eigenen, stets logisch begründeten Urteil.

Fazit: Bei vorliegender Dissertation handelt es sich um eine eigenständige, gut lesbare Publikation. Sie eignet sich nicht nur für Studierende und Lehrende der Klassischen Philologie, sondern ist auch für Unterrichtszwecke einsetzbar.

geschrieben am 28.06.2011 | 314 Wörter | 2052 Zeichen

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