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Investieren in Asien


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Rezension von

Gérard Bökenkamp

Investieren in Asien Manchmal hält ein Buch mehr als der Titel verspricht. Das Buch bietet mehr als nur einen Leitfaden für potentielle Investoren. Wer eine gut lesbare nicht allzu umfangreiche Einführung in die Entwicklung des ostasiatischen Wirtschaftsraumes sucht, findet sie in dem Buch der Herausgeber des Anlegermagazins „Tiger§Dragon“. Sehr zu loben ist der Ansatz der Autoren die Entwicklung des asiatischen Marktes in einen historischen, kulturellen und weltwirtschaftlichen Kontext zu stellen. Geschichte und Landeskunde der einzelnen Staaten werden knapp umrissen, die Vorzüge und Nachteile der nationalen Anlagemärkte beschrieben und die Hintergründe der Asienkrise analysiert. Dabei liegt der Schwerpunkt der Betrachtung vor allem auf China, Japan und Korea. In Japan und Korea dominieren die großen Wirtschaftskonglomerate die eng mit den jeweiligen traditionellen Familienstrukturen verknüpft sind. Beide Länder leiden unter der Krise des Bankensektors und der Abhängigkeit von der Wirtschafts- und Geldpolitik der USA. Die enge Verbindung von Familie, Wirtschaft und Politik erschwert dem ausländischen Anleger tendenziell den Zugang zum Markt. Desgleichen gilt auch für die Volksrepublik. Insgesamt regiert im Land der Mitte noch die Unübersichtlichkeit. Von über 1000 Wertpapierarten sind selbst westlichen Experten selten mehr als 100 bekannt. In der aufstrebenden Weltmacht liegen, nach Meinung der Autoren, die größten Potentiale aber auch die größten Gefahren für die Weltwirtschaft. Im besten Fall könne China, auch in Zukunft die Rolle eines „Motors der Weltwirtschaft“ erfüllen, im schlechtesten Fall könne ein überhitzter asiatischer Markt auch die westlichen Ökonomien in die Krise reißen. Ja es drohe sogar langfristig eine dauernde Zweiteilung der Weltwirtschaft mit völlig unterschiedlichen Produktstandards. Nichtsdestotrotz böten gerade die Märkte Asiens einen interessanten alternativen Anlagemarkt zum US-Markt, dessen Gewinnpotentiale nach Ansicht der Autoren weitgehend ausgeschöpft seien. Die Autoren vertreten den Standpunkt, dass nur eine gründliche Analyse der Makroökonomie realistische Prognosen für einzelne Branchen und Firmen möglich macht. Zu diesem Zweck wird am Ende des Buches ein 6-Phasen-Modell vorgestellt, das die typische Entwicklung der „Emerging Markets“ wiedergeben soll. Ausgehend von diesem Modell wird eine Einschätzung der einzelnen nationalen Anlagemärkte und Branchen vorgenommen. Damit wird das Buch seinem Anspruch gerecht einen Leitfaden für interessierte Anleger zu bieten. Die übersichtliche Darstellung, Grafiken und Zusammenfassungen der wichtigsten Punkte machen das Buch zu dem zu einem geeigneten Nachschlagewerk.

Manchmal hält ein Buch mehr als der Titel verspricht. Das Buch bietet mehr als nur einen Leitfaden für potentielle Investoren. Wer eine gut lesbare nicht allzu umfangreiche Einführung in die Entwicklung des ostasiatischen Wirtschaftsraumes sucht, findet sie in dem Buch der Herausgeber des Anlegermagazins „Tiger§Dragon“.

Sehr zu loben ist der Ansatz der Autoren die Entwicklung des asiatischen Marktes in einen historischen, kulturellen und weltwirtschaftlichen Kontext zu stellen. Geschichte und Landeskunde der einzelnen Staaten werden knapp umrissen, die Vorzüge und Nachteile der nationalen Anlagemärkte beschrieben und die Hintergründe der Asienkrise analysiert. Dabei liegt der Schwerpunkt der Betrachtung vor allem auf China, Japan und Korea.

In Japan und Korea dominieren die großen Wirtschaftskonglomerate die eng mit den jeweiligen traditionellen Familienstrukturen verknüpft sind. Beide Länder leiden unter der Krise des Bankensektors und der Abhängigkeit von der Wirtschafts- und Geldpolitik der USA. Die enge Verbindung von Familie, Wirtschaft und Politik erschwert dem ausländischen Anleger tendenziell den Zugang zum Markt. Desgleichen gilt auch für die Volksrepublik. Insgesamt regiert im Land der Mitte noch die Unübersichtlichkeit. Von über 1000 Wertpapierarten sind selbst westlichen Experten selten mehr als 100 bekannt. In der aufstrebenden Weltmacht liegen, nach Meinung der Autoren, die größten Potentiale aber auch die größten Gefahren für die Weltwirtschaft. Im besten Fall könne China, auch in Zukunft die Rolle eines „Motors der Weltwirtschaft“ erfüllen, im schlechtesten Fall könne ein überhitzter asiatischer Markt auch die westlichen Ökonomien in die Krise reißen. Ja es drohe sogar langfristig eine dauernde Zweiteilung der Weltwirtschaft mit völlig unterschiedlichen Produktstandards. Nichtsdestotrotz böten gerade die Märkte Asiens einen interessanten alternativen Anlagemarkt zum US-Markt, dessen Gewinnpotentiale nach Ansicht der Autoren weitgehend ausgeschöpft seien.

Die Autoren vertreten den Standpunkt, dass nur eine gründliche Analyse der Makroökonomie realistische Prognosen für einzelne Branchen und Firmen möglich macht. Zu diesem Zweck wird am Ende des Buches ein 6-Phasen-Modell vorgestellt, das die typische Entwicklung der „Emerging Markets“ wiedergeben soll. Ausgehend von diesem Modell wird eine Einschätzung der einzelnen nationalen Anlagemärkte und Branchen vorgenommen. Damit wird das Buch seinem Anspruch gerecht einen Leitfaden für interessierte Anleger zu bieten. Die übersichtliche Darstellung, Grafiken und Zusammenfassungen der wichtigsten Punkte machen das Buch zu dem zu einem geeigneten Nachschlagewerk.

geschrieben am 19.07.2005 | 356 Wörter | 2310 Zeichen

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