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Gute Lehrer müssen führen


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Informationen zum Buch
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Rezension von

Anna Kneisel

Gute Lehrer müssen führen Das Wort „führen“ hat seit ein paar Jahrzehnten in Deutschland einen schalen Beigeschmack, und das nicht nur aus historischen Gründen. In der Pädagogik wird seit längerem propagiert, Kindern auf Augenhöhe zu begegnen, sie ernst zu nehmen. Dieser Tatsache ist sich Autor Günther Hoegg durchaus bewusst und er möchte an diesem Vorsatz auch nicht grundlegend rütteln. Dass es dennoch als guter Lehrer wichtig ist, dass Schüler, aber auch Kollegen wissen, was man für ein Ziel verfolgt und dass sie sich auf diesem Weg angeleitet fühlen sollen, macht er direkt zu Beginn seines Praxisratgebers klar. Wer nicht dieser Meinung ist, kann das Buch quasi direkt wieder weglegen. Nun denn. Um Missverständnissen aus dem Weg zu gehen, klärt Hoegg zunächst die drei Varianten von Führung, abgestuft geht er hierbei von der scheinbaren über die indirekte (ihm zufolge vornehmlich von Lehrerinnen genutzten) bis hin zur direkten Führung vor. Anschließend werden diverse Faktoren besprochen, die das äußere Erscheinungsbild und den Gesamteindruck des Auftretens vor der Klasse beeinflussen. Dazu gehören natürlich so grundlegende Dinge wie die Kleidung und Körperhaltung, aber auch die Tonlage, Blickkontakt und schließlich auch die Form, in der man seine Botschaften verbal überbringt. Natürlich darf die allseits beschworene Lehrergesundheit bei all der Führung nicht zu kurz kommen, dem Autor zufolge erhält man sie sich durch den richtigen Führungsstil sogar länger, was an einem kleinen Burn-out-Test wirksam veranschaulicht wird. Weitere, wirklich hilfreiche und praxisnahe Ratschläge lauten ungefähr wie folgt: Rituale und standardisierte Abläufe sind in der Erziehung ebenso wichtig wie Konsequenzen für Fehlverhalten, denn sonst kann es schnell zu Unsicherheiten auf Schüler- als auch Lehrerseite kommen und es schleifen sich ungute Mechanismen ein; Aufmerksamkeit sollte man zunächst den Schülern zuteilwerden lassen, die es auch aufgrund ihres vernünftigen Verhaltens verdient haben und nicht den Störenfrieden. Drängende Fragen, wie man sich Respekt bei den Schülern verschafft, wie man auf Schülerfragen zu reagieren hat, die mit den Unterrichtsinhalten nicht direkt etwas zu tun haben und vieles mehr werden konkret, verständlich und zuweilen äußerst unterhaltsam beantwortet. Am Ende jedes Kapitels werden noch einmal die wichtigsten Inhalte in wenige Worte zusammengefasst wiederholt. Als kleine Dreingabe zur Unterstützung liegen im Buch noch eine gelbe und eine rote Karte, die man als Warnsignal einsetzen kann. Seien es Neueinsteiger oder Lehrer, die schon länger ihren Beruf ausüben – dieser Praxisratgeber ist für sie alle hilfreich und kann, wenn man sich darauf einlässt, ein echter Gewinn sein. Sehr empfehlenswert.

Das Wort „führen“ hat seit ein paar Jahrzehnten in Deutschland einen schalen Beigeschmack, und das nicht nur aus historischen Gründen. In der Pädagogik wird seit längerem propagiert, Kindern auf Augenhöhe zu begegnen, sie ernst zu nehmen. Dieser Tatsache ist sich Autor Günther Hoegg durchaus bewusst und er möchte an diesem Vorsatz auch nicht grundlegend rütteln. Dass es dennoch als guter Lehrer wichtig ist, dass Schüler, aber auch Kollegen wissen, was man für ein Ziel verfolgt und dass sie sich auf diesem Weg angeleitet fühlen sollen, macht er direkt zu Beginn seines Praxisratgebers klar. Wer nicht dieser Meinung ist, kann das Buch quasi direkt wieder weglegen. Nun denn.

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Um Missverständnissen aus dem Weg zu gehen, klärt Hoegg zunächst die drei Varianten von Führung, abgestuft geht er hierbei von der scheinbaren über die indirekte (ihm zufolge vornehmlich von Lehrerinnen genutzten) bis hin zur direkten Führung vor. Anschließend werden diverse Faktoren besprochen, die das äußere Erscheinungsbild und den Gesamteindruck des Auftretens vor der Klasse beeinflussen. Dazu gehören natürlich so grundlegende Dinge wie die Kleidung und Körperhaltung, aber auch die Tonlage, Blickkontakt und schließlich auch die Form, in der man seine Botschaften verbal überbringt.

Natürlich darf die allseits beschworene Lehrergesundheit bei all der Führung nicht zu kurz kommen, dem Autor zufolge erhält man sie sich durch den richtigen Führungsstil sogar länger, was an einem kleinen Burn-out-Test wirksam veranschaulicht wird.

Weitere, wirklich hilfreiche und praxisnahe Ratschläge lauten ungefähr wie folgt: Rituale und standardisierte Abläufe sind in der Erziehung ebenso wichtig wie Konsequenzen für Fehlverhalten, denn sonst kann es schnell zu Unsicherheiten auf Schüler- als auch Lehrerseite kommen und es schleifen sich ungute Mechanismen ein; Aufmerksamkeit sollte man zunächst den Schülern zuteilwerden lassen, die es auch aufgrund ihres vernünftigen Verhaltens verdient haben und nicht den Störenfrieden. Drängende Fragen, wie man sich Respekt bei den Schülern verschafft, wie man auf Schülerfragen zu reagieren hat, die mit den Unterrichtsinhalten nicht direkt etwas zu tun haben und vieles mehr werden konkret, verständlich und zuweilen äußerst unterhaltsam beantwortet. Am Ende jedes Kapitels werden noch einmal die wichtigsten Inhalte in wenige Worte zusammengefasst wiederholt.

Als kleine Dreingabe zur Unterstützung liegen im Buch noch eine gelbe und eine rote Karte, die man als Warnsignal einsetzen kann.

Seien es Neueinsteiger oder Lehrer, die schon länger ihren Beruf ausüben – dieser Praxisratgeber ist für sie alle hilfreich und kann, wenn man sich darauf einlässt, ein echter Gewinn sein. Sehr empfehlenswert.

geschrieben am 06.01.2013 | 396 Wörter | 2330 Zeichen

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