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Isch geh Schulhof: Unerhörtes aus dem Alltag eines Grundschullehrers


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Rezension von

Luitgard Gebhardt

Isch geh Schulhof: Unerhörtes aus dem Alltag eines Grundschullehrers Der Diplom-Pädagoge Philipp Möller schildert in diesem Buch seine Erfahrungen als Quereinsteiger an einer Berliner Brennpunktschule. Er berichtet von persönlichen, in ca. 2,5 Jahren gesammelten Erfahrungen als Aushilfslehrer. Darüber hinaus analysiert und kritisiert er Missstände unseres Schulsystems sowie unserer Gesellschaft und denkt über Reformen des Bildungssystems nach. Der Autor beschreibt humorvoll und gut lesbar seine Erlebnisse mit den Kindern, seine Höhen und vor allem seine Tiefen als Anfänger und schildert die schlimmen Zustände an solch einer Schule. Damit schafft er es, dass der Leser zugleich amüsiert und schockiert bzw. betroffen ist. Philipp Möller wird bewusst, dass man als Lehrer viele Probleme gleichzeitig zu bewältigen hat: Kinder, die die deutsche Sprache kaum beherrschen; Eltern, die vorwiegend mit ihren eigenen Problemen beschäftigt sind; Kollegen, die fast alle unter Burn-Out leiden und schließlich Politiker, die für die Bildung unserer Kinder zu wenig Geld zur Verfügung stellen. Als er aus dem Schuldienst entlassen bzw. sein Vertrag nicht verlängert wird, ist er darüber gar nicht traurig. Es gibt auch einige Kritikpunkte an dem Inhalt des Buches, die man hier anführen kann: Möllers Entwicklung vom Anfänger zum erfolgreichen und bei Schülern und Schulleitung beliebten Lehrer wird als sehr glatt und sehr schnell geschildert. Ebenso verwundert die Erwähnung des frühen Feierabends; offensichtlich hat der Autor nicht alle Pflichten eines Lehrers übernommen. Einen Zusammenhang zwischen Hartz IV und mangelnder Bildung sollten man auch nicht verallgemeinern. Hier werden Menschen, die unverschuldet in Not geraten sind, pauschal als dumm hingestellt… Insgesamt sind einige Situationen einseitig negativ und überspitzt-ironisch dargestellt. Auch die laienhaft-pädagogischen Erziehungstipps einer fachfremden Person sollte man mit Vorsicht genießen, aber im Großen und Ganzen schildert Herr Möller die Bildungsmisere ziemlich gut. Fazit: Möllers Buch ist ein Erfahrungsbericht, in dem sich vermutlich unzählige Lehrer wiederfinden und den sie ähnlich schreiben könnten. Ein Buch, das schockiert, witzig ist und zum Nachdenken anregt. Da es gut zu lesen und unterhaltsam ist, kann man es empfehlen.

Der Diplom-Pädagoge Philipp Möller schildert in diesem Buch seine Erfahrungen als Quereinsteiger an einer Berliner Brennpunktschule. Er berichtet von persönlichen, in ca. 2,5 Jahren gesammelten Erfahrungen als Aushilfslehrer. Darüber hinaus analysiert und kritisiert er Missstände unseres Schulsystems sowie unserer Gesellschaft und denkt über Reformen des Bildungssystems nach.

weitere Rezensionen von Luitgard Gebhardt

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rezensiert seit
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4
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5
22.10.2017

Der Autor beschreibt humorvoll und gut lesbar seine Erlebnisse mit den Kindern, seine Höhen und vor allem seine Tiefen als Anfänger und schildert die schlimmen Zustände an solch einer Schule. Damit schafft er es, dass der Leser zugleich amüsiert und schockiert bzw. betroffen ist.

Philipp Möller wird bewusst, dass man als Lehrer viele Probleme gleichzeitig zu bewältigen hat: Kinder, die die deutsche Sprache kaum beherrschen; Eltern, die vorwiegend mit ihren eigenen Problemen beschäftigt sind; Kollegen, die fast alle unter Burn-Out leiden und schließlich Politiker, die für die Bildung unserer Kinder zu wenig Geld zur Verfügung stellen.

Als er aus dem Schuldienst entlassen bzw. sein Vertrag nicht verlängert wird, ist er darüber gar nicht traurig.

Es gibt auch einige Kritikpunkte an dem Inhalt des Buches, die man hier anführen kann:

Möllers Entwicklung vom Anfänger zum erfolgreichen und bei Schülern und Schulleitung beliebten Lehrer wird als sehr glatt und sehr schnell geschildert. Ebenso verwundert die Erwähnung des frühen Feierabends; offensichtlich hat der Autor nicht alle Pflichten eines Lehrers übernommen.

Einen Zusammenhang zwischen Hartz IV und mangelnder Bildung sollten man auch nicht verallgemeinern. Hier werden Menschen, die unverschuldet in Not geraten sind, pauschal als dumm hingestellt…

Insgesamt sind einige Situationen einseitig negativ und überspitzt-ironisch dargestellt. Auch die laienhaft-pädagogischen Erziehungstipps einer fachfremden Person sollte man mit Vorsicht genießen, aber im Großen und Ganzen schildert Herr Möller die Bildungsmisere ziemlich gut.

Fazit:

Möllers Buch ist ein Erfahrungsbericht, in dem sich vermutlich unzählige Lehrer wiederfinden und den sie ähnlich schreiben könnten.

Ein Buch, das schockiert, witzig ist und zum Nachdenken anregt. Da es gut zu lesen und unterhaltsam ist, kann man es empfehlen.

geschrieben am 13.03.2013 | 314 Wörter | 1927 Zeichen

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