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Das Greenspan-Dossier


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Rezension von

Gérard Bökenkamp

Das Greenspan-Dossier Claus Vogt und Roland Leuschel geht es darum den Greenspanmythos zu entzaubern und die schwerwiegenden Folgen des blinden Vertrauens in diese Popikone der „new economy“ aufzuzeigen. Sowohl der amerikanische Aktien- als auch der Immobilienmarkt sind nach ihrer Ansicht weit überbewertet. Mehr noch, es habe sich eine Spekulationsblase entwickelt, die vergleichbar sei mit der Blase vor dem großen Crash 1929. Die Bildung einer Blase sei immer die Folge eines Überangebotes von Liquidität, die in den neunziger Jahren durch Greenspans Zinspolitik massiv ausgeweitet worden war. Damit nehmen die Autoren klar Stellung gegen jede Art staatlich gelenkter Konjunkturpolitik, wie sie die Keynesianer favorisieren. Greenspan sei selbst ein Radikalliberaler, der sich aus rein opportunistischen Gründen zum Staatsinterventionisten gewandelt habe. Anhand von Zitaten belegen die Autoren, dass sich der „Meister der Blasen“ des fragilen Zustandes der US-Wirtschaft durchaus bewusst ist. Aus Furcht vor den Folgen des Platzens der Blase habe die Notenbank durch die Ausweitung der Geldmenge die Konjunktur künstlich am Leben und den Aktienboom am Laufen gehalten. Die Polemik der Autoren gegen Greenspan ist bissig, anschaulich und verpackt in witzige Parabeln. Ihre Kritik an der Person Greenspan ist vielleicht etwas ungerecht, beachtet man das Dilemma, in dem sich die US-Notenbank befindet. Als gute Schüler der österreichischen Schule des Wirtschaftsliberalismus beschränken sich Leuschel und Vogt nicht auf die Kritik an der Person Greenspan, sondern stellen das gesamte System staatlich gelenkter Geldpolitik und nicht gedeckter Währungen in Frage. Nur eine Rückkehr zum Goldstandard könne langfristig verhindern, dass Politiker und Bürokraten auf das Mittel der Inflation zurückgreifen, um sich der astronomischen Staatsschuld zu entledigen. Noch sei die Inflation versteckt, was auf die Rolle des Dollar als Leitwährung zurückzuführen sei. Das Handelsdefizit der USA werde fast ausschließlich durch die Ausweitung der Geldmenge finanziert. Allein in Ostasien haben sich 500 Mrd. US-Dollar als Währungsreserven gesammelt. Von hier werde vermutlich auch die Krise ihren Ausgang nehmen. Um sein Eigentum vor den Auswirkungen dieser Krise zu bewahren, empfehlen die Autoren einen Mix aus Gold, Rohstoffen und asiatischen Aktien. Das Greenspandossier legt die Finger in die Wunde und beschreibt ein nicht zu leugnendes Problem der Weltwirtschaft, das zu erheblichen ökonomischen Verwerfungen führen kann. In Bezug auf die Person Alan Greenspan zeigen sie, dass auch Legenden nur mit Wasser kochen.

Claus Vogt und Roland Leuschel geht es darum den Greenspanmythos zu entzaubern und die schwerwiegenden Folgen des blinden Vertrauens in diese Popikone der „new economy“ aufzuzeigen.

Sowohl der amerikanische Aktien- als auch der Immobilienmarkt sind nach ihrer Ansicht weit überbewertet. Mehr noch, es habe sich eine Spekulationsblase entwickelt, die vergleichbar sei mit der Blase vor dem großen Crash 1929. Die Bildung einer Blase sei immer die Folge eines Überangebotes von Liquidität, die in den neunziger Jahren durch Greenspans Zinspolitik massiv ausgeweitet worden war. Damit nehmen die Autoren klar Stellung gegen jede Art staatlich gelenkter Konjunkturpolitik, wie sie die Keynesianer favorisieren. Greenspan sei selbst ein Radikalliberaler, der sich aus rein opportunistischen Gründen zum Staatsinterventionisten gewandelt habe. Anhand von Zitaten belegen die Autoren, dass sich der „Meister der Blasen“ des fragilen Zustandes der US-Wirtschaft durchaus bewusst ist. Aus Furcht vor den Folgen des Platzens der Blase habe die Notenbank durch die Ausweitung der Geldmenge die Konjunktur künstlich am Leben und den Aktienboom am Laufen gehalten. Die Polemik der Autoren gegen Greenspan ist bissig, anschaulich und verpackt in witzige Parabeln. Ihre Kritik an der Person Greenspan ist vielleicht etwas ungerecht, beachtet man das Dilemma, in dem sich die US-Notenbank befindet.

Als gute Schüler der österreichischen Schule des Wirtschaftsliberalismus beschränken sich Leuschel und Vogt nicht auf die Kritik an der Person Greenspan, sondern stellen das gesamte System staatlich gelenkter Geldpolitik und nicht gedeckter Währungen in Frage. Nur eine Rückkehr zum Goldstandard könne langfristig verhindern, dass Politiker und Bürokraten auf das Mittel der Inflation zurückgreifen, um sich der astronomischen Staatsschuld zu entledigen. Noch sei die Inflation versteckt, was auf die Rolle des Dollar als Leitwährung zurückzuführen sei. Das Handelsdefizit der USA werde fast ausschließlich durch die Ausweitung der Geldmenge finanziert. Allein in Ostasien haben sich 500 Mrd. US-Dollar als Währungsreserven gesammelt. Von hier werde vermutlich auch die Krise ihren Ausgang nehmen. Um sein Eigentum vor den Auswirkungen dieser Krise zu bewahren, empfehlen die Autoren einen Mix aus Gold, Rohstoffen und asiatischen Aktien. Das Greenspandossier legt die Finger in die Wunde und beschreibt ein nicht zu leugnendes Problem der Weltwirtschaft, das zu erheblichen ökonomischen Verwerfungen führen kann. In Bezug auf die Person Alan Greenspan zeigen sie, dass auch Legenden nur mit Wasser kochen.

geschrieben am 14.11.2005 | 367 Wörter | 2223 Zeichen

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