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Z wie Zorro


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Informationen zum Buch
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  Extras

Rezension von

Dr. Benjamin Krenberger

Z wie Zorro Es ist immer ein wenig merkwürdig, wenn Medien identische Titel tragen: das vorliegende Kinderbuch „Z wie Zorro“ heißt wie eine relativ bekannte Zeichentrickserie, hat aber abgesehen von der Referenz auf den Helden mit Maske, Degen und Mantel keine Berührungspunkte – und das ist auch gut so. Denn, um es gleich vorwegzunehmen, die Geschichte ist zum einen sehr, sehr gut erzählt und wird in der Zielgruppe von kleinen Leserinnen und Lesern ab etwa 9 Jahren viele Fans finden. Zum anderen ist der eigentliche Held des Buches gar keine Einzelperson, sondern Elias und die ziemlich coole Luna werden zu einem richtig starken Team. Nicht umsonst spielt schon das Titelbild auf die Zorrine an. Aber zunächst zurück zum Start: man wird recht abrupt in eine Szene in Elias‘ Klasse befördert, wo die strenge und offenbar auch etwas gemeine Mathematiklehrerin Frau Schöller die Klasse gerade mit einem Mathetest gepiesackt hat, der offenbar sehr schlecht auszufallen droht. Aber in die allgemeine Trübsal platzt ein Ereignis und zwar ein blaues: Frau Schöller hat auf einmal blaue Lippen und eine blaue Zunge und die in ihrer Tasche gesammelten Klassenarbeiten sind wie durch ein Wunder verklumpt und zusammengeklebt. Zuguterletzt finden die Kinder noch ein Z mitten auf der Tafel. Welcher gute Geist hat sich da ihrer angenommen? Doch nicht der Rächer Zorro? Elias bemerkt nicht nur in der Klassenszene, dass Luna, die recht neue Mitschülerin, ziemlich tough daherkommt. Auch später setzt sie sich für die Schwachen ein und hat vor gar nichts Angst. Nicht nur das beeindruckt Elias, sondern auch, dass Luna ein Ass in Mathe ist, dies im Gegensatz zu ihm. Elias‘ Eltern sind vielbeschäftigt, er ist oft auf sich allein gestellt, und findet es deshalb obendrein sehr spannend, wie Lunas Alltag mit ihren drei Geschwistern so abläuft. Immerhin hat Elias den Leih-Opa Kurt, zu dem er einmal in der Woche gehen darf, um u.a. dessen Tiere zu füttern. Elias findet Stück für Stück heraus, wer der ominöse Z-Maler ist, und entdeckt in Luna eine tolle Freundin. Zugleich gerät aber Kurt in die Klemme, weil sein raffgieriger Neffe sich sein Wohnhaus unter den Nagel reißen will. Aber keiner glaubt Kurt oder den Kindern und Hilfe scheint unerreichbar. Aber da ergreifen Luna und Elias eben selbst die Initiative und, siehe da, selbst die Eltern von Elias, denen man zuvor gerne den goldenen Vollpfosten verliehen hätte ob ihrer Uninteressiertheit an Elias‘ Leben, schalten sich mit sanftem Druck gekonnt ein, um die Sache zu einem guten und Zorro-würdigen Ende zu bringen. Und ein kleiner Cliffhanger ist auch enthalten, denn Zorro hätte für die Zukunft noch gut zu tun. Mal sehen, ob der Autor eine Fortsetzung schreiben wird, zu hoffen wäre es. Am Ende noch einmal der Bogen zum Start der Besprechung: mir gefällt das Buch zum einen sehr gut, weil es rollenunspezifisch geschrieben ist und sich Mädchen und Jungen gleichermaßen mit den Helden identifizieren können. Des Weiteren ist mit Luna ein ganz spannender Charakter enthalten, der aber erst im Teamwork mit Elias zu noch größerer Stärke wachsen kann. Und schließlich ist das stete Kinder-Dilemma gut verarbeitet, dass die blöden Erwachsenen ihnen einfach nicht glauben wollen und erst mühsam von sinnvollen Vorgehensweisen und Lösungen überzeugt werden müssen. Deshalb: ganz klar Empfehlung für lesebegeisterte Kinder ab ca. 9 Jahren.

Es ist immer ein wenig merkwürdig, wenn Medien identische Titel tragen: das vorliegende Kinderbuch „Z wie Zorro“ heißt wie eine relativ bekannte Zeichentrickserie, hat aber abgesehen von der Referenz auf den Helden mit Maske, Degen und Mantel keine Berührungspunkte – und das ist auch gut so. Denn, um es gleich vorwegzunehmen, die Geschichte ist zum einen sehr, sehr gut erzählt und wird in der Zielgruppe von kleinen Leserinnen und Lesern ab etwa 9 Jahren viele Fans finden. Zum anderen ist der eigentliche Held des Buches gar keine Einzelperson, sondern Elias und die ziemlich coole Luna werden zu einem richtig starken Team. Nicht umsonst spielt schon das Titelbild auf die Zorrine an.

weitere Rezensionen von Dr. Benjamin Krenberger


Aber zunächst zurück zum Start: man wird recht abrupt in eine Szene in Elias‘ Klasse befördert, wo die strenge und offenbar auch etwas gemeine Mathematiklehrerin Frau Schöller die Klasse gerade mit einem Mathetest gepiesackt hat, der offenbar sehr schlecht auszufallen droht. Aber in die allgemeine Trübsal platzt ein Ereignis und zwar ein blaues: Frau Schöller hat auf einmal blaue Lippen und eine blaue Zunge und die in ihrer Tasche gesammelten Klassenarbeiten sind wie durch ein Wunder verklumpt und zusammengeklebt. Zuguterletzt finden die Kinder noch ein Z mitten auf der Tafel. Welcher gute Geist hat sich da ihrer angenommen? Doch nicht der Rächer Zorro? Elias bemerkt nicht nur in der Klassenszene, dass Luna, die recht neue Mitschülerin, ziemlich tough daherkommt. Auch später setzt sie sich für die Schwachen ein und hat vor gar nichts Angst. Nicht nur das beeindruckt Elias, sondern auch, dass Luna ein Ass in Mathe ist, dies im Gegensatz zu ihm. Elias‘ Eltern sind vielbeschäftigt, er ist oft auf sich allein gestellt, und findet es deshalb obendrein sehr spannend, wie Lunas Alltag mit ihren drei Geschwistern so abläuft. Immerhin hat Elias den Leih-Opa Kurt, zu dem er einmal in der Woche gehen darf, um u.a. dessen Tiere zu füttern.

Elias findet Stück für Stück heraus, wer der ominöse Z-Maler ist, und entdeckt in Luna eine tolle Freundin. Zugleich gerät aber Kurt in die Klemme, weil sein raffgieriger Neffe sich sein Wohnhaus unter den Nagel reißen will. Aber keiner glaubt Kurt oder den Kindern und Hilfe scheint unerreichbar. Aber da ergreifen Luna und Elias eben selbst die Initiative und, siehe da, selbst die Eltern von Elias, denen man zuvor gerne den goldenen Vollpfosten verliehen hätte ob ihrer Uninteressiertheit an Elias‘ Leben, schalten sich mit sanftem Druck gekonnt ein, um die Sache zu einem guten und Zorro-würdigen Ende zu bringen. Und ein kleiner Cliffhanger ist auch enthalten, denn Zorro hätte für die Zukunft noch gut zu tun. Mal sehen, ob der Autor eine Fortsetzung schreiben wird, zu hoffen wäre es.

Am Ende noch einmal der Bogen zum Start der Besprechung: mir gefällt das Buch zum einen sehr gut, weil es rollenunspezifisch geschrieben ist und sich Mädchen und Jungen gleichermaßen mit den Helden identifizieren können. Des Weiteren ist mit Luna ein ganz spannender Charakter enthalten, der aber erst im Teamwork mit Elias zu noch größerer Stärke wachsen kann. Und schließlich ist das stete Kinder-Dilemma gut verarbeitet, dass die blöden Erwachsenen ihnen einfach nicht glauben wollen und erst mühsam von sinnvollen Vorgehensweisen und Lösungen überzeugt werden müssen. Deshalb: ganz klar Empfehlung für lesebegeisterte Kinder ab ca. 9 Jahren.

geschrieben am 02.06.2019 | 537 Wörter | 2840 Zeichen

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