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Sacred 2: Der Schattenkrieger


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Rezension von

Frank Drehmel

Sacred 2: Der Schattenkrieger Vor langer Zeit fiel der Menschen-Krieger Garlan im Kampf gegen die Elfen auf einem der namenlosen Schlachtfelder Ancarias. Ein unheiliger Zauber reißt ihn nach Jahrhunderten aus seinem friedvollen Schlaf, denn der intrigante Großinquisitor der Elfen plant, den Wiedergänger auf die Suche nach einem sagenumwobenen Artefakt zu schicken, um damit die dekadente Adels-Kaste seines Volkes zu entmachten und die Herrschaft über Ancaria an sich zu reißen. Nur widerwillig lässt sich Garlan zum Handlanger des Magiers machen, denn ein Erfolg der Mission verspricht seiner Seele den ewigen Frieden. Doch die Quest erweist sich für ihn alles andere als einfach, da die Welt, in die er erweckt wurde, nicht mehr die seine ist: die Elfen haben den großen Krieg gewonnen und die übrigen Völker ducken sich unter ihrer Knute. Zudem beginnt sich in seinem Geist eine dämonische Präsenz, einer der legendären Schattenkrieger zu regen. Kurz darauf gerät Garlan in Konflikt mit der elfischen Obrigkeit, kann jedoch in Begleitung zweier Fremder, dem Gauner Loi und der jungen Diebin Leandra, fliehen, als die Lage brenzlig wird. Zu dritt folgen sie nun der Spur des Artefaktes zunächst in eine geheimnisvolle, vergessene Bibliothek, wobei ihnen die Häscher des Freiherrn Karrat, des adligen Gegenspielers des Großinquisitors, auf den Fersen sind. Schon bald glaubt Garlan zu erkennen, dass einer seiner beiden Begleiter ein falsches Spiel treibt. Außerdem wird der Dämonen in seiner Seele, der Kampf und Zerstörung fordert, täglich stärker und inmitten der alten Folianten trifft ihn schließlich die Erkenntnis, dass es für ihn keine Erlösung geben wird. Da - wie dem Impressum zu entnehmen - auf eine Übersetzung des Romans verzichtet wurde, ist A. D. Portland folglich das Pseudonym eines deutschsprachigen Autors. Das kann in Anbetracht zahlreicher zweit- und drittklassiger deutscher, arbeitssuchender Romanheft-Schreiber Schlechtes bedeuten, muss es aber nicht. Nach den ersten Seiten ist man allerdings geneigt, die Kann-Alternative in Betracht zu ziehen, denn der pathetisch verschwurbelte, adjektivreiche Stil lässt tatsächlich Groschenroman- und FanFiction-Erinnerungen wach werden. Glücklicherweise schleifen sich die nervtötend aufgesetzt wirkenden Formulierungen im Laufe der Geschichte etwas ab, so dass im Großen und Ganzen ein genießbares Stück Fast-Food-Fantasy übrig bleibt. Die Handlung ist zwar vorhersehbar und schöpft ihre Spannung im Wesentlichen aus der Frage, welcher von Garlans Begleitern aus welchem Motiv heraus die Gruppe verrät, aber einige Story-Elemente - etwa die Bücher fressenden, blinden Mutanten - haben durchaus Charme und zumindest die Grund-Atmosphäre, getragen von den dekadenten Elfen, stimmt auch. Insgesamt jedoch erfährt der Leser über die politischen und kulturellen zu wenig, um sich in der Welt von Ancaria wirklich heimisch zu fühlen. Der geradezu obsessiv verwendete Begriff “T-Energie”, der nicht auf Portlands Mist, sondern dem der Spiele-Macher gewachsen ist und der auf einer Skala von 0 (= perfekt stimmig) bis 10 (= völlig hirnrissig) eine glatte 15 erreicht, trägt sicher dazu bei, dass echte Fantasy-Gefühle zu selten aufkommen, weil er zu sehr an “Sciene Fiction”-Technik-Gebrabbel erinnert. Die Protagonisten - insbesondere die Bösen - sind erwartungsgemäß nicht sonderlich originell gezeichnet, sondern folgen hinlänglich bekannten Stereotypen. Immerhin bemüht sich der Autor, Garlan als zerrissenen, um geistige Gesundheit ringenden Charakter rüberzubringen, wobei dessen Todessehnsucht bzw. der Wille zur endgültigen Erlösung letztlich aber doch rätselhaft und unerklärt bleiben. Fazit: Gradlinige, schnörkellose Sword & Sorcery. Nicht sonderlich originell, insgesamt aber unterhaltsam.

Vor langer Zeit fiel der Menschen-Krieger Garlan im Kampf gegen die Elfen auf einem der namenlosen Schlachtfelder Ancarias. Ein unheiliger Zauber reißt ihn nach Jahrhunderten aus seinem friedvollen Schlaf, denn der intrigante Großinquisitor der Elfen plant, den Wiedergänger auf die Suche nach einem sagenumwobenen Artefakt zu schicken, um damit die dekadente Adels-Kaste seines Volkes zu entmachten und die Herrschaft über Ancaria an sich zu reißen.

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Nur widerwillig lässt sich Garlan zum Handlanger des Magiers machen, denn ein Erfolg der Mission verspricht seiner Seele den ewigen Frieden. Doch die Quest erweist sich für ihn alles andere als einfach, da die Welt, in die er erweckt wurde, nicht mehr die seine ist: die Elfen haben den großen Krieg gewonnen und die übrigen Völker ducken sich unter ihrer Knute. Zudem beginnt sich in seinem Geist eine dämonische Präsenz, einer der legendären Schattenkrieger zu regen.

Kurz darauf gerät Garlan in Konflikt mit der elfischen Obrigkeit, kann jedoch in Begleitung zweier Fremder, dem Gauner Loi und der jungen Diebin Leandra, fliehen, als die Lage brenzlig wird. Zu dritt folgen sie nun der Spur des Artefaktes zunächst in eine geheimnisvolle, vergessene Bibliothek, wobei ihnen die Häscher des Freiherrn Karrat, des adligen Gegenspielers des Großinquisitors, auf den Fersen sind.

Schon bald glaubt Garlan zu erkennen, dass einer seiner beiden Begleiter ein falsches Spiel treibt. Außerdem wird der Dämonen in seiner Seele, der Kampf und Zerstörung fordert, täglich stärker und inmitten der alten Folianten trifft ihn schließlich die Erkenntnis, dass es für ihn keine Erlösung geben wird.

Da - wie dem Impressum zu entnehmen - auf eine Übersetzung des Romans verzichtet wurde, ist A. D. Portland folglich das Pseudonym eines deutschsprachigen Autors. Das kann in Anbetracht zahlreicher zweit- und drittklassiger deutscher, arbeitssuchender Romanheft-Schreiber Schlechtes bedeuten, muss es aber nicht. Nach den ersten Seiten ist man allerdings geneigt, die Kann-Alternative in Betracht zu ziehen, denn der pathetisch verschwurbelte, adjektivreiche Stil lässt tatsächlich Groschenroman- und FanFiction-Erinnerungen wach werden. Glücklicherweise schleifen sich die nervtötend aufgesetzt wirkenden Formulierungen im Laufe der Geschichte etwas ab, so dass im Großen und Ganzen ein genießbares Stück Fast-Food-Fantasy übrig bleibt.

Die Handlung ist zwar vorhersehbar und schöpft ihre Spannung im Wesentlichen aus der Frage, welcher von Garlans Begleitern aus welchem Motiv heraus die Gruppe verrät, aber einige Story-Elemente - etwa die Bücher fressenden, blinden Mutanten - haben durchaus Charme und zumindest die Grund-Atmosphäre, getragen von den dekadenten Elfen, stimmt auch.

Insgesamt jedoch erfährt der Leser über die politischen und kulturellen zu wenig, um sich in der Welt von Ancaria wirklich heimisch zu fühlen. Der geradezu obsessiv verwendete Begriff “T-Energie”, der nicht auf Portlands Mist, sondern dem der Spiele-Macher gewachsen ist und der auf einer Skala von 0 (= perfekt stimmig) bis 10 (= völlig hirnrissig) eine glatte 15 erreicht, trägt sicher dazu bei, dass echte Fantasy-Gefühle zu selten aufkommen, weil er zu sehr an “Sciene Fiction”-Technik-Gebrabbel erinnert.

Die Protagonisten - insbesondere die Bösen - sind erwartungsgemäß nicht sonderlich originell gezeichnet, sondern folgen hinlänglich bekannten Stereotypen. Immerhin bemüht sich der Autor, Garlan als zerrissenen, um geistige Gesundheit ringenden Charakter rüberzubringen, wobei dessen Todessehnsucht bzw. der Wille zur endgültigen Erlösung letztlich aber doch rätselhaft und unerklärt bleiben.

Fazit: Gradlinige, schnörkellose Sword & Sorcery. Nicht sonderlich originell, insgesamt aber unterhaltsam.

geschrieben am 04.01.2008 | 522 Wörter | 3202 Zeichen

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