Navigation

Seiten der Rubrik "Bücher"


Google Anzeigen

Anzeigen

Bücher

Biologische Invasionen


Statistiken
  • 7997 Aufrufe

Informationen zum Buch
  ISBN
  Autor
  Verlag
  Sprache
  Seiten
  Erscheinungsjahr
  Extras

Rezension von

Sebastian Birlinger

Biologische Invasionen Das Buch behandelt Ursachen und Folgen der Ausbreitung Invasiver Arten in Mitteleuropa und stellt Risiken, Chancen und mögliche Aussichten dar. Die Kapitel 1 - 5 befassen sich mit den Grundlagen biologischer Invasionen. Nach einer allgemeinen Begriffserklärung (Kapitel 1) werden die Hintergründe von Invasionen weltweit (Kapitel 2) und die Wege über die Arten im Laufe der Zeit nach Mitteleuropa gelangt sind (Kapitel 3) beschrieben. Dabei wird besonders auf die Rolle von Straßenverkehr, Landwirtschaft und Klimawandel als Ausbreitungsfaktor eingegangen. Der Gartenkultur wird ein eigenes Kapitel (4) eingeräumt, da sie je nach Epoche und Trend, immer wieder Herd absichtlicher Neueinführungen war. Der Schritt von einer eingeschleppten Art, die sich nicht eigenständig verbreiten und vermehren kann, hin zu einer invasiven Art wir in Kapitel 5 beleuchtet. Die Frage welche Umstände und Umwelteinflüsse gegeben sein müssen um aus einer eingeführten Art eine invasive Art werden zu lassen steht hier im Vordergrund. In den Kapiteln 6 (Neophyten),8 (Neomyceten und Pathogene) und 9 (Neozoen) werden invasive Arten in Mitteleuropa vorgestellt. Es werden jeweils die betrachteten Lebensraumtypen vorgestellt, bevor an einzelnen Beispielarten Herkunft & Einführung, Aktuelle Vorkommen, Erfolgsmerkmale, Problematik und Steuerungsmöglichkeiten diskutiert werden. Ausnahme bildet Kapitel 7, in dem es um die Auswirkungen von Neophyten z.B. in Form von Futterpflanzen auf die Tierwelt haben. Mit der Bewertung invasiver Arten und möglichen Handlungsansätzen befasst sich der Autor in den letzten beiden Kapiteln. Dabei steht die situationsbezogene Bewertung im Vordergrund, da invasive Arten zwar in unterschiedlichen Gebieten auftreten können, jedoch nicht überall Schäden verursachen. Wichtig ist also die Kenntnis über lokale Vorkommen und deren Auswirkungen um eine korrekte Bewertung zu erstellen. Mögliche Handlungsansätze stellen die Vorsorgen, z.B. die Vermeidung von Ersteinführungen, die Früherkennung und das Management dar. Formen des Managements reichen von der völligen Ausrottung bis hin zu Maßnahmen zur Bestandsregulierung. In Einzelfällen kann auch die Akzeptanz neuer Arten eine Alternative zu wenig aussichtsreichen Bekämpfung neuer Arten sein. Das Buch enthält viele fachliche Informationen, die für das Verständnis der Mechanismen hinter biologischen Invasionen wichtig sind, gleichzeitig ist es jedoch so gut verständlich geschrieben, dass es auch für Laien eine interessante Lektüre darstellt. Der Autor erhebt nicht den Anspruch alle invasiven Arten Mitteleuropas abzuhandeln. Das wäre auf Grund der Artenvielzahl auch gar nicht möglich, vielmehr stellt der Autor die historischen und aktuellen Hintergründe vor, die Invasionen im großem Stil erst ermöglicht haben und wie die aktuelle Situation bewertet bzw. mit ihr umgegangen werden kann.

Das Buch behandelt Ursachen und Folgen der Ausbreitung Invasiver Arten in Mitteleuropa und stellt Risiken, Chancen und mögliche Aussichten dar.

weitere Rezensionen von Sebastian Birlinger

#
rezensiert seit
Buchtitel
1
24.07.2012
4
17.01.2012
5
17.01.2012

Die Kapitel 1 - 5 befassen sich mit den Grundlagen biologischer Invasionen. Nach einer allgemeinen Begriffserklärung (Kapitel 1) werden die Hintergründe von Invasionen weltweit (Kapitel 2) und die Wege über die Arten im Laufe der Zeit nach Mitteleuropa gelangt sind (Kapitel 3) beschrieben. Dabei wird besonders auf die Rolle von Straßenverkehr, Landwirtschaft und Klimawandel als Ausbreitungsfaktor eingegangen.

Der Gartenkultur wird ein eigenes Kapitel (4) eingeräumt, da sie je nach Epoche und Trend, immer wieder Herd absichtlicher Neueinführungen war.

Der Schritt von einer eingeschleppten Art, die sich nicht eigenständig verbreiten und vermehren kann, hin zu einer invasiven Art wir in Kapitel 5 beleuchtet. Die Frage welche Umstände und Umwelteinflüsse gegeben sein müssen um aus einer eingeführten Art eine invasive Art werden zu lassen steht hier im Vordergrund.

In den Kapiteln 6 (Neophyten),8 (Neomyceten und Pathogene) und 9 (Neozoen) werden invasive Arten in Mitteleuropa vorgestellt. Es werden jeweils die betrachteten Lebensraumtypen vorgestellt, bevor an einzelnen Beispielarten Herkunft & Einführung, Aktuelle Vorkommen, Erfolgsmerkmale, Problematik und Steuerungsmöglichkeiten diskutiert werden.

Ausnahme bildet Kapitel 7, in dem es um die Auswirkungen von Neophyten z.B. in Form von Futterpflanzen auf die Tierwelt haben.

Mit der Bewertung invasiver Arten und möglichen Handlungsansätzen befasst sich der Autor in den letzten beiden Kapiteln. Dabei steht die situationsbezogene Bewertung im Vordergrund, da invasive Arten zwar in unterschiedlichen Gebieten auftreten können, jedoch nicht überall Schäden verursachen. Wichtig ist also die Kenntnis über lokale Vorkommen und deren Auswirkungen um eine korrekte Bewertung zu erstellen. Mögliche Handlungsansätze stellen die Vorsorgen, z.B. die Vermeidung von Ersteinführungen, die Früherkennung und das Management dar. Formen des Managements reichen von der völligen Ausrottung bis hin zu Maßnahmen zur Bestandsregulierung.

In Einzelfällen kann auch die Akzeptanz neuer Arten eine Alternative zu wenig aussichtsreichen Bekämpfung neuer Arten sein.

Das Buch enthält viele fachliche Informationen, die für das Verständnis der Mechanismen hinter biologischen Invasionen wichtig sind, gleichzeitig ist es jedoch so gut verständlich geschrieben, dass es auch für Laien eine interessante Lektüre darstellt.

Der Autor erhebt nicht den Anspruch alle invasiven Arten Mitteleuropas abzuhandeln. Das wäre auf Grund der Artenvielzahl auch gar nicht möglich, vielmehr stellt der Autor die historischen und aktuellen Hintergründe vor, die Invasionen im großem Stil erst ermöglicht haben und wie die aktuelle Situation bewertet bzw. mit ihr umgegangen werden kann.

geschrieben am 06.04.2011 | 391 Wörter | 2468 Zeichen

Kommentare lesen Kommentar schreiben

Kommentare zur Rezension (0)

Platz für Anregungen und Ergänzungen