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Handbuch digitale Photographie


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Informationen zum Buch
  ISBN
  Autor
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  Seiten
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  Extras

Rezension von

Dr. Hermann Joosten

Handbuch digitale Photographie Die gute Bebilderung verlockte zum Kauf. Bei näherer Betrachtung zu Hause kaum Enttäuschung und Ärger auf. Zuerst fiel mir auf, daß der Begriff „Handbuch“ im Titel grob übertrieben ist. Unter Handbuch versteht man doch eher ein umfangreiches Werk, in dem alles Aspekte des Gegenstandes ausführlich beschrieben sind. Das ist auf den (wenigen) 160 Seiten nicht möglich. Nun zum Inhalt. Der Autor beginnt mit der „Hardware“ – nicht, wie Sie vielleicht jetzt meinen, mit einer Digitalkamera, sondern einem Computer. Die Beschreibungen sind zum Teil überholt, zum anderen Teil falsch oder einfach schräg und mißverständlich. Die Bebilderung stammt aus Anfang der 90iger Jahre und ist überholt. Ein Beispiel: Zur Illustration wird eine Kathodenstrahlröhre abgebildet. Dort sieht man vom hinteren Teil der Röhre farbige Elektronenstrahlen auf die Lochmaske hin laufen. So lerne ich also, daß Elektronenstrahlen farbig sind, was nach meinem physikalischen Wissen allerdings nicht möglich ist. Man darf doch erwarten, das ein Fachbuch, das sich auch an Anfänger richtet, solche falschen Zeichnungen nicht bringt. Und suchen Sie bloß nicht nach dem abgebildeten Videospeicher, es sei denn, sie haben einen Rechner aus dem Jahr um 1992. Aber damit können Sie sinnvoll keine Bildbearbeitung mehr machen. Ab Seite 39 werden dann die Bilderfassungsgeräte beschrieben. Hier der gleiche Zustand: Veraltetes Bildmaterial, teilweise gut verständliche Erläuterungen, aber mit vielen Fehlern und ungenauen Formulierungen. Was Stockfotos sind, müssen Sie selbst herausfinden. Weiter geht’s es mit der Bildbearbeitung. Der Autor scheint davon auszugehen, daß Sie das Photoshop-Bildbearbeitungsprogramm von Adobe besitzen. Wenn nicht, können Sie die Schritte nicht nachvollziehen. Diese Erläuterungen sind gut und verständlich. Aber eigentlich hätte man das Buch „Photobearbeitung mit Adobe Photoshop“ nennen sollen, den das macht den Hauptteil des Buches aus. Wer also Photoshop nicht besitzt, kann mit diesem Teil nicht allzuviel anfangen. Der Autor schließt mit den Kapiteln „Bilder drucken“ und „Webseiten“. Auch hier wieder gut verständliche Informationen, durchsetzt mit Fehlern. Einige Bespiele für die schrägen Formulierungen: „Stellt man den Zeilenabstand auf einen Wert, der deutlich größer ist als der Schriftgrad, hat man viel Platz zwischen den Zeilen“. Hätten Sie das gewußt? CD-ROMs wird dauerhafte Archivqualität zugesprochen, was durchaus fragwürdig ist. PCs sollen keine MAC-ZIPs lesen können – was so nicht stimmt – es gibt einige Programme, die genau dies dem Microsoft Windows-Betriebssystem ermöglichen. Das Buch ist flüssig und verständlich geschrieben, aber die vielen Fehler und ungenauen Formulierungen mit Fehlerqualität und die Einengung auf Adobe Photosphop, die im Titel verschwiegen wird, lassen doch von diesem Werk abraten

Die gute Bebilderung verlockte zum Kauf. Bei näherer Betrachtung zu Hause kaum Enttäuschung und Ärger auf.

weitere Rezensionen von Dr. Hermann Joosten


Zuerst fiel mir auf, daß der Begriff „Handbuch“ im Titel grob übertrieben ist. Unter Handbuch versteht man doch eher ein umfangreiches Werk, in dem alles Aspekte des Gegenstandes ausführlich beschrieben sind. Das ist auf den (wenigen) 160 Seiten nicht möglich.

Nun zum Inhalt. Der Autor beginnt mit der „Hardware“ – nicht, wie Sie vielleicht jetzt meinen, mit einer Digitalkamera, sondern einem Computer. Die Beschreibungen sind zum Teil überholt, zum anderen Teil falsch oder einfach schräg und mißverständlich. Die Bebilderung stammt aus Anfang der 90iger Jahre und ist überholt.

Ein Beispiel: Zur Illustration wird eine Kathodenstrahlröhre abgebildet. Dort sieht man vom hinteren Teil der Röhre farbige Elektronenstrahlen auf die Lochmaske hin laufen. So lerne ich also, daß Elektronenstrahlen farbig sind, was nach meinem physikalischen Wissen allerdings nicht möglich ist. Man darf doch erwarten, das ein Fachbuch, das sich auch an Anfänger richtet, solche falschen Zeichnungen nicht bringt. Und suchen Sie bloß nicht nach dem abgebildeten Videospeicher, es sei denn, sie haben einen Rechner aus dem Jahr um 1992. Aber damit können Sie sinnvoll keine Bildbearbeitung mehr machen.

Ab Seite 39 werden dann die Bilderfassungsgeräte beschrieben. Hier der gleiche Zustand: Veraltetes Bildmaterial, teilweise gut verständliche Erläuterungen, aber mit vielen Fehlern und ungenauen Formulierungen. Was Stockfotos sind, müssen Sie selbst herausfinden.

Weiter geht’s es mit der Bildbearbeitung. Der Autor scheint davon auszugehen, daß Sie das Photoshop-Bildbearbeitungsprogramm von Adobe besitzen. Wenn nicht, können Sie die Schritte nicht nachvollziehen. Diese Erläuterungen sind gut und verständlich. Aber eigentlich hätte man das Buch „Photobearbeitung mit Adobe Photoshop“ nennen sollen, den das macht den Hauptteil des Buches aus. Wer also Photoshop nicht besitzt, kann mit diesem Teil nicht allzuviel anfangen.

Der Autor schließt mit den Kapiteln „Bilder drucken“ und „Webseiten“. Auch hier wieder gut verständliche Informationen, durchsetzt mit Fehlern.

Einige Bespiele für die schrägen Formulierungen: „Stellt man den Zeilenabstand auf einen Wert, der deutlich größer ist als der Schriftgrad, hat man viel Platz zwischen den Zeilen“. Hätten Sie das gewußt? CD-ROMs wird dauerhafte Archivqualität zugesprochen, was durchaus fragwürdig ist. PCs sollen keine MAC-ZIPs lesen können – was so nicht stimmt – es gibt einige Programme, die genau dies dem Microsoft Windows-Betriebssystem ermöglichen.

Das Buch ist flüssig und verständlich geschrieben, aber die vielen Fehler und ungenauen Formulierungen mit Fehlerqualität und die Einengung auf Adobe Photosphop, die im Titel verschwiegen wird, lassen doch von diesem Werk abraten

geschrieben am 08.04.2002 | 403 Wörter | 2430 Zeichen

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