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Crashkurs Hochschuldidaktik: Grundlagen und Methoden guter Lehre


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Rezension von

Hiram Kümper

Crashkurs Hochschuldidaktik: Grundlagen und Methoden guter Lehre Hochschuldidaktik ist en vogue – man kann wohl sagen: endlich. Lange genug hat man sich vergleichsweise wenig dafür interessiert, wie gute Lehre gestaltet werden kann. Dass der nun seit einigen Jahren zu spürende Hype, innerhalb dessen Fortbildungsmaßnahmen, Lehrpreise, universitäre Dezernate und nicht zuletzt natürlich auch entsprechende Literatur nur so aus dem Boden schießen, auch leicht welkende Blüten hervortreibt, liegt in der Natur solcher Konjunkturen. Mit diesem Band eröffnet eine neue Reihe „Lehren an der Hochschule“, die aus den hochschuldidaktikschen Weiterbildungsangeboten der Technischen Universität Berlin hervorgegangen ist. Der „Crashkurs“ basiert im Wesentlichen auf dem dort bereits seit fast einem Jahrzehnt in der Praxis erprobten Einführungskurs. Weitere Bände ähnlichen Zuschnitts zu Vertiefungs- und Aufbaumodulen sollen folgen. Der Band richtet sich laut Selbstbeschreibung an Selbstlerner ebenso wie an Trainerinnen und Trainer, die in der hochschuldidaktischen Weiterbildung tätig sind – häufig genug übrigens, wie Rummler zu Recht betont, ebenso Autodidakten, die als Quereinsteiger den Einstieg in diesen Bereich gewählt haben. Neben der Vermittlung der eigentlichen hochschuldidaktischen Inhalte nimmt die Dokumentation der Gesamtorganisation in ihren jeweils konkreten Einzelphasen breiten Raum ein. Ja, man kann sogar sagen, es ist eigentlich das Berliner Kurskonzept, das im Mittelpunkt dieses Bandes steht. Dem Selbstlerner, der rasch zu neuen hochschuldidaktischen Einsichten vorstoßen will, mag das unter Umständen etwas lästig fallen. Sätze wie „Alle Lehr- und Sozialformen sowie Medien wurden während der vorangegangenen Tage vorgeführt und ausprobiert“ (S. 129) enttäuschen vermutlich denjenigen, der sich für eben diese Lehr- und Sozialformen interessiert. Für alle diejenigen hingegen, die in der hochschuldidaktischen Weiterbildung tätig sind und ggf. selbst Fortbildungen für Lehrende vorbereiten, wird diese kleinschrittige Dokumentation ein willkommener Einblick in die Planungspraxis sein. In diesem Zusammenhang sollte auch bemerkt werden, dass der Beltz-Verlag zusätzliche Materialien zum Buch als passwort-geschützten Download zur Verfügung stellt. Das ist eine willkommene Ergänzung, die hoffentlich auch bei den Folgebänden beibehalten wird. Und hier fände man dann auch die entsprechenden Materialien, etwa zu den genannten Lehr- und Sozialformen. Man muss also beide Bestandteile des Obertitels sehr genau aufeinander beziehen und Ernst nehmen, wenn man den Wert dieses Bandes für den jeweiligen Leser bestimmen will: ja, es ist ein „Crashkurs“ – aber man darf daraus nicht fälschlich folgern, er richte sich vor allem an Anfänger(innen) in der Hochschullehre. Denn es ist zweitens eben auch ein Crashkurs in die Hochschuldidaktik, nicht in die Hochschullehre. Das heißt, er geht bereits deutlich über die ganz handfeste Praxis der letzteren hinaus auf einen reflexiven Level. Zwar wird durchaus auch ein gewisses Maß an Methoden in sehr knapper Form an die Hand gegeben, der Schwerpunkt liegt aber deutlich nicht auf deren Durchführung, sondern auf der Reflexion über ihren spezifischen Wert je nach Einsatzsituation.

Hochschuldidaktik ist en vogue – man kann wohl sagen: endlich. Lange genug hat man sich vergleichsweise wenig dafür interessiert, wie gute Lehre gestaltet werden kann. Dass der nun seit einigen Jahren zu spürende Hype, innerhalb dessen Fortbildungsmaßnahmen, Lehrpreise, universitäre Dezernate und nicht zuletzt natürlich auch entsprechende Literatur nur so aus dem Boden schießen, auch leicht welkende Blüten hervortreibt, liegt in der Natur solcher Konjunkturen.

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Mit diesem Band eröffnet eine neue Reihe „Lehren an der Hochschule“, die aus den hochschuldidaktikschen Weiterbildungsangeboten der Technischen Universität Berlin hervorgegangen ist. Der „Crashkurs“ basiert im Wesentlichen auf dem dort bereits seit fast einem Jahrzehnt in der Praxis erprobten Einführungskurs. Weitere Bände ähnlichen Zuschnitts zu Vertiefungs- und Aufbaumodulen sollen folgen.

Der Band richtet sich laut Selbstbeschreibung an Selbstlerner ebenso wie an Trainerinnen und Trainer, die in der hochschuldidaktischen Weiterbildung tätig sind – häufig genug übrigens, wie Rummler zu Recht betont, ebenso Autodidakten, die als Quereinsteiger den Einstieg in diesen Bereich gewählt haben.

Neben der Vermittlung der eigentlichen hochschuldidaktischen Inhalte nimmt die Dokumentation der Gesamtorganisation in ihren jeweils konkreten Einzelphasen breiten Raum ein. Ja, man kann sogar sagen, es ist eigentlich das Berliner Kurskonzept, das im Mittelpunkt dieses Bandes steht. Dem Selbstlerner, der rasch zu neuen hochschuldidaktischen Einsichten vorstoßen will, mag das unter Umständen etwas lästig fallen. Sätze wie „Alle Lehr- und Sozialformen sowie Medien wurden während der vorangegangenen Tage vorgeführt und ausprobiert“ (S. 129) enttäuschen vermutlich denjenigen, der sich für eben diese Lehr- und Sozialformen interessiert. Für alle diejenigen hingegen, die in der hochschuldidaktischen Weiterbildung tätig sind und ggf. selbst Fortbildungen für Lehrende vorbereiten, wird diese kleinschrittige Dokumentation ein willkommener Einblick in die Planungspraxis sein. In diesem Zusammenhang sollte auch bemerkt werden, dass der Beltz-Verlag zusätzliche Materialien zum Buch als passwort-geschützten Download zur Verfügung stellt. Das ist eine willkommene Ergänzung, die hoffentlich auch bei den Folgebänden beibehalten wird. Und hier fände man dann auch die entsprechenden Materialien, etwa zu den genannten Lehr- und Sozialformen.

Man muss also beide Bestandteile des Obertitels sehr genau aufeinander beziehen und Ernst nehmen, wenn man den Wert dieses Bandes für den jeweiligen Leser bestimmen will: ja, es ist ein „Crashkurs“ – aber man darf daraus nicht fälschlich folgern, er richte sich vor allem an Anfänger(innen) in der Hochschullehre. Denn es ist zweitens eben auch ein Crashkurs in die Hochschuldidaktik, nicht in die Hochschullehre. Das heißt, er geht bereits deutlich über die ganz handfeste Praxis der letzteren hinaus auf einen reflexiven Level. Zwar wird durchaus auch ein gewisses Maß an Methoden in sehr knapper Form an die Hand gegeben, der Schwerpunkt liegt aber deutlich nicht auf deren Durchführung, sondern auf der Reflexion über ihren spezifischen Wert je nach Einsatzsituation.

geschrieben am 29.01.2013 | 437 Wörter | 2742 Zeichen

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