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Kurzführer Pergamonmuseum


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Rezension von

Lesefreund

Kurzführer Pergamonmuseum Der bei Zabern erschienene Kurzführer stellt dem Leser das Pergamonmuseum in seiner architektonisch dreigeteilten und thematisch zweigeteilten Struktur vor. Als Bauwerk birgt es den Altar von Pergamon in seiner Mitte, und der Besucher kann selbst wählen, ob er der Antikensammlung zu seiner Linken oder dem Vorderasiatischen Museum zu seiner Rechten den Vorzug gibt. Da der Kurzführer noch aus dem Jahr 1995 stammt, kann er dem Leser noch nicht das neu hinzugekommene Museum für Islamische Kunst sowie den einen weiteren Flügel umfassenden Sonderausstellungsbereich im ersten Stock vorstellen. Diese kamen erst später dazu. Was jedoch gleich blieb, ist die Zweiteilung in die Antikensammlung und das Vorderasiatische Museum im Erdgeschoss des Gebäudes. Unter dem Titel „Antike Kunst im Pergamonmuseum“ führt Max Kunze den Leser unter Verwendung einer reichhaltigen Bebilderung auf knapp 40 Seiten in die Ausgrabungs- und die Entstehungsgeschichte der einzelnen Exponate ein. Die Anmerkungen zu den jeweils abgebildeten Ausstellungsstücken geben darüber hinaus einen Einblick in deren Auswahl und thematische Zusammenstellung. So weit das Auge reicht, gibt es etwas zu entdecken. Dort die Kulturgüter der griechischen Archaik, der Klassik sowie des sich mit dem römischen Einfluss überschneidenden Hellenismus auf der einen Seite, hier die römische Kunst samt einiger Nachbildungen klassisch-griechischer Skulpturen auf der anderen. Und auch der Hauptsaal mit den wiederhergestellten Resten des Pergamonaltars wird von Kunze prägnant beschrieben und erläutert. Den zweiten Teil des Kurzführers haben Liane Jakob-Rost, Evelyn Klengel-Brandt, Joachim Marzahn sowie Ralf-B. Wartke mit einem Beitrag zum Vorderasiatischen Museum gestaltet. So wie man beim Altar von Pergamon mit seinen Göttern und Giganten vielleicht grob an die Zyklopen aus der Odyssee und damit an Homer denken mag, so mag einem beim Anblick der rekonstruierten Prozessionsstraße und des Ischtar-Tors von Babylon grob das Gilgamesch-Epos mit seinen Gottheiten und Helden einfallen. Ischtar, eine weibliche Gottheit, die in gewisser Hinsicht mit Aphrodite vergleichbar ist, führt als heilige Tiere ihre Löwen an den Verzierungen der Prozessionsstraße entlang. Interessant ist der Umstand, dass jedoch das nach Ischtar benannte Tor selbst mit Stieren und Drachen verziert ist. Wie Jacob-Rost und die übrigen Autoren erklären, handelt es sich hierbei um eine Konzession an den Wettergott Adad und den Reichsgott Marduk, die Nebukadnezar II. vornehmen ließ, wobei Adad die Stiere und Marduk die Drachen heilig sind. Wie die Präsentation der Ausstellungsstücke dieser Abteilung zeigt, weist die Sammlung des Vorderasiatischen Museums eine erstaunliche Vielfalt an Exponaten auf, die sich nicht nur der Form, sondern auch dem Material nach stark voneinander unterscheiden. Eine Übersicht zu den einzelnen Ausstellungsräumen des Museums und deren Anordnung sowie eine Karte zum Kulturraum Vorderasien runden die Informationen des Kurzführers ab. Den Autoren ist mit ihrem kurzen, jedoch großformatigen Museumsführer ein auch für den Laien gut zu lesender Überblick gelungen, der dem Leser neben einer Reihe von Photographien und Abbildungen auch interessante inhaltliche Einblicke in die Geschichte des Museums selbst gewährt.

Der bei Zabern erschienene Kurzführer stellt dem Leser das Pergamonmuseum in seiner architektonisch dreigeteilten und thematisch zweigeteilten Struktur vor. Als Bauwerk birgt es den Altar von Pergamon in seiner Mitte, und der Besucher kann selbst wählen, ob er der Antikensammlung zu seiner Linken oder dem Vorderasiatischen Museum zu seiner Rechten den Vorzug gibt.

Da der Kurzführer noch aus dem Jahr 1995 stammt, kann er dem Leser noch nicht das neu hinzugekommene Museum für Islamische Kunst sowie den einen weiteren Flügel umfassenden Sonderausstellungsbereich im ersten Stock vorstellen. Diese kamen erst später dazu. Was jedoch gleich blieb, ist die Zweiteilung in die Antikensammlung und das Vorderasiatische Museum im Erdgeschoss des Gebäudes.

Unter dem Titel „Antike Kunst im Pergamonmuseum“ führt Max Kunze den Leser unter Verwendung einer reichhaltigen Bebilderung auf knapp 40 Seiten in die Ausgrabungs- und die Entstehungsgeschichte der einzelnen Exponate ein. Die Anmerkungen zu den jeweils abgebildeten Ausstellungsstücken geben darüber hinaus einen Einblick in deren Auswahl und thematische Zusammenstellung. So weit das Auge reicht, gibt es etwas zu entdecken. Dort die Kulturgüter der griechischen Archaik, der Klassik sowie des sich mit dem römischen Einfluss überschneidenden Hellenismus auf der einen Seite, hier die römische Kunst samt einiger Nachbildungen klassisch-griechischer Skulpturen auf der anderen. Und auch der Hauptsaal mit den wiederhergestellten Resten des Pergamonaltars wird von Kunze prägnant beschrieben und erläutert.

Den zweiten Teil des Kurzführers haben Liane Jakob-Rost, Evelyn Klengel-Brandt, Joachim Marzahn sowie Ralf-B. Wartke mit einem Beitrag zum Vorderasiatischen Museum gestaltet. So wie man beim Altar von Pergamon mit seinen Göttern und Giganten vielleicht grob an die Zyklopen aus der Odyssee und damit an Homer denken mag, so mag einem beim Anblick der rekonstruierten Prozessionsstraße und des Ischtar-Tors von Babylon grob das Gilgamesch-Epos mit seinen Gottheiten und Helden einfallen. Ischtar, eine weibliche Gottheit, die in gewisser Hinsicht mit Aphrodite vergleichbar ist, führt als heilige Tiere ihre Löwen an den Verzierungen der Prozessionsstraße entlang. Interessant ist der Umstand, dass jedoch das nach Ischtar benannte Tor selbst mit Stieren und Drachen verziert ist.

Wie Jacob-Rost und die übrigen Autoren erklären, handelt es sich hierbei um eine Konzession an den Wettergott Adad und den Reichsgott Marduk, die Nebukadnezar II. vornehmen ließ, wobei Adad die Stiere und Marduk die Drachen heilig sind. Wie die Präsentation der Ausstellungsstücke dieser Abteilung zeigt, weist die Sammlung des Vorderasiatischen Museums eine erstaunliche Vielfalt an Exponaten auf, die sich nicht nur der Form, sondern auch dem Material nach stark voneinander unterscheiden. Eine Übersicht zu den einzelnen Ausstellungsräumen des Museums und deren Anordnung sowie eine Karte zum Kulturraum Vorderasien runden die Informationen des Kurzführers ab.

Den Autoren ist mit ihrem kurzen, jedoch großformatigen Museumsführer ein auch für den Laien gut zu lesender Überblick gelungen, der dem Leser neben einer Reihe von Photographien und Abbildungen auch interessante inhaltliche Einblicke in die Geschichte des Museums selbst gewährt.

geschrieben am 11.01.2008 | 464 Wörter | 2821 Zeichen

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