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Tote Sprache


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Rezension von

Kristina Scherer

Tote Sprache Die drei Erfolgsillustratoren Ralph Ruthe („Shit Happens!“, „Die Frühreifen“), Joscha Sauer („NICHTLUSTIG“) und Flix („Verflixt!“) haben bei Carlsen erstmals gemeinsam ein Buch veröffentlicht. Es ist der in der Gegenwart wohl wichtigsten toten Sprache gewidmet: Latein. Wer in diesem Buch allerdings neue Cartoons der Künstler erwartet, die im alten Rom spielen und sich auf humoristische Weise mit dem Leben der Römer auseinandersetzen – wie das Titelbild vermuten lässt –, wird enttäuscht. Es handelt sich lediglich um bereits veröffentlichte Illustrationen, die von Michael Schelenz ins Lateinische übersetzt wurden. Neben außerirdischen Parasiten, dekadenten Faultieren, modeorientierten Sensenmännern und aus der Art geschlagenen Lemmingen begegnen wir Ärzten, die ihren Beruf verfehlt haben. Außerdem erfahren wir, aufgrund welchen Defizits Männer Sportwagen fahren, wie man Frauen zum Joggen anspornt, wieviele Gebote Moses ursprünglich herausgegeben hatte, mit welchen Problemen die Mafia tagtäglich konfrontiert ist und zu welchen Mitteln der Sandmann greift, wenn er einmal keinen Sand zur Hand hat. Am Ende des Buches findet sich eine deutsche Übersetzung der Cartoons, mit deren Hilfe der Betrachter – falls besagte Comics noch unbekannt sind – die Sprechblasen übersetzen kann. Schade, dass die Cartoons nicht im alten Rom spielen und somit keinen Bezug zur Sprache herstellen. Die Fans der Illustratoren hätten sich bestimmt auch über neue Illustrationen gefreut. Trotzdem ist „Tote Sprache – Cartoons auf Latein“ bestens als Mitbringsel für Latinumsbesitzer, Lateinlehrer und andere Begeisterte toter Sprachen geeignet. Vielleicht wird es mit diesem Büchlein auch möglich, lateinverdrossene Schüler etwas für das Fach zu motivieren. Wem die Cartoons auf Latein zusagen, dem sei auch Ruthes lateinisches Solowerk mit dem Titel „Merda Accidit!“ (dt.: „Shit Happens!“) empfohlen.

Die drei Erfolgsillustratoren Ralph Ruthe („Shit Happens!“, „Die Frühreifen“), Joscha Sauer („NICHTLUSTIG“) und Flix („Verflixt!“) haben bei Carlsen erstmals gemeinsam ein Buch veröffentlicht. Es ist der in der Gegenwart wohl wichtigsten toten Sprache gewidmet: Latein.

weitere Rezensionen von Kristina Scherer


Wer in diesem Buch allerdings neue Cartoons der Künstler erwartet, die im alten Rom spielen und sich auf humoristische Weise mit dem Leben der Römer auseinandersetzen – wie das Titelbild vermuten lässt –, wird enttäuscht. Es handelt sich lediglich um bereits veröffentlichte Illustrationen, die von Michael Schelenz ins Lateinische übersetzt wurden.

Neben außerirdischen Parasiten, dekadenten Faultieren, modeorientierten Sensenmännern und aus der Art geschlagenen Lemmingen begegnen wir Ärzten, die ihren Beruf verfehlt haben. Außerdem erfahren wir, aufgrund welchen Defizits Männer Sportwagen fahren, wie man Frauen zum Joggen anspornt, wieviele Gebote Moses ursprünglich herausgegeben hatte, mit welchen Problemen die Mafia tagtäglich konfrontiert ist und zu welchen Mitteln der Sandmann greift, wenn er einmal keinen Sand zur Hand hat.

Am Ende des Buches findet sich eine deutsche Übersetzung der Cartoons, mit deren Hilfe der Betrachter – falls besagte Comics noch unbekannt sind – die Sprechblasen übersetzen kann.

Schade, dass die Cartoons nicht im alten Rom spielen und somit keinen Bezug zur Sprache herstellen. Die Fans der Illustratoren hätten sich bestimmt auch über neue Illustrationen gefreut.

Trotzdem ist „Tote Sprache – Cartoons auf Latein“ bestens als Mitbringsel für Latinumsbesitzer, Lateinlehrer und andere Begeisterte toter Sprachen geeignet. Vielleicht wird es mit diesem Büchlein auch möglich, lateinverdrossene Schüler etwas für das Fach zu motivieren.

Wem die Cartoons auf Latein zusagen, dem sei auch Ruthes lateinisches Solowerk mit dem Titel „Merda Accidit!“ (dt.: „Shit Happens!“) empfohlen.

geschrieben am 04.01.2010 | 264 Wörter | 1628 Zeichen

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Rezension von

Jennifer Küppers

Tote Sprache Latein ist in! Die häufig als „tot“ bezeichnete Sprache lebt – und zwar nicht nur in ihren „Kindern“, den romanischen Sprachen und zahllosen Fremd- und Lehnwörtern, sondern auch im Rundfunk (nuntii Latini), in den Charts (Pop-Gruppe Ista) und im Internet. Bücher über die lateinische Sprache (Wilfried Stroh: Latein ist tot – es lebe Latein) und auf Latein liegen daher voll im Trend. Asterix-Comics auf Latein haben längst ihren festen Platz in den Bücherregalen der Latein-Freunde. Nun gibt es auch die beliebten Cartoons von Flix, Ralph Ruthe und Joscha Sauer auf Latein: Tote Sprache – Cartoons auf Latein. Michael Schelenz hat bereits veröffentlichte Comics der drei Erfolgsautoren ins Lateinische übertragen – gar nicht so einfach bei Wörtern wie Zeitmaschine, Schlüsseldienst oder Radiowecker, die im alten Rom weniger bekannt waren. Da gibt es deprimierte Überraschungseier, die beklagen, dass nur jeder siebte weiß, wie es innen bei ihnen aussieht, Sandmännchen, denen der Sand ausgegangen ist und die sich mit Eierlikör behelfen und Moses, dem das elfte Gebot – Du sollst im Sitzen pinkeln – nun wirklich zu viel ist. Am Ende des Buches finden sich die Übersetzungen zu den einzelnen Cartoons, so dass auch Lateinanfänger auf ihre Kosten kommen. Insgesamt ein sehr kurzweiliges witziges Buch, das sicherlich zum Lateinlernen motivieren und beim Vokabelnlernen helfen kann. Außerdem hat es eine praktische Größe (16 x 12,6 cm) und passt garantiert in jede Handtasche. Einziges Manko: Die Römer spinnen hier nicht: Neu ausgedacht oder auf das Thema „Rom“ zugeschnitten sind die Cartoons leider nicht – aber das kann ja noch kommen! Joscha Sauer ist der Cartoonist hinter NICHTLUSTIG und ist bekannt für seine Cartoons rund um Lemminge, Dinosaurier, Yetis und andere Figuren. Ralph Ruthe konzentriert sich auf die Cartoonserie SHIT HAPPENS und Flix, der im bürgerlichen Leben Felix Görmann heißt, wird für seinen Quadernasen-Stil geschätzt, den er nicht nur in VERFLIXT angewendet hat.

Latein ist in! Die häufig als „tot“ bezeichnete Sprache lebt – und zwar nicht nur in ihren „Kindern“, den romanischen Sprachen und zahllosen Fremd- und Lehnwörtern, sondern auch im Rundfunk (nuntii Latini), in den Charts (Pop-Gruppe Ista) und im Internet. Bücher über die lateinische Sprache (Wilfried Stroh: Latein ist tot – es lebe Latein) und auf Latein liegen daher voll im Trend.

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Asterix-Comics auf Latein haben längst ihren festen Platz in den Bücherregalen der Latein-Freunde. Nun gibt es auch die beliebten Cartoons von Flix, Ralph Ruthe und Joscha Sauer auf Latein: Tote Sprache – Cartoons auf Latein.

Michael Schelenz hat bereits veröffentlichte Comics der drei Erfolgsautoren ins Lateinische übertragen – gar nicht so einfach bei Wörtern wie Zeitmaschine, Schlüsseldienst oder Radiowecker, die im alten Rom weniger bekannt waren.

Da gibt es deprimierte Überraschungseier, die beklagen, dass nur jeder siebte weiß, wie es innen bei ihnen aussieht, Sandmännchen, denen der Sand ausgegangen ist und die sich mit Eierlikör behelfen und Moses, dem das elfte Gebot – Du sollst im Sitzen pinkeln – nun wirklich zu viel ist.

Am Ende des Buches finden sich die Übersetzungen zu den einzelnen Cartoons, so dass auch Lateinanfänger auf ihre Kosten kommen.

Insgesamt ein sehr kurzweiliges witziges Buch, das sicherlich zum Lateinlernen motivieren und beim Vokabelnlernen helfen kann. Außerdem hat es eine praktische Größe (16 x 12,6 cm) und passt garantiert in jede Handtasche.

Einziges Manko: Die Römer spinnen hier nicht: Neu ausgedacht oder auf das Thema „Rom“ zugeschnitten sind die Cartoons leider nicht – aber das kann ja noch kommen!

Joscha Sauer ist der Cartoonist hinter NICHTLUSTIG und ist bekannt für seine Cartoons rund um Lemminge, Dinosaurier, Yetis und andere Figuren. Ralph Ruthe konzentriert sich auf die Cartoonserie SHIT HAPPENS und Flix, der im bürgerlichen Leben Felix Görmann heißt, wird für seinen Quadernasen-Stil geschätzt, den er nicht nur in VERFLIXT angewendet hat.

geschrieben am 27.02.2010 | 307 Wörter | 1686 Zeichen

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