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Mind-Chi


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Informationen zum Buch
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Rezension von

Ragan Tanger

Mind-Chi Wie Sie in nur 8 Minuten kapitulieren müssen Das klingt ja vielversprechend: kleine Übungen, wenig Zeitaufwand und maximaler Ertrag. Mind Chi will mit fundierten Kenntnissen der Stressforschung, der Psychologie und der Neurolinguistik den Anwendern zur Seite stehen, kombiniert und angereichert mit den wohl harmonischsten Konzepten globaler Konzentrationsmöglichkeiten – dem ostasiatischen Gedankengut. Mind Chi ist dementsprechend die passende Mischung aus asiatischer Philosophie und amerikanischer Schlagwortkultur. Mehr mentale Energie und weniger Stress empfiehlt das Buch auf der Rückseite, doch schon beim äußeren Anblick beschleicht einen ein mulmiges Gefühl. Warum ist das Buch so dick und groß, obwohl wir doch eigentlich einen kleinen Berater erwartet haben, der blitzschnell und mit wenigen Hinweisen zu den gewünschten Erfolgen führen kann? Die Alexander-Methode ist ein gutes Beispiel, wie man mit sehr wenig Text (Die Einführungsbücher sind knappe 50 Seiten lang) grundlegende und unheimlich hilfreiche Techniken im Alltag integrieren kann – Body Chi, wenn man so will, und in nur wenigen Minuten überprüfbar und anwendbar. Leider setzt sich der äußere Eindruck im Inneren fort. Das Buch ist überfrachtet, kompliziert und es fehlt der Überblick. Zahlreiche Kapitel, die häufig das Gleiche in anderen Worten sagen, Schaubilder, Merkkästen, Ikonographien und Zusammenfassungen verwirren mehr als das sie klare Konzeptualisierungen ermöglichen. Inhaltlich haben die Autoren wohl beim NLP (neurolinguistischen Programmieren), der klassischen Tiefenpsychologie und dem Tai Chi nicht ganz genau hingeschaut, denn die Vorschläge zur Atmung, Gegenwärtigkeit, Assoziationen oder Achtsamkeit wirken wild zusammengeworfen, wie eine Allstar-Mischung im Sport, die zwar die besten Individualkönner hat, aber als Team nicht funktioniert. Auch die deutsche Übersetzung ist misslungen. Auf der einen Seite werden, nicht unverkehrt, die Botschaften an das Unterbewusstsein erklärt. Ein Nicht, eine Verneinung also, kennt das Unterbewusstsein nicht und darauf wollen die Autoren aufmerksam machen. Gut so und umso trauriger, dass direkt auf der nächsten Seite positive Assoziationen mit Wörtern wie „sorglos“ und „unbeschwert“ vorgeschlagen werden. Ja, da kommt die Sorge und die Schwere von ganze alleine. Natürlich sind viele, viele Hinweise wertvoll, nur machen sie in dieser unübersichtlichen Kombination wenig Sinn. Gut abgeschrieben ist eben nach nicht gut selbst geschrieben, muss man leider den beiden Autoren sagen. Da helfen auch die pragmatisch orientierten Hinweise in Sachen Arbeitsplatzpsychologie, Kommunikationsstrategien oder Zielaktivierung nicht weiter. Es bleibt hoffnungslos kompliziert und verwirrt mit dem Mix aus englischen Schlagworten (Mops, Mind etc.) und selbst kreierten Methodiken (Flora, Beat) als Abkürzungen für Strategien. In 8 Minuten zur mehr Leistungssteigerung gelingt nach der Lektüre dieses Buches wahrscheinlich erst nach 8 Stunden und dann ist der Tag schon wieder rum und statt leichter und lockerer durchs Leben zu rennen, trabt man schwerevoll, voller Gedanken an Maps und Pläne, durch die Welt. Keine Erleichterung ist das, es sei denn man extrahiere die einzelnen Kapitel und reiche sie in bekömmlichen Dosen, vielleicht per Email oder iPod an die Nutzer weiter. Dann dauert es zwar 8 Jahre, aber ist dann immerhin stressfrei.

Wie Sie in nur 8 Minuten kapitulieren müssen

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Das klingt ja vielversprechend: kleine Übungen, wenig Zeitaufwand und maximaler Ertrag. Mind Chi will mit fundierten Kenntnissen der Stressforschung, der Psychologie und der Neurolinguistik den Anwendern zur Seite stehen, kombiniert und angereichert mit den wohl harmonischsten Konzepten globaler Konzentrationsmöglichkeiten – dem ostasiatischen Gedankengut. Mind Chi ist dementsprechend die passende Mischung aus asiatischer Philosophie und amerikanischer Schlagwortkultur.

Mehr mentale Energie und weniger Stress empfiehlt das Buch auf der Rückseite, doch schon beim äußeren Anblick beschleicht einen ein mulmiges Gefühl. Warum ist das Buch so dick und groß, obwohl wir doch eigentlich einen kleinen Berater erwartet haben, der blitzschnell und mit wenigen Hinweisen zu den gewünschten Erfolgen führen kann? Die Alexander-Methode ist ein gutes Beispiel, wie man mit sehr wenig Text (Die Einführungsbücher sind knappe 50 Seiten lang) grundlegende und unheimlich hilfreiche Techniken im Alltag integrieren kann – Body Chi, wenn man so will, und in nur wenigen Minuten überprüfbar und anwendbar.

Leider setzt sich der äußere Eindruck im Inneren fort. Das Buch ist überfrachtet, kompliziert und es fehlt der Überblick. Zahlreiche Kapitel, die häufig das Gleiche in anderen Worten sagen, Schaubilder, Merkkästen, Ikonographien und Zusammenfassungen verwirren mehr als das sie klare Konzeptualisierungen ermöglichen. Inhaltlich haben die Autoren wohl beim NLP (neurolinguistischen Programmieren), der klassischen Tiefenpsychologie und dem Tai Chi nicht ganz genau hingeschaut, denn die Vorschläge zur Atmung, Gegenwärtigkeit, Assoziationen oder Achtsamkeit wirken wild zusammengeworfen, wie eine Allstar-Mischung im Sport, die zwar die besten Individualkönner hat, aber als Team nicht funktioniert.

Auch die deutsche Übersetzung ist misslungen. Auf der einen Seite werden, nicht unverkehrt, die Botschaften an das Unterbewusstsein erklärt. Ein Nicht, eine Verneinung also, kennt das Unterbewusstsein nicht und darauf wollen die Autoren aufmerksam machen. Gut so und umso trauriger, dass direkt auf der nächsten Seite positive Assoziationen mit Wörtern wie „sorglos“ und „unbeschwert“ vorgeschlagen werden. Ja, da kommt die Sorge und die Schwere von ganze alleine.

Natürlich sind viele, viele Hinweise wertvoll, nur machen sie in dieser unübersichtlichen Kombination wenig Sinn. Gut abgeschrieben ist eben nach nicht gut selbst geschrieben, muss man leider den beiden Autoren sagen. Da helfen auch die pragmatisch orientierten Hinweise in Sachen Arbeitsplatzpsychologie, Kommunikationsstrategien oder Zielaktivierung nicht weiter. Es bleibt hoffnungslos kompliziert und verwirrt mit dem Mix aus englischen Schlagworten (Mops, Mind etc.) und selbst kreierten Methodiken (Flora, Beat) als Abkürzungen für Strategien.

In 8 Minuten zur mehr Leistungssteigerung gelingt nach der Lektüre dieses Buches wahrscheinlich erst nach 8 Stunden und dann ist der Tag schon wieder rum und statt leichter und lockerer durchs Leben zu rennen, trabt man schwerevoll, voller Gedanken an Maps und Pläne, durch die Welt. Keine Erleichterung ist das, es sei denn man extrahiere die einzelnen Kapitel und reiche sie in bekömmlichen Dosen, vielleicht per Email oder iPod an die Nutzer weiter. Dann dauert es zwar 8 Jahre, aber ist dann immerhin stressfrei.

geschrieben am 28.06.2010 | 470 Wörter | 2902 Zeichen

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