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Der Energethische Imperativ


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Rezension von

Jutta Ammon

Der Energethische Imperativ Aktuell erschien im September 2010 das Buch von Hermann Scheer „Der Energethische Imperativ. 100% jetzt: Wie der vollständige Wechsel zu erneuerbaren Energien zu realisieren ist.“ Der Autor war Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler, Präsident von Eusolar, Vorsitzender des Weltrates für Erneuerbare Energien und Mitglied des Deutschen Bundestages. Er vertritt die These, dass der letzte Ausweg vor einer existentiellen und irreparabel Krise die schnelle und sofortige Umstellung auf erneuerbare Energien ist. Sein Buch erschien zeitgleich zur aktuellen Diskussion um die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke der Regierung und damit der viel vertretenen Behinderung der Stärkung der erneuerbaren Energien. In seinem Werk ruft der Autor zu einem raschen Wechsel auf erneuerbare Energien auf, da diese bereits überfällig und auch möglich ist. Seiner Meinung nach könnte diese Umstellung bereits in einem Vierteljahrhundert und in einigen Ländern und Regionen bereits schon früher stattfinden. Im ersten Teil des Buches hinterfragt Scheer die aktuelle Situation der Energiewirtschaft und stellt die Konfliktsituation zwischen Anbietern von herkömmlichen Energien und den Erneuerbaren Energieformen dar. Er klagt die großen Energiebetreiber der Behinderung oder Verschleppung der Fortentwicklung der Erneuerbaren an. Er deckt Methoden auf, benennt Verursacher, und wirft der Atompolitik so beweiskräftig Lobbyismus vor. Zudem stellt er Bilanzen von verschiedenen Konzepten, wie etwa der CCS- Technologie auf, nach deren Wirkung und Erfolgsaussichten eine Atompolitik geradezu lächerlich scheint. Des Weiteren zeigt er die Ungleichheit im Wettbewerb zwischen Erneuerbaren Energie und den herkömmlichen Energieformen. Er beschreibt kurz die beiden wohl bekanntesten Schlüsselprojekte, die die Umstellung beschleunigen könnten - Desertec und Seatec. Erläutert werden die Vorbildfunktionen von Supergrids und deren Realisierbarkeit aufgrund vieler beteiligter Parteien. Aber er benennt auch die Gefahren der zu schnelle Euphorie und dem Anschein der ultimativen Lösung durch mögliche Großprojekte zur Energieversorgung anstelle der dezentralen Versorgung. Im zweiten Teil des Buches widmet sich der Autor der freien Entwicklung und Revolution der Erneuerbaren Energie, die durch politisch wirtschaftliche und zeitlich geplante Prozesse gehemmt werden. In diesem Kontext spricht er von der Emanzipation der Gesellschaft gegen konventionelle Energieträger. Zudem wird der Vorrang der erneuerbaren Energien bei der Planung gefordert und der kommunalen Energieversorgung eine Schlüsselrolle zugeschrieben. Zuletzt greift Scheer die Idee der lokalen Agenda 21 auf und damit die Chancen und Potentiale von Regionen durch Erneuerbare Energien. Aus diesen und noch einigen Gründen mehr sollte schnellst mögliche eine Umorientierung der Firmen hin zum Markt der erneuerbaren Energien vorangetrieben werden. Insgesamt ist das Buch in seiner Ausdrucksweise und Argumentation offen provokativ und anklagend auf einem sprachlich leicht angehobenem Niveau formuliert. In seinem erdrückend stichhaltigen Wortgefecht bleiben auch die namenhaften Umweltorganisationen, die Energieproduzenten und die Politiker nicht verschont. Scheer vertritt eindeutig die Seite der Erneuerbaren Energien und äußert seine Meinung dazu unverhohlen und deckt dabei fadenscheinige Argumente der Politik und der Energievertreter auf. Wer sich intensiver mit der Debatte beschäftigen möchte und die ganze Wahrheit erfahren will, dem ist das Buch ohne Einschränkung zu empfehlen.

Aktuell erschien im September 2010 das Buch von Hermann Scheer „Der Energethische Imperativ. 100% jetzt: Wie der vollständige Wechsel zu erneuerbaren Energien zu realisieren ist.“ Der Autor war Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler, Präsident von Eusolar, Vorsitzender des Weltrates für Erneuerbare Energien und Mitglied des Deutschen Bundestages. Er vertritt die These, dass der letzte Ausweg vor einer existentiellen und irreparabel Krise die schnelle und sofortige Umstellung auf erneuerbare Energien ist. Sein Buch erschien zeitgleich zur aktuellen Diskussion um die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke der Regierung und damit der viel vertretenen Behinderung der Stärkung der erneuerbaren Energien.

In seinem Werk ruft der Autor zu einem raschen Wechsel auf erneuerbare Energien auf, da diese bereits überfällig und auch möglich ist. Seiner Meinung nach könnte diese Umstellung bereits in einem Vierteljahrhundert und in einigen Ländern und Regionen bereits schon früher stattfinden.

Im ersten Teil des Buches hinterfragt Scheer die aktuelle Situation der Energiewirtschaft und stellt die Konfliktsituation zwischen Anbietern von herkömmlichen Energien und den Erneuerbaren Energieformen dar. Er klagt die großen Energiebetreiber der Behinderung oder Verschleppung der Fortentwicklung der Erneuerbaren an. Er deckt Methoden auf, benennt Verursacher, und wirft der Atompolitik so beweiskräftig Lobbyismus vor. Zudem stellt er Bilanzen von verschiedenen Konzepten, wie etwa der CCS- Technologie auf, nach deren Wirkung und Erfolgsaussichten eine Atompolitik geradezu lächerlich scheint. Des Weiteren zeigt er die Ungleichheit im Wettbewerb zwischen Erneuerbaren Energie und den herkömmlichen Energieformen.

Er beschreibt kurz die beiden wohl bekanntesten Schlüsselprojekte, die die Umstellung beschleunigen könnten - Desertec und Seatec. Erläutert werden die Vorbildfunktionen von Supergrids und deren Realisierbarkeit aufgrund vieler beteiligter Parteien. Aber er benennt auch die Gefahren der zu schnelle Euphorie und dem Anschein der ultimativen Lösung durch mögliche Großprojekte zur Energieversorgung anstelle der dezentralen Versorgung.

Im zweiten Teil des Buches widmet sich der Autor der freien Entwicklung und Revolution der Erneuerbaren Energie, die durch politisch wirtschaftliche und zeitlich geplante Prozesse gehemmt werden. In diesem Kontext spricht er von der Emanzipation der Gesellschaft gegen konventionelle Energieträger. Zudem wird der Vorrang der erneuerbaren Energien bei der Planung gefordert und der kommunalen Energieversorgung eine Schlüsselrolle zugeschrieben.

Zuletzt greift Scheer die Idee der lokalen Agenda 21 auf und damit die Chancen und Potentiale von Regionen durch Erneuerbare Energien. Aus diesen und noch einigen Gründen mehr sollte schnellst mögliche eine Umorientierung der Firmen hin zum Markt der erneuerbaren Energien vorangetrieben werden.

Insgesamt ist das Buch in seiner Ausdrucksweise und Argumentation offen provokativ und anklagend auf einem sprachlich leicht angehobenem Niveau formuliert. In seinem erdrückend stichhaltigen Wortgefecht bleiben auch die namenhaften Umweltorganisationen, die Energieproduzenten und die Politiker nicht verschont. Scheer vertritt eindeutig die Seite der Erneuerbaren Energien und äußert seine Meinung dazu unverhohlen und deckt dabei fadenscheinige Argumente der Politik und der Energievertreter auf.

Wer sich intensiver mit der Debatte beschäftigen möchte und die ganze Wahrheit erfahren will, dem ist das Buch ohne Einschränkung zu empfehlen.

geschrieben am 18.11.2010 | 466 Wörter | 3069 Zeichen

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