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Entspannungstraining für Kiefer, Nacken, Schultern


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Rezension von

Ragan Tanger

Entspannungstraining für Kiefer, Nacken, Schultern Kleiner Entspannungshelfer Hartnäckig, halsstarrig und die Zähne zusammenbeißend: Kommt Ihnen das bekannt vor? In bestimmten emotionalen und sozial belastenden Situationen vor allen Dingen? Dann sind Sie ganz sicher ein Mensch, denn just jenes Lebewesen besitzt die Fähigkeit derlei Verspannungen und Schockzustände willkürlich herbeizurufen und – zu seinem Leidwesen – nicht wieder abzustellen. Normalerweise sind nämlich all diese Körperreaktionen ganz normale Spannungszustände, die in entsprechenden Notsituationen abgerufen werden müssen. Ist die Situation angespannt, folgt auch der Nacken-Schulter-Kiefer-Bereich. Warum dieser aber auch anspannt, wenn die Situation schon wieder vorbei ist, mag der unbewussten Muskelmotorik der meisten Menschen geschuldet sein, verlangt demzufolge also eine hinreichend aufmerksame Möglichkeit damit umzugehen. Ein kleiner praktischer Führer mit zehn Übungsprogrammen zur Lösung, Mobilisation und Entspannung der drei Körperbereiche Schulter, Nacken und Kiefer setzt an diesem so entscheidenden Problem therapeutisch an, ohne dabei zu medizinisch oder praxisfern daherzukommen. Gerade der Kiefer, der wohl der verspannteste Muskel der westlichen Welt ist, wird viel zu oft vernachlässigt und muss unbedingt in die Praxis integriert werden. Autorin dieses Buches, das bei Trias erschienen ist, ist die Sport- und Gymnastiklehrerin Heike Höfler, die bereits als Autorin, aber auch gefragter Gast beim Radio oder Fernsehen bekannt geworden ist. Ihr Werk hat eine klare Struktur und beginnt mit einem Blick hinter die Kulissen, also anatomischen und orthopädischen Voraussetzungen und Begebenheiten in der Stressregion Nummer Eins. Dazu gibt es schöne Fotos und saubere Zeichnungen, allerdings nicht immer gute Hinweise. Besonders der Tipp, die Bauchmuskeln anzuspannen, um kein Hohlkreuz zu bekommen (im normalen Stand oder Sitzen!) ist ein teuflischer, orthopädisch falscher und dazu noch widersinniger Hinweis. Das Hohlkreuz ist Teil der menschlichen Wirbelsäule, die Bauchmuskulatur bei den meisten eher zu verspannt. Schade, aber ganz klar ein Wermutstropfen dieser ansonsten plausiblen und guten Einführung. Besser dann die Übungsprograme. Einfache, aus fünf Übungen bestehende Serien, die kleine Massagen, Streckübungen, Mundraumgymnastik, Dehnungen, Kräftigungen, Atemübungen oder Mobilisationsübungen für Nacken, Schultern, Kiefer und Co beinhalten. Gut bebildert, klar und sehr ausführlich beschrieben, dazu die wichtigsten Tipps noch einmal fettmarkiert. Das Herz des Buches kann überzeugen und bei entsprechender persönlicher Improvisation hat man hier ein tägliches Programm zum Genießen, Übungen für zwischendurch oder das wöchentliche Ein-mal-Eins der Selbsttherapie. Stark. Bis auf die für unsere Medialgesellschaft leider so fahrlässige Pauschalbehauptung Bauchmuskulatur anzuspannen, ein sehr hilfreiches Büchlein. Verwirrend sind zwar das ständige in-die-Kamera-blicken des Modells der Übungen (auch das strengt nämlich an) und die Verdeutschung der lateinischen Muskelnamen (während die Knochen den medizinischen Fachterminus behalten dürfen!), aber das sind Marginalien eines im Endeffekt entspannenden Buches.

Kleiner Entspannungshelfer

weitere Rezensionen von Ragan Tanger


Hartnäckig, halsstarrig und die Zähne zusammenbeißend: Kommt Ihnen das bekannt vor? In bestimmten emotionalen und sozial belastenden Situationen vor allen Dingen? Dann sind Sie ganz sicher ein Mensch, denn just jenes Lebewesen besitzt die Fähigkeit derlei Verspannungen und Schockzustände willkürlich herbeizurufen und – zu seinem Leidwesen – nicht wieder abzustellen. Normalerweise sind nämlich all diese Körperreaktionen ganz normale Spannungszustände, die in entsprechenden Notsituationen abgerufen werden müssen. Ist die Situation angespannt, folgt auch der Nacken-Schulter-Kiefer-Bereich. Warum dieser aber auch anspannt, wenn die Situation schon wieder vorbei ist, mag der unbewussten Muskelmotorik der meisten Menschen geschuldet sein, verlangt demzufolge also eine hinreichend aufmerksame Möglichkeit damit umzugehen.

Ein kleiner praktischer Führer mit zehn Übungsprogrammen zur Lösung, Mobilisation und Entspannung der drei Körperbereiche Schulter, Nacken und Kiefer setzt an diesem so entscheidenden Problem therapeutisch an, ohne dabei zu medizinisch oder praxisfern daherzukommen. Gerade der Kiefer, der wohl der verspannteste Muskel der westlichen Welt ist, wird viel zu oft vernachlässigt und muss unbedingt in die Praxis integriert werden.

Autorin dieses Buches, das bei Trias erschienen ist, ist die Sport- und Gymnastiklehrerin Heike Höfler, die bereits als Autorin, aber auch gefragter Gast beim Radio oder Fernsehen bekannt geworden ist. Ihr Werk hat eine klare Struktur und beginnt mit einem Blick hinter die Kulissen, also anatomischen und orthopädischen Voraussetzungen und Begebenheiten in der Stressregion Nummer Eins. Dazu gibt es schöne Fotos und saubere Zeichnungen, allerdings nicht immer gute Hinweise. Besonders der Tipp, die Bauchmuskeln anzuspannen, um kein Hohlkreuz zu bekommen (im normalen Stand oder Sitzen!) ist ein teuflischer, orthopädisch falscher und dazu noch widersinniger Hinweis. Das Hohlkreuz ist Teil der menschlichen Wirbelsäule, die Bauchmuskulatur bei den meisten eher zu verspannt. Schade, aber ganz klar ein Wermutstropfen dieser ansonsten plausiblen und guten Einführung.

Besser dann die Übungsprograme. Einfache, aus fünf Übungen bestehende Serien, die kleine Massagen, Streckübungen, Mundraumgymnastik, Dehnungen, Kräftigungen, Atemübungen oder Mobilisationsübungen für Nacken, Schultern, Kiefer und Co beinhalten. Gut bebildert, klar und sehr ausführlich beschrieben, dazu die wichtigsten Tipps noch einmal fettmarkiert. Das Herz des Buches kann überzeugen und bei entsprechender persönlicher Improvisation hat man hier ein tägliches Programm zum Genießen, Übungen für zwischendurch oder das wöchentliche Ein-mal-Eins der Selbsttherapie. Stark.

Bis auf die für unsere Medialgesellschaft leider so fahrlässige Pauschalbehauptung Bauchmuskulatur anzuspannen, ein sehr hilfreiches Büchlein. Verwirrend sind zwar das ständige in-die-Kamera-blicken des Modells der Übungen (auch das strengt nämlich an) und die Verdeutschung der lateinischen Muskelnamen (während die Knochen den medizinischen Fachterminus behalten dürfen!), aber das sind Marginalien eines im Endeffekt entspannenden Buches.

geschrieben am 30.04.2012 | 411 Wörter | 2759 Zeichen

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