Navigation

Seiten der Rubrik "Bücher"


Google Anzeigen

Anzeigen

Bücher

Game Physics


Statistiken
  • 12060 Aufrufe

Informationen zum Buch
  ISBN
  Autor
  Verlag
  Sprache
  Seiten
  Erscheinungsjahr
  Extras

Rezension von

Christian Nowke

Game Physics Der Autor verspricht mit diesem Buch eine Einführung in die Programmierung von Physik Engines. Vor alledem erläutert er die mathematischen Grundlagen, die das zu programmierenden System voraussetzt. In den ersten Kapiteln werden grundlegende Gesetze der Physik erläutert und mathematisch beschrieben. Das Buch bietet weiterhin Übungen um den Leser tiefer mit der Thematik zu betrauen. Es führt, wie üblich aus der Reihe (“Series in interactive 3D Technology”) eine CD mit sich, auf der alle Beispiele, die im Buch beschrieben werden, im Quelltext vorliegen. Wie gewohnt beinhaltet die CD einen “Snapshot” der Wild Magic 3D Engine und deren Dokumentation. Das Buch ist sehr interessant und bietet eine Fülle an Ansätzen zur Vertiefung in die Problemstellung. Wer allerdings erwartet, eine Software-Bauanleitung für Physic-Engines zu erwerben, sollte von diesem Buch eher Abstand nehmen, denn er wird enttäuscht werden. Es gliedert sich in zehn teilweise aufeinander aufbauenden Kapitel, die auf bestimmte Problemstellungen eingehen und sich mit deren Lösungsansätzen befassen. In Kapitel eins bis drei wird auf grundlegenden Konzepte und Gesetze der Physik eingegangen und tiefgreifend mathematisch klassifiziert und erläutert. Kapitel vier verspricht einen Einblick in die Simulation von deformierenden Körpern und deren Modellierung. Hier wird auch auf Oberflächen-Rekonstruktion anhand von Volumen-Daten (zum Beispiel Marching-Cubes Algorithmus) eingegangen. Kapitel fünf beginnt mit einer Pseudo-Implementierung der bereits erläuterten Modelle und widmet sich dann mit einem kurzem Überblick der Kollisionserkennung von Körpern. Kapitel sechs geht auf die Visualisierung physikalischer Phänomene mit Hilfe von Vertex- und Pixelshadern ein. Dabei wirft der Autor einen Blick auf die Realisierung von Deformationen und andere Eigenschaften wie zum Beispiel die Brechung des Lichtes unter Verwendung der Graphikhardware. Das Buch wird an dieser Stelle nicht durch unnötigen Abdruck des Quelltextes aufgebläht, der auf der beiliegenden CD enthalten ist, sondern erläutert viel mehr die Grundideen und die mathematische Modellierung. Die restlichen Kapitel befassen sich zum grössten teil mit klassischen Problemen der Informatik und dürften dem Leser an einigen Stellen nicht unbekannt vorkommen. Dabei werden verschiedene Ansätze erläutert und Vor- und Nachteile analysiert. An einigen Stellen wird das beschriebene Problem anhand von Pseudo-Code gelöst um auf typische Programmierproblemen aufmerksam zu machen. Wie üblich sind in der Mitte des Buches wieder einige Farbbilder eingefasst, die die vorgestellten Methoden aufzeigen. Der Autor versieht die zu erklärende Sachthematik an fasst jeder Stelle mit übersichtlichen Skizzen, die sehr gelungen und sehr zum Verständnis beitragen. Der Leser dieser Rezension wird bemerkt haben, dass das Wort “mathematisch” oft verwendet wird. Genau dies spiegelt aber auch das Buch wieder: Es ist sehr mathematiklastig und ist definitiv nicht als Bettlektüre geeignet (es sei denn, man leidet unter chronischen Einschlafproblemen). Es ist durchweg sehr interessant geschrieben aber kann die Thematik selbstverständlich nicht komplett abdecken. Allerdings soll hier nicht verschwiegen werden, dass der Leser unweigerlich feststellen wird, dass dieses Buch von einem Mathematiker geschrieben ist. Wer sich mit Physik-Simulation beschäftigen muss oder will, kann diese Buch wärmstens empfohlen werden, solange ein Interesse an den Grundlagen vorhanden ist. Das Buch ist nicht einfach zu lesen und setzt eine Menge Mathematik voraus, die weit über die klassische Schulbildung hinausreicht. Auf den gut 730 Seiten Text sind viele interessante Ansätze zu Lösungen der Probleme beschrieben und erläutert. Wer dieses Buch ließt und verstehen möchte sollte jedoch eine Menge Zeit mitbringen und eine brauchbare Mathematik Referenz daneben liegen haben. Für den erfahrenden Leser eignet sich das Buch hervorragend als Referenz um sein Wissen an einigen Stellen aufzufrischen oder zu vertiefen.

Der Autor verspricht mit diesem Buch eine Einführung in die Programmierung von Physik Engines. Vor alledem erläutert er die mathematischen Grundlagen, die das zu programmierenden System voraussetzt.

weitere Rezensionen von Christian Nowke

#
rezensiert seit
Buchtitel
2
06.01.2006

In den ersten Kapiteln werden grundlegende Gesetze der Physik erläutert und mathematisch beschrieben. Das Buch bietet weiterhin Übungen um den Leser tiefer mit der Thematik zu betrauen. Es führt, wie üblich aus der Reihe (“Series in interactive 3D Technology”) eine CD mit sich, auf der alle Beispiele, die im Buch beschrieben werden, im Quelltext vorliegen. Wie gewohnt beinhaltet die CD einen “Snapshot” der Wild Magic 3D Engine und deren Dokumentation.

Das Buch ist sehr interessant und bietet eine Fülle an Ansätzen zur Vertiefung in die Problemstellung. Wer allerdings erwartet, eine Software-Bauanleitung für Physic-Engines zu erwerben, sollte von diesem Buch eher Abstand nehmen, denn er wird enttäuscht werden.

Es gliedert sich in zehn teilweise aufeinander aufbauenden Kapitel, die auf bestimmte Problemstellungen eingehen und sich mit deren Lösungsansätzen befassen. In Kapitel eins bis drei wird auf grundlegenden Konzepte und Gesetze der Physik eingegangen und tiefgreifend mathematisch klassifiziert und erläutert. Kapitel vier verspricht einen Einblick in die Simulation von deformierenden Körpern und deren Modellierung. Hier wird auch auf Oberflächen-Rekonstruktion anhand von Volumen-Daten (zum Beispiel Marching-Cubes Algorithmus) eingegangen.

Kapitel fünf beginnt mit einer Pseudo-Implementierung der bereits erläuterten Modelle und widmet sich dann mit einem kurzem Überblick der Kollisionserkennung von Körpern.

Kapitel sechs geht auf die Visualisierung physikalischer Phänomene mit Hilfe von Vertex- und Pixelshadern ein. Dabei wirft der Autor einen Blick auf die Realisierung von Deformationen und andere Eigenschaften wie zum Beispiel die Brechung des Lichtes unter Verwendung der Graphikhardware. Das Buch wird an dieser Stelle nicht durch unnötigen Abdruck des Quelltextes aufgebläht, der auf der beiliegenden CD enthalten ist, sondern erläutert viel mehr die Grundideen und die mathematische Modellierung.

Die restlichen Kapitel befassen sich zum grössten teil mit klassischen Problemen der Informatik und dürften dem Leser an einigen Stellen nicht unbekannt vorkommen. Dabei werden verschiedene Ansätze erläutert und Vor- und Nachteile analysiert. An einigen Stellen wird das beschriebene Problem anhand von Pseudo-Code gelöst um auf typische Programmierproblemen aufmerksam zu machen. Wie üblich sind in der Mitte des Buches wieder einige Farbbilder eingefasst, die die vorgestellten Methoden aufzeigen.

Der Autor versieht die zu erklärende Sachthematik an fasst jeder Stelle mit übersichtlichen Skizzen, die sehr gelungen und sehr zum Verständnis beitragen.

Der Leser dieser Rezension wird bemerkt haben, dass das Wort “mathematisch” oft verwendet wird. Genau dies spiegelt aber auch das Buch wieder: Es ist sehr mathematiklastig und ist definitiv nicht als Bettlektüre geeignet (es sei denn, man leidet unter chronischen Einschlafproblemen). Es ist durchweg sehr interessant geschrieben aber kann die Thematik selbstverständlich nicht komplett abdecken. Allerdings soll hier nicht verschwiegen werden, dass der Leser unweigerlich feststellen wird, dass dieses Buch von einem Mathematiker geschrieben ist. Wer sich mit Physik-Simulation beschäftigen muss oder will, kann diese Buch wärmstens empfohlen werden, solange ein Interesse an den Grundlagen vorhanden ist. Das Buch ist nicht einfach zu lesen und setzt eine Menge Mathematik voraus, die weit über die klassische Schulbildung hinausreicht. Auf den gut 730 Seiten Text sind viele interessante Ansätze zu Lösungen der Probleme beschrieben und erläutert. Wer dieses Buch ließt und verstehen möchte sollte jedoch eine Menge Zeit mitbringen und eine brauchbare Mathematik Referenz daneben liegen haben. Für den erfahrenden Leser eignet sich das Buch hervorragend als Referenz um sein Wissen an einigen Stellen aufzufrischen oder zu vertiefen.

geschrieben am 06.01.2006 | 559 Wörter | 3465 Zeichen

Kommentare lesen Kommentar schreiben

Kommentare zur Rezension (0)

Platz für Anregungen und Ergänzungen