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Flavia de Luce, Bd. 6: Tote Vögel fliegen nicht


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Rezension von

Anna Kneisel

Tote Vögel fliegen nicht Im Frühjahr 1951 ist es endlich so weit: Die Überreste von Flavias seit 10 Jahren in Nepal vermisster Mutter sollen nach Hause überführt und zur letzten Ruhe gebettet werden. Die bald zwölfjährige Flavia ist mit der Situation völlig überfordert, hat sie ihre Mutter doch nie wirklich kennen lernen dürfen. Was soll sie nun fühlen? Trauer, Wut, Gleichgültigkeit? Die Familie findet sich mit dem ganzen Dorf am Bahnhof ein, eine Ehrengarde begleitet den Sarg und selbst Winston Churchill macht seine Aufwartung – nicht, ohne Flavia eine merkwürdige Frage über Fasanensandwiches zu stellen. Dann taucht noch ein fremder Mann auf, der einen viel zu langen und warmen Mantel trägt und Flavia bittet, ihrem Vater eine Botschaft als Warnung auszurichten. Kurz darauf ist der Fremde tot, vom Zug überrollt. Ein Unfall? Mord? Flavia muss zunächst einmal ihr Gefühlschaos ordnen und der Tote rückt in den Hintergrund. Die Familie ist nach wie vor pleite, das Haus steht zum Verkauf und dann taucht auch noch Lena, eine Cousine Harrietts, mit ihrer nervigen Tochter Undine auf. So viel zum Inhalt, aber wie ist der Roman zu beurteilen? Es hakt an manchen Stellen ein wenig, zwar sind Flavias Charme und Witz auch in Band sechs noch vorhanden, jedoch ist der nun bestätigte Tod ihrer Mutter das alles bestimmende Thema, die Leichtigkeit ist dahin. Das hindert die junge Hobbydetektivin jedoch nicht daran, eigene Ermittlungen anstellen zu wollen – nicht zuletzt, um in die Vergangenheit ihrer Familie und das Leben ihrer Mutter Einblick zu erhalten. Dabei bedient sie sich wie gewohnt ausführlich ihrer Chemie-Kenntnisse, selbst wenn nicht alles davon den gewünschten Effekt hat. Ein Experiment wird sogar zur fixen Idee, die sie dann jedoch irritierenderweise sang- und klanglos ohne weitere Bedenken fallen lässt, als sich Hindernisse auftun. Das ist eher untypisch für die Flavia, die man aus den vorherigen Bänden kennt. Tante Felicity gewinnt an Bedeutung, dafür tauchen die Schwestern Daffy und Feely eher am Rand auf, was aber nicht weiter schlimm ist, ebenso wie die neuen Charaktere zwar wenig Tiefe erhalten, dafür aber den Plot vorantreiben. Insgesamt ein Roman, der lose Enden verknüpft, offene Fragen beantwortet und somit auf jeden Fall als Bestandteil der Reihe um Flavia de Luce seine Daseinsberechtigung hat. Er liest sich flüssig und hat auch Unterhaltungswert, ist aber wohl eher als Übergangsband zu betrachten, um der Reihe eine neue Ausrichtung zu ermöglichen.

Im Frühjahr 1951 ist es endlich so weit: Die Überreste von Flavias seit 10 Jahren in Nepal vermisster Mutter sollen nach Hause überführt und zur letzten Ruhe gebettet werden. Die bald zwölfjährige Flavia ist mit der Situation völlig überfordert, hat sie ihre Mutter doch nie wirklich kennen lernen dürfen. Was soll sie nun fühlen? Trauer, Wut, Gleichgültigkeit? Die Familie findet sich mit dem ganzen Dorf am Bahnhof ein, eine Ehrengarde begleitet den Sarg und selbst Winston Churchill macht seine Aufwartung – nicht, ohne Flavia eine merkwürdige Frage über Fasanensandwiches zu stellen. Dann taucht noch ein fremder Mann auf, der einen viel zu langen und warmen Mantel trägt und Flavia bittet, ihrem Vater eine Botschaft als Warnung auszurichten. Kurz darauf ist der Fremde tot, vom Zug überrollt. Ein Unfall? Mord? Flavia muss zunächst einmal ihr Gefühlschaos ordnen und der Tote rückt in den Hintergrund. Die Familie ist nach wie vor pleite, das Haus steht zum Verkauf und dann taucht auch noch Lena, eine Cousine Harrietts, mit ihrer nervigen Tochter Undine auf.

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Insgesamt ein Roman, der lose Enden verknüpft, offene Fragen beantwortet und somit auf jeden Fall als Bestandteil der Reihe um Flavia de Luce seine Daseinsberechtigung hat. Er liest sich flüssig und hat auch Unterhaltungswert, ist aber wohl eher als Übergangsband zu betrachten, um der Reihe eine neue Ausrichtung zu ermöglichen.

geschrieben am 01.05.2015 | 388 Wörter | 2083 Zeichen

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