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Die Toten von Inverness


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Rezension von

Anna Kneisel

Die Toten von Inverness In den schottischen Highlands wird der 16jährige Robert ermordet aufgefunden, von seinem Mörder in Szene gesetzt, mit einem schwarzen Stein im Hals. DI Monica Kennedy ist für diesen Fall zuständig und je länger sie sich damit befasst, desto klarer wird ihr, dass es nicht bei diesem einen Toten bleiben wird. Jemand beobachtet und wartet im Verborgenen. Im Lauf ihrer Ermittlungen begegnet Monica dem Sozialarbeiter Michael Bach. Er macht sich Vorwürfe, weil er den Kontakt zu einem seiner Klienten, Nichol, verloren hat und befürchtet, dass auch dieser Junge ein Opfer geworden sein könnte. Für die hünenhafte Polizistin und den psychisch angeschlagenen Sozialarbeiter wird es nicht nur eine Reise quer durch die Highlands sondern auch in die eigene Vergangenheit, denn sie haben beide Erlebnisse aufzuarbeiten, die sie geprägt und traumatisiert haben. Das ist auch ein Grund für ihre Verschlossenheit, denn ihnen fällt es schwer, mit anderen zusammen zu arbeiten. Michael hat depressive Phasen und konsumiert zu viel Alkohol und Zigaretten, während Monica sich komplett der Arbeit verschreibt, dabei aber ihrer kleinen Tochter Lucy gegenüber immer ein schlechtes Gewissen hat, weil sie für die Kleine nicht genug Zeit hat und sie zu häufig ihrer Mutter anvertraut. Dieses unlikely couple sucht fieberhaft nach dem Verantwortlichen in einer Reihe von Morden, zu denen sich ihrer Meinung nach immer mehr aus der Vergangenheit dazugesellen. Bei den Ermittlungen wird immer mal wieder die eine oder andere Regel gebrochen, um den Opfern Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. So überlässt die Polizistin Michael den Laptop des vermissten Nichol, wobei nie ganz klar wird, was sie dazu veranlasst hat. Die Erzählperspektive wechselt zwischen Michael, Monica und dem Täter, sodass man als Leser auch einige kleine Einblicke in die Gedankenwelt des „Beobachters“ erhält, seine mystisch aufgeladenen Beweggründe und möglichen Pläne. An sich trägt dieser Wechsel zur Spannung bei, gleichzeitig werden gewisse Aspekte im Leben der drei Protagonisten ein wenig zu oft wiederholt, sodass die Handlung ein ums andere Mal ausgebremst wird und die Spannung darunter leidet. Der Autor hat sich bemüht, ein facettenreiches Innenleben seiner Charaktere zu zeigen, hätte dabei aber einige Stellen kürzen können, was seinem Krimi-Debüt gut getan hätte. Vom Plot her ist die Geschichte jedoch durchdacht und originell. Wenn man sich durch den mittleren Teil des 542 Seiten starken Romans durchgearbeitet hat, wird man mit einem temporeichen, aktionsgeladenen Ende mit zum Teil unerwarteten Wendungen belohnt. Für einen Debütroman lesenswert, wenn man von einigen Längen im Mittelteil absieht.

In den schottischen Highlands wird der 16jährige Robert ermordet aufgefunden, von seinem Mörder in Szene gesetzt, mit einem schwarzen Stein im Hals.

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rezensiert seit
Buchtitel
1
01.07.2020
3
11.04.2020
5
11.04.2020

DI Monica Kennedy ist für diesen Fall zuständig und je länger sie sich damit befasst, desto klarer wird ihr, dass es nicht bei diesem einen Toten bleiben wird. Jemand beobachtet und wartet im Verborgenen. Im Lauf ihrer Ermittlungen begegnet Monica dem Sozialarbeiter Michael Bach. Er macht sich Vorwürfe, weil er den Kontakt zu einem seiner Klienten, Nichol, verloren hat und befürchtet, dass auch dieser Junge ein Opfer geworden sein könnte.

Für die hünenhafte Polizistin und den psychisch angeschlagenen Sozialarbeiter wird es nicht nur eine Reise quer durch die Highlands sondern auch in die eigene Vergangenheit, denn sie haben beide Erlebnisse aufzuarbeiten, die sie geprägt und traumatisiert haben. Das ist auch ein Grund für ihre Verschlossenheit, denn ihnen fällt es schwer, mit anderen zusammen zu arbeiten. Michael hat depressive Phasen und konsumiert zu viel Alkohol und Zigaretten, während Monica sich komplett der Arbeit verschreibt, dabei aber ihrer kleinen Tochter Lucy gegenüber immer ein schlechtes Gewissen hat, weil sie für die Kleine nicht genug Zeit hat und sie zu häufig ihrer Mutter anvertraut.

Dieses unlikely couple sucht fieberhaft nach dem Verantwortlichen in einer Reihe von Morden, zu denen sich ihrer Meinung nach immer mehr aus der Vergangenheit dazugesellen. Bei den Ermittlungen wird immer mal wieder die eine oder andere Regel gebrochen, um den Opfern Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. So überlässt die Polizistin Michael den Laptop des vermissten Nichol, wobei nie ganz klar wird, was sie dazu veranlasst hat.

Die Erzählperspektive wechselt zwischen Michael, Monica und dem Täter, sodass man als Leser auch einige kleine Einblicke in die Gedankenwelt des „Beobachters“ erhält, seine mystisch aufgeladenen Beweggründe und möglichen Pläne. An sich trägt dieser Wechsel zur Spannung bei, gleichzeitig werden gewisse Aspekte im Leben der drei Protagonisten ein wenig zu oft wiederholt, sodass die Handlung ein ums andere Mal ausgebremst wird und die Spannung darunter leidet. Der Autor hat sich bemüht, ein facettenreiches Innenleben seiner Charaktere zu zeigen, hätte dabei aber einige Stellen kürzen können, was seinem Krimi-Debüt gut getan hätte.

Vom Plot her ist die Geschichte jedoch durchdacht und originell. Wenn man sich durch den mittleren Teil des 542 Seiten starken Romans durchgearbeitet hat, wird man mit einem temporeichen, aktionsgeladenen Ende mit zum Teil unerwarteten Wendungen belohnt.

Für einen Debütroman lesenswert, wenn man von einigen Längen im Mittelteil absieht.

geschrieben am 01.07.2020 | 398 Wörter | 2274 Zeichen

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