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Metro 2033


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Rezension von

Letterschming

Metro 2033 Dmitry Glukhovsky wurde 1979 in Moskau geboren. „Metro 2033“ ist sein erster Roman, der auf Anhieb zum Bestseller wurde. Die Fortsetzung „Metro 2034“ ist ab dem 1. November 2009 auch in deutscher Sprache erhältlich. Es ist das Jahr 2033 in Moskau. Ein verheerender Atomkrieg hat beinahe die ganze Welt zerstört. Die immense Strahlung macht ein Leben auf der Erdoberfläche für Menschen unmöglich, weshalb sich die letzten Überlebenden in das gigantische, unterirdische Netz der Moskauer Metro zurückgezogen haben. In Zelten und ehemaligen Zugwaggons leben sie auf den einzelnen Stationen. Sie ernähren sich von Pilzen, Ratten und den wenigen Tieren, die sie ebenfalls retten konnten und nun unter der Erde halten. Es gibt so gut wie keine Elektrizität. Gerade für ein paar Lampen pro Station reicht der Strom noch. Funkkontakt ist nur noch in geringem Maße möglich. Niemand weiß, ob sich auch in anderen großen Städten der Welt noch Menschen retten konnten. Doch auch andere Wesen haben die Katastrophe überlebt. Jahrelang der Strahlung ausgesetzt, haben sich gewöhnliche Hunde oder Katzen zu monströsen Bestien verwandelt, die nun auf der Erde wandeln – und sie drohen die geschützte Welt der Metro zu überfallen. In diesen Zeiten wird der junge Artjom auf eine lange Reise durch das Metro-Netz geschickt, um eine rätselhafte Botschaft zu überbringen. Auf seinem Weg wird er immer tiefer in die gefährliche Bedrohung verstrickt, bis es schließlich an ihm und wenigen Anderen liegt, das Unheil abzuwenden und die gesamte Bevölkerung der Metro zu retten. Die Geschichte an sich ist schon eine sehr vielversprechende Idee. Tatsächlich gelingt es Glukhovsky, eine herrlich düstere Atmosphäre aufzubauen, die den Leser sofort in den Bann zieht. Das unheimliche Leben auf den Metro-Stationen mit nur wenigen Lampen, magerem Essen und einer bescheidenen Unterkunft wird noch übertroffen von den finsteren und furchteinflößenden Tunneln, in die sich niemand unbewaffnet hineinwagen würde. Durch die richtige Wortwahl erzielt Glukhovsky oftmals ein angenehmes Schaudern beim Leser, dass es ihm ermöglicht, sich gut in die einzelnen Charaktere, besonders die Hauptfigur Artjom, hineinzuversetzen. Die Handlung ist sehr detailreich und nimmt zahlreiche Wendungen ein. Allerdings tauchen immer wieder Passagen auf, die die Geschichte wohl ausschmücken sollen, sie aber eher strecken. Beschreibungen der ungewohnten und fremdartigen Lebensweise der Metro-Bewohner sind zwar beim ersten Mal noch sehr interessant, aber nicht mehr, wenn sie zum vierten oder fünften Mal geschildert werden. Meiner Meinung nach hätte es dem Buch gut getan, wenn es auf drei Viertel der Länge gekürzt worden wäre. Auch der Anfang ist ein bisschen merkwürdig. Artjom wandert los, um seinen Auftrag zu erfüllen und begegnet dabei den unterschiedlichsten Personen, die ihm weiterhelfen. Er scheint gar nicht mehr selbst die Handlung zu bestimmen, sondern wird praktisch nur noch von einem fleißigen Helferlein zum Nächsten geschubst. Mit der Zeit verändert sich dieser Aufbau jedoch und zum Ende hin werden auch ausreichende Erklärungen für alle Geschehnisse geliefert, sodass die am Anfang scheinbar fehlende Logik sich schlussendlich doch noch zeigt. Überhaupt ist das Ende sehr gut gelungen. Mitunter kann man zwar während der letzten zwei- bis dreihundert Seiten die grobe Richtung voraussehen, in die sich die Geschichte entwickeln wird, aber der genaue Abschluss ist dennoch überraschend. Wer allerdings ein Happy End als „Muss“ voraussetzt, ist hier an der falschen Adresse, denn glücklich ist das Ende nicht im Geringsten. Dennoch verfolgt diese Auflösung interessante philosophische Gedanken und ist keineswegs unrealistisch. Es zeigt die menschlichen Abgründe nur zu deutlich und wer sich dem nicht stellen möchte, dem wird das Ende sicherlich nicht gefallen. Die Sprache schließlich ist im ersten Moment etwas gewöhnungsbedürftig. Teilweise recht poetische Sätze und zahlreiche komplexe Gedankenansätze sorgen dafür, dass sich dieses Buch nicht einfach so „runterliest“. Nach einiger Zeit gewöhnt sich der Leser jedoch an die etwas ungewohnte Gesprache und es ist durchaus eine erfrischende Abwechslung zu anderen, oftmals allzu umgangssprachlich geschriebenen Romanen. Fazit: Insgesamt ein herrlich düsterer Roman mit einer faszinierenden Geschichte, die viele interessante, philosophische Aspekte beinhaltet. Aufgrund der etwas gestreckten Handlung leidet die Geschichte ein wenig, aber ansonsten spannend und auf jeden Fall lesenswert.

Dmitry Glukhovsky wurde 1979 in Moskau geboren. „Metro 2033“ ist sein erster Roman, der auf Anhieb zum Bestseller wurde. Die Fortsetzung „Metro 2034“ ist ab dem 1. November 2009 auch in deutscher Sprache erhältlich.

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Buchtitel
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Es ist das Jahr 2033 in Moskau. Ein verheerender Atomkrieg hat beinahe die ganze Welt zerstört. Die immense Strahlung macht ein Leben auf der Erdoberfläche für Menschen unmöglich, weshalb sich die letzten Überlebenden in das gigantische, unterirdische Netz der Moskauer Metro zurückgezogen haben.

In Zelten und ehemaligen Zugwaggons leben sie auf den einzelnen Stationen. Sie ernähren sich von Pilzen, Ratten und den wenigen Tieren, die sie ebenfalls retten konnten und nun unter der Erde halten. Es gibt so gut wie keine Elektrizität. Gerade für ein paar Lampen pro Station reicht der Strom noch. Funkkontakt ist nur noch in geringem Maße möglich. Niemand weiß, ob sich auch in anderen großen Städten der Welt noch Menschen retten konnten.

Doch auch andere Wesen haben die Katastrophe überlebt. Jahrelang der Strahlung ausgesetzt, haben sich gewöhnliche Hunde oder Katzen zu monströsen Bestien verwandelt, die nun auf der Erde wandeln – und sie drohen die geschützte Welt der Metro zu überfallen.

In diesen Zeiten wird der junge Artjom auf eine lange Reise durch das Metro-Netz geschickt, um eine rätselhafte Botschaft zu überbringen. Auf seinem Weg wird er immer tiefer in die gefährliche Bedrohung verstrickt, bis es schließlich an ihm und wenigen Anderen liegt, das Unheil abzuwenden und die gesamte Bevölkerung der Metro zu retten.

Die Geschichte an sich ist schon eine sehr vielversprechende Idee. Tatsächlich gelingt es Glukhovsky, eine herrlich düstere Atmosphäre aufzubauen, die den Leser sofort in den Bann zieht. Das unheimliche Leben auf den Metro-Stationen mit nur wenigen Lampen, magerem Essen und einer bescheidenen Unterkunft wird noch übertroffen von den finsteren und furchteinflößenden Tunneln, in die sich niemand unbewaffnet hineinwagen würde. Durch die richtige Wortwahl erzielt Glukhovsky oftmals ein angenehmes Schaudern beim Leser, dass es ihm ermöglicht, sich gut in die einzelnen Charaktere, besonders die Hauptfigur Artjom, hineinzuversetzen.

Die Handlung ist sehr detailreich und nimmt zahlreiche Wendungen ein. Allerdings tauchen immer wieder Passagen auf, die die Geschichte wohl ausschmücken sollen, sie aber eher strecken. Beschreibungen der ungewohnten und fremdartigen Lebensweise der Metro-Bewohner sind zwar beim ersten Mal noch sehr interessant, aber nicht mehr, wenn sie zum vierten oder fünften Mal geschildert werden. Meiner Meinung nach hätte es dem Buch gut getan, wenn es auf drei Viertel der Länge gekürzt worden wäre.

Auch der Anfang ist ein bisschen merkwürdig. Artjom wandert los, um seinen Auftrag zu erfüllen und begegnet dabei den unterschiedlichsten Personen, die ihm weiterhelfen. Er scheint gar nicht mehr selbst die Handlung zu bestimmen, sondern wird praktisch nur noch von einem fleißigen Helferlein zum Nächsten geschubst. Mit der Zeit verändert sich dieser Aufbau jedoch und zum Ende hin werden auch ausreichende Erklärungen für alle Geschehnisse geliefert, sodass die am Anfang scheinbar fehlende Logik sich schlussendlich doch noch zeigt.

Überhaupt ist das Ende sehr gut gelungen. Mitunter kann man zwar während der letzten zwei- bis dreihundert Seiten die grobe Richtung voraussehen, in die sich die Geschichte entwickeln wird, aber der genaue Abschluss ist dennoch überraschend. Wer allerdings ein Happy End als „Muss“ voraussetzt, ist hier an der falschen Adresse, denn glücklich ist das Ende nicht im Geringsten. Dennoch verfolgt diese Auflösung interessante philosophische Gedanken und ist keineswegs unrealistisch. Es zeigt die menschlichen Abgründe nur zu deutlich und wer sich dem nicht stellen möchte, dem wird das Ende sicherlich nicht gefallen.

Die Sprache schließlich ist im ersten Moment etwas gewöhnungsbedürftig. Teilweise recht poetische Sätze und zahlreiche komplexe Gedankenansätze sorgen dafür, dass sich dieses Buch nicht einfach so „runterliest“. Nach einiger Zeit gewöhnt sich der Leser jedoch an die etwas ungewohnte Gesprache und es ist durchaus eine erfrischende Abwechslung zu anderen, oftmals allzu umgangssprachlich geschriebenen Romanen.

Fazit: Insgesamt ein herrlich düsterer Roman mit einer faszinierenden Geschichte, die viele interessante, philosophische Aspekte beinhaltet. Aufgrund der etwas gestreckten Handlung leidet die Geschichte ein wenig, aber ansonsten spannend und auf jeden Fall lesenswert.

geschrieben am 31.08.2009 | 658 Wörter | 3934 Zeichen

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