
| ISBN | 3736301863 | |
| Autor | Gesa Schwartz | |
| Verlag | Egmont Lyx | |
| Sprache | deutsch | |
| Seiten | 736 | |
| Erscheinungsjahr | 2016 | |
| Extras | - |

Inhalt:

Die Geschichte spielt in unserer Welt nach einem Krieg, den der grausame König Arkaron und seine Drachenreiter gewonnen haben. Die Menschen leben unter der Erde versteckt und nur wenige Diebe trauen sich an die Oberfläche, um Dinge zu sammeln, die man in der Unterwelt eintauschen kann. Eine davon ist Sira, die allein mit ihrem Bruder Andor in einer großen Enklave der Menschen unter dem zerstörten New York lebt. Nachdem ihre Eltern und ihr Onkel durch die Drachen starben, sorgt Sira für ihren kleinen Bruder.
Doch dann kommt es zu einem Angriff der königstreuen Drachen und ihren Reitern unter ihrem Anführer und obersten Krieger Nhor`garoth und seinem Frostdrachen Aryon. Den Menschen kommen die geheimnisvollen Krieger der Schatten unter ihrem Anführer, dem Sturmreiter Norik und seinem Drachen Rhorka zu Hilfe, aber trotzdem müssen viele sterben. Sira geht mit Norik, dem Anführer der Schattenreiter und sie schwört Nhor’garoth bittere Rache. Sie will eine Schattenkriegerin werden.
Eine spannende Verfolgungsjagd nimmt ihren Anfang.
Meine Meinung:
Der Hardcover-Einband ist ansprechend, die farbigen Illustrationen im Buchdeckel sind eindrucksvoll und passen zum Inhalt. Ein Lesebändchen zeugt von der Qualität des Buches.
Das Thema der Geschichte, eine Welt nach der Apokalypse, in der es Magie, Menschen und Drachen gibt, finde ich interessant. Der Einstieg ist gelungen. Man ist sofort mitten im Geschehen. Die Handlung bleibt spannend.
Die Figuren sind liebevoll und detailliert beschrieben. Sira gefällt mir als Hauptperson gut. Die mutige junge Frau weiß genau, was sie will und lässt sich von den Männern nicht einschüchtern. Auch die Drachen und ihre Unterarten sind einfallsreich und faszinierend.
Nur die Sprache, den Erzählstil, finde ich oft schrecklich. Eine blumige Sprache findet sich ja in manchen Fantasy-Geschichten, doch diese hier ist mir zu ausschweifend, ausschmückend, bildhaft und verziert geschrieben. Die manchmal ungewöhnliche Wortwahl irritiert mich auch wie z.B. „Die Flammen des Himmels waren schwarz wie ein Meer aus Seide.“ Oder: „doch Sira spürte, wie der Schwur in ihrem Blick sich mit eisiger Kälte über ihr Gesicht zog.“ „Er hatte leise gesprochen, und doch schien es Sira, als würde seine Stimme sich an den Rändern ihres Bewusstseins zusammenziehen wie ein Sandsturm, der nur darauf wartete sie zu verschlingen.“ „Schnee wirbelte durch die Luft wie die Asche all jener, die in dieser Kälte verbrannt waren.“ Man könnte noch viele Beispiele dafür finden.
Fazit:
Die Grim-Reihe von Gesa Schwartz gefiel mir sehr gut; sie war interessant und lesenswert. Die Geschichte „Ära der Drachen“ hätte auch Potential, aber der Schreibstil war nichts für mich und hat mir die Freude am Lesen genommen. Ich werde eine Fortsetzung nicht lesen, obwohl mich interessieren würde, wie es mit Sira weitergeht.
Insgesamt ein spannendes Fantasy Abenteuer, eine tolle Geschichte, coole Bilder, lebendige Charaktere, jedoch verleidet der Schreibstil dies alles für mich. Doch die Geschmäcker sind unterschiedlich; andere nennen es einen anspruchsvollen, bildgewaltigen, auf hohem Niveau angesiedelten Stil.
geschrieben am 03.07.2016 | 468 Wörter | 2726 Zeichen
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