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Die Landkarte der Zeit


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Rezension von

Bibi Blocksberg

Die Landkarte der Zeit Félix J. Palma hat mit seinem Erstling ein absolutes Meisterwerk der Belletristik geschaffen. Zwischen historischem und Science-Fiction-Roman gelegen bietet „Die Landkarte der Zeit“ alles, was einen Pageturner ausmacht. Der Roman ist in drei Teile untergliedert, die man als eigenständige Romane sehen kann. Lediglich die Tatsache, dass sie sich alle auf Fakten, die bereits in der vorhergehenden Erzählung genannt sind, beziehen, bringt diese drei Teile zu einem einzigen Roman zusammen. Schon auf den ersten Seiten kann man sich ein Schmunzeln, oder gar Lachen nicht verkneifen. Der leichte Schreibstiel Palmas nimmt selbst dem geplanten Selbstmord, der auf den ersten Seiten beschrieben wird, alle Ernsthaftigkeit. Nach und nach erfährt der Leser, warum der vorgestellte Protagonist Andrew Harrington „gern mehrere Tode gestorben wäre“, wie im ersten Satz zu lesen ist. Die Vorgeschichte, die auf wahre Begebenheiten in London im Jahr 1888 beruht, als Jack the Ripper mehrere Prostituierte ermorderte, ist der Auslöser für Andrews Absichten. Und vielleicht wäre diese Geschichte schon nach den ersten Seiten beendet, hätte nicht sein Cousin Charles von der Zeitmaschine gehört, die es Andrew ermöglicht, den Tod seiner Geliebten – dem letzten Opfer des Rippers – zu verhindern. Auch der zweite Teil hat die Zeitmaschine im Mittelpunkt. Hier möchte eine junge Frau dem Alltagstrott des 19. Jahrhunderts entkommen und beschließt im Jahr 2000 zu bleiben, da sie sich unsterblich in den Hauptmann verliebt hat, der in diesem Jahr die Menscheit vor den Maschinenmenschen rettet. Der Protagonist des dritten Teils ist bereits aus den ersten beiden bekannt: Der Autor des Buches „Die Zeitmaschine“ George Wells begibt sich nun ebenfalls auf eine Reise durch die Zeit, und versucht so den Diebstahl seines neuesten Manuskripts zu verhindern. Dieser Roman wartet nicht nur mit einem ungewöhnlichen Plot auf, sondern mit noch ungewöhnlicheren Enden der einzelnen Teile. Der Leser wird oftmals an der Nase herumgeführt und muss zum Schluss erkennen, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. Der locker leichte Schreibstil Palmas und der spannende Handlungsstrang, der die drei Teile miteinander verwebt machen diesen Roman zu einem echten Genuss.

Félix J. Palma hat mit seinem Erstling ein absolutes Meisterwerk der Belletristik geschaffen. Zwischen historischem und Science-Fiction-Roman gelegen bietet „Die Landkarte der Zeit“ alles, was einen Pageturner ausmacht.

weitere Rezensionen von Bibi Blocksberg

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rezensiert seit
Buchtitel
4
12.09.2015

Der Roman ist in drei Teile untergliedert, die man als eigenständige Romane sehen kann. Lediglich die Tatsache, dass sie sich alle auf Fakten, die bereits in der vorhergehenden Erzählung genannt sind, beziehen, bringt diese drei Teile zu einem einzigen Roman zusammen.

Schon auf den ersten Seiten kann man sich ein Schmunzeln, oder gar Lachen nicht verkneifen. Der leichte Schreibstiel Palmas nimmt selbst dem geplanten Selbstmord, der auf den ersten Seiten beschrieben wird, alle Ernsthaftigkeit. Nach und nach erfährt der Leser, warum der vorgestellte Protagonist Andrew Harrington „gern mehrere Tode gestorben wäre“, wie im ersten Satz zu lesen ist. Die Vorgeschichte, die auf wahre Begebenheiten in London im Jahr 1888 beruht, als Jack the Ripper mehrere Prostituierte ermorderte, ist der Auslöser für Andrews Absichten. Und vielleicht wäre diese Geschichte schon nach den ersten Seiten beendet, hätte nicht sein Cousin Charles von der Zeitmaschine gehört, die es Andrew ermöglicht, den Tod seiner Geliebten – dem letzten Opfer des Rippers – zu verhindern.

Auch der zweite Teil hat die Zeitmaschine im Mittelpunkt. Hier möchte eine junge Frau dem Alltagstrott des 19. Jahrhunderts entkommen und beschließt im Jahr 2000 zu bleiben, da sie sich unsterblich in den Hauptmann verliebt hat, der in diesem Jahr die Menscheit vor den Maschinenmenschen rettet.

Der Protagonist des dritten Teils ist bereits aus den ersten beiden bekannt: Der Autor des Buches „Die Zeitmaschine“ George Wells begibt sich nun ebenfalls auf eine Reise durch die Zeit, und versucht so den Diebstahl seines neuesten Manuskripts zu verhindern.

Dieser Roman wartet nicht nur mit einem ungewöhnlichen Plot auf, sondern mit noch ungewöhnlicheren Enden der einzelnen Teile. Der Leser wird oftmals an der Nase herumgeführt und muss zum Schluss erkennen, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. Der locker leichte Schreibstil Palmas und der spannende Handlungsstrang, der die drei Teile miteinander verwebt machen diesen Roman zu einem echten Genuss.

geschrieben am 04.07.2011 | 334 Wörter | 1903 Zeichen

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