
| ISBN | 3802582349 | |
| Autor | Lori Handeland | |
| Verlag | Egmont Lyx | |
| Sprache | deutsch | |
| Seiten | 331 | |
| Erscheinungsjahr | 2009 | |
| Extras | - |

Der ewige Kampf zwischen Gut und Böse geht in die entscheidende Runde: Auf der einen Seite sind da die Nephilim, die Dämonen – Kinder der Menschen und der gefallenen Engel – und auf den anderen ist Elisabeth Phoenix, ehemalige Polizisten mit übersinnlichen Begabungen.

Doch im Gegensatz zu den Nephilim hatte Liz nicht mehrere Jahrhunderte Zeit sich vor zubereiten, eigentlich hatte sie nicht mal einen Tag, denn als ihre Pflegemutter stirbt ĂĽberschlagen sich die Ereignisse.
Soweit der grobe Inhalt der Geschichte. Natürlich ist Liz nicht allein, doch ihre Mitstreiter riechen irgendwie auch nach Ärger. In erster Reihe stehen da ihr Ex-Geliebter, der eine Vorliebe für spitze Gegenstände hat und ein Halbvampir ist und natürlich der seltsame, rätselhafte und uralte Magier/ Fellläufer, der ihr auf seine ganz eigene Weise beibringt ihre Fähigkeiten zu nutzen.
Mit Liebe, Eifersucht, Gefahr, Magie, Sex, Prophezeiungen vom Weltuntergang, Dämonen und einigermaßen viel Blut hat das Buch eigentlich alles was es braucht. Als Grundlage nimmt die Autorin die Geschichten um den Fall der Engel. Ihr sprachliche Ausdruck ist einfach und direkt, manchmal sogar etwas zu einfach.
Der Einstieg in die Geschichte wirkt etwas zäh und es dauert trotz der sehr schnell drohenden Gefahr doch etwas bis die Geschichte an Tempo gewinnt. Denn zunächst einmal muss die Ex-Polizistin erst einmal alles beigebracht bekommen – verwendet wird dazu die Scheibchen-Taktik. Durch die Sichtweise der Geschichte kann auch der Leser so Schritt für Schritt mehr über die übernatürliche Welt lernen – aber eben auch nur genauso schnell wie die Hauptcharakterin. Diese ist in ihrer Art für mich leider nicht sonderlich sympathisch. In ihr sowohl das mächtig Medium und eine normal Frau zu vereinen ist nicht so gut gelungen. Daher schwankt sie ständig zischen Ich-kann-alles und Ich-kann-gar-nicht- und natürlich Ich-kann-gar-nichts-ohne-Sex.
Womit wir auch schon beim nächsten Punkt wären: Die Frage der viel angepriesenen erotischen Spannung. Tatsächlich überschlagen sich in Punkto Sex & und Erotik am Ende des Buches die Ereignisse. Dagegen ist ja auch grundsätzlich nicht einzuwenden: Nur ist diese Sex-um-die-Welt-zu-retten-Logik für mich nicht sonderlich geschickt, auch wenn sie mir inzwischen in immer mehr Büchern auffällt. Es wirkt fast als ob damit verteidigt werden muss, dass es überhaupt Sexszenen in einem Roman gibt.
Das Buch kann mich leider nicht ganz überzeugen, der Story und auch vielen der Charakter fehlt es ein bisschen an Tiefe und Spannung von Anfang an. Wer jedoch von Sex-um-die-Welt-zu-retten träumt, findet vielleicht ein paar nützliche Szenarien-Vorschläge ; )
geschrieben am 18.09.2012 | 397 Wörter | 2308 Zeichen
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