
| ISBN | 380259102X | |
| Autor | Kresley Cole | |
| Verlag | Egmont Lyx | |
| Sprache | deutsch | |
| Seiten | 634 | |
| Erscheinungsjahr | 2013 | |
| Extras | - |

Lothaire ist der Erzfeind, das blutdürstige Oberhaupt der Vampire königlicher Abstammung und einer von zwei Protagonisten des gleichnamigen Buches von Kresley Cole.

Das weibliche Pendant ist Sterblich, von einer nicht minder blutdurstigen Vampirgöttin besessen, hört auf den Namen Elizabeth Peirce und stellt zumindest körperlich die weibliche Braut des Vampirfürsten dar. Geistig ringen Elli und die Vampirgöttin um die hegemoniale Stellung im Leben des Bösewichts. Doch selbstverständlich ist dessen Vergangenheit bereits in frühester Kindheit von Greueltaten und verstoßender Familie geprägt, so dass seine eigene Brutalität und Gewaltsobsessionen zumindest vordergründig erklärbar sind. Um so erstaunlicher, dass es Elli relativ gelassen nimmt, als dieser gut aussehender Mann in ihr Leben tritt, auch wenn er zunächst die Nähe zu Ellis Schmarotzerin sucht. Scheint sich doch zunächst gleich und gleich gerne zu einander zu gesellen.
Aber auch Elli hat es faustdick hinter den Ohren, strotzt sich doch nicht nur von psychologischem Wissen, sondern auch von einer großen Klappe und so kommt es wohl, wie es kommen muss und der Vampir mit dem komischen Namen fühlt sich vor allem körperlich von der gewöhnlichen Sterblichen angezogen. Dass im Laufe der Zeit daneben auch noch eine geistige Reife einhergeht, ist bei der blutig umgewandelten Märchenprinz-Geschichte abzusehen. Da bleibt auch Sex nicht aus. So beinhaltet das Buch eine Fülle von Kapitel- und Seiten-füllenden und breit beschriebenen Sexszenen. Aber auch neben diesen Szenen beinhaltet das Buch eine Fülle einer gut angelegten, aber doch auch ziemlich blutigen phantastischen Welt, das durch einzelne wundervoll ausgestaltete wenige Figuren gefüllt wird. Diese kommen nur leider etwas zu kurz, denn die ganze Welt des Buches dreht sich vornehmlich um den Vampir und seine Zukünftige – und kaum haben sich dann zwei Seelen gefunden, ist die besitzergreifende herrische Art des Unsterblichen maßgeblich für die blutige Tränen und Trennungsschmerz, denn schließlich Wollen beide einander, aber können doch nicht über alte Gewohnheiten und „moderne“ Vorstellung einer gleichberechtigten Partnerschaft springen. Wobei gerade dieser letzte Herzschmerz-Teil vor allem durch die sonstigen neu eingeführten Charaktere besticht und die ansonsten bisweilen langatmige Handlung zu neuen Glanzlichtern an Humor und Wortwitz besticht, so dass jeder und jede gerne eine kampeslustige Wallküre an der eigenen Seite hätte.
Fazit: Für alle Fans von blutiger Romantasy und ausgiebig beschriebener Körperlichkeit bietet dieses Buch trotz aller Naivität von charakterlichen Handlungen ca. 630 Seiten Lesegenuss.
geschrieben am 09.11.2013 | 377 Wörter | 2326 Zeichen
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