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Die Ernte des Bösen


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Rezension von

Anna Kneisel

Die Ernte des Bösen Cormoran Strike hat es mit der tatkräftigen Unterstützung seiner Mitarbeiterin/Assistentin/Partnerin Robin Ellacott geschafft, sich ein leidlich laufendes Detektivbüro aufzubauen, das durch zwei spektakuläre Fälle einer breiteren Öffentlichkeit bekannt geworden ist. Nach der schmerzhaften Trennung von seiner langjährigen On-Off-Freundin Charlotte hat Cormoran auch endlich wieder eine körperlich mehr als zufriedenstellende Beziehung, Robin plant ihre Hochzeit mit Matthew … kurz gesagt scheint alles in verhältnismäßig geregelten Bahnen zu laufen. Wer die beiden vorherigen Romane um das Gespann Cormoran und Robin kennt, dürfte sich im Klaren darüber sein, dass es nicht lange so ruhig bleiben kann. Und richtig: Robin nimmt ein Paket in Empfang und bekommt einen gehörigen Schock, als sie statt der erwarteten Einweg-Kameras für ihre Hochzeit ein abgetrenntes Frauenbein vorfindet, nebst Textzeile von Blue Öyster Cult. Schnell fallen Cormoran Strike vier Menschen aus seiner Vergangenheit ein, die ihm so sehr Übles wollen, dass sie ihm solch eine makabre Sendung zustellen lassen könnten.- Jeder von ihnen wäre zu einem grausamen Mord fähig, jeder von ihnen hat mit Cormoran noch mindestens ein Hühnchen zu rupfen. Da wäre zum einen der Berufskriminelle Terence >Digger< Malley, der es Cormoran zu verdanken hat, im Knast gelandet zu sein – und nun seit Kurzem wieder auf freiem Fuß ist. Als nächstes fällt Strike noch sein Stiefvater Jeff Whittaker ein, dem seinerzeit vorgeworfen wurde, Cormorans Mutter Leda ermordet zu haben, was aber nie bewiesen werden konnte. Der ehemalige Soldat Noel Brockbank, dem Strike während seiner Zeit beim SIB im Zuge von Ermittlungen begegnete, ist ihm ebenso wenig wohl gesonnen wie Donald Laing, ebenfalls eine Bekanntschaft aus seiner Zeit beim Militär. Erst nach und nach lässt Cormoran durchblicken, was genau jeder Einzelne der Männer für ein Problem mit ihm hat. Da die Polizei sich zunächst auf Malley konzentriert, den der Detektiv selbst aber als den unwahrscheinlichsten Kandidaten betrachtet, ermitteln er und seine Kollegin auf eigene Faust in dem bisher wohl persönlichsten Fall der Reihe und reisen kreuz und quer durch Großbritannien, um den Übeltäter zu finden. Schnell wird klar, dass der Absender des Pakets vorhat, Cormorans Ruf und sein gesamtes Leben zu ruinieren, die Kunden bleiben aus und die Vergangenheit scheint wieder lebendig zu werden. Von Anfang an ist klar, dass es sich bei diesem Fall um einen handelt, der tiefe Einblicke in die Abgründe der menschlichen Psyche bereit hält, nicht zuletzt weil immer wieder auch aus der Sicht des Täters erzählt wird, der vor nichts Halt zu machen scheint. Er schwelgt regelrecht in seinen Erinnerungen an das Blutbad, das er bei seinen Opfern jedes Mal angerichtet hat und behält Trophäen seiner Untaten bei sich. Autorin Joanne K. Rowling, die sich hinter dem Pseudonym Robert Galbraith verbirgt, hat nach eigener Aussage noch nie so viel Spaß am Schreiben gehabt wie bei „Die Ernte des Bösen“, was unter anderem auch daran liegt, dass ihr Alter Ego als persönliche Spielwiese fungiert, auf der sie sich schriftstellerisch so richtig austoben kann. Dieses Austoben und diese Freude am Schreiben sind spürbar und lassen die Lektüre zu einer werden, bei der man gern mitüberlegt, wer jetzt wohl der wahre Täter sein mag, denn irgendwie sind alle drei Männer, die Cormoran auf seiner Verdächtigen-Liste hat, ziemlich fiese Zeitgenossen, mit denen man nichts zu tun haben möchte. Eine große Spannung bleibt beim Lesen nicht bestehen, was schon am Umfang des Romans liegt, welcher mit 670 der bisher längste der Reihe ist, aber auch an der gewohnt detailreichen Erzählweise und der mühsamen, zeitraubenden Recherche auf der Suche nach drei Dreckskerlen, die alle ihre Leichen im Keller haben. Gleichzeitig erhalten Cormoran und Robin aufgrund des Umfangs genügend Raum, um sich weiter zu entfalten und entwickeln, was sicherlich eine Stärke des Romans darstellt. Alles in Allem ist die Lektüre eine, die man genießen kann und die in sich nachvollziehbare Handlungsstränge bietet, bei deren Abschluss man als Leser zufrieden zurückblicken und gespannt auf den nächsten Band sein darf. Daher definitiv empfehlenswert.

Cormoran Strike hat es mit der tatkräftigen Unterstützung seiner Mitarbeiterin/Assistentin/Partnerin Robin Ellacott geschafft, sich ein leidlich laufendes Detektivbüro aufzubauen, das durch zwei spektakuläre Fälle einer breiteren Öffentlichkeit bekannt geworden ist. Nach der schmerzhaften Trennung von seiner langjährigen On-Off-Freundin Charlotte hat Cormoran auch endlich wieder eine körperlich mehr als zufriedenstellende Beziehung, Robin plant ihre Hochzeit mit Matthew … kurz gesagt scheint alles in verhältnismäßig geregelten Bahnen zu laufen.

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Wer die beiden vorherigen Romane um das Gespann Cormoran und Robin kennt, dürfte sich im Klaren darüber sein, dass es nicht lange so ruhig bleiben kann. Und richtig: Robin nimmt ein Paket in Empfang und bekommt einen gehörigen Schock, als sie statt der erwarteten Einweg-Kameras für ihre Hochzeit ein abgetrenntes Frauenbein vorfindet, nebst Textzeile von Blue Öyster Cult.

Schnell fallen Cormoran Strike vier Menschen aus seiner Vergangenheit ein, die ihm so sehr Übles wollen, dass sie ihm solch eine makabre Sendung zustellen lassen könnten.- Jeder von ihnen wäre zu einem grausamen Mord fähig, jeder von ihnen hat mit Cormoran noch mindestens ein Hühnchen zu rupfen. Da wäre zum einen der Berufskriminelle Terence >Digger< Malley, der es Cormoran zu verdanken hat, im Knast gelandet zu sein – und nun seit Kurzem wieder auf freiem Fuß ist. Als nächstes fällt Strike noch sein Stiefvater Jeff Whittaker ein, dem seinerzeit vorgeworfen wurde, Cormorans Mutter Leda ermordet zu haben, was aber nie bewiesen werden konnte. Der ehemalige Soldat Noel Brockbank, dem Strike während seiner Zeit beim SIB im Zuge von Ermittlungen begegnete, ist ihm ebenso wenig wohl gesonnen wie Donald Laing, ebenfalls eine Bekanntschaft aus seiner Zeit beim Militär.

Erst nach und nach lässt Cormoran durchblicken, was genau jeder Einzelne der Männer für ein Problem mit ihm hat. Da die Polizei sich zunächst auf Malley konzentriert, den der Detektiv selbst aber als den unwahrscheinlichsten Kandidaten betrachtet, ermitteln er und seine Kollegin auf eigene Faust in dem bisher wohl persönlichsten Fall der Reihe und reisen kreuz und quer durch Großbritannien, um den Übeltäter zu finden. Schnell wird klar, dass der Absender des Pakets vorhat, Cormorans Ruf und sein gesamtes Leben zu ruinieren, die Kunden bleiben aus und die Vergangenheit scheint wieder lebendig zu werden.

Von Anfang an ist klar, dass es sich bei diesem Fall um einen handelt, der tiefe Einblicke in die Abgründe der menschlichen Psyche bereit hält, nicht zuletzt weil immer wieder auch aus der Sicht des Täters erzählt wird, der vor nichts Halt zu machen scheint. Er schwelgt regelrecht in seinen Erinnerungen an das Blutbad, das er bei seinen Opfern jedes Mal angerichtet hat und behält Trophäen seiner Untaten bei sich.

Autorin Joanne K. Rowling, die sich hinter dem Pseudonym Robert Galbraith verbirgt, hat nach eigener Aussage noch nie so viel Spaß am Schreiben gehabt wie bei „Die Ernte des Bösen“, was unter anderem auch daran liegt, dass ihr Alter Ego als persönliche Spielwiese fungiert, auf der sie sich schriftstellerisch so richtig austoben kann. Dieses Austoben und diese Freude am Schreiben sind spürbar und lassen die Lektüre zu einer werden, bei der man gern mitüberlegt, wer jetzt wohl der wahre Täter sein mag, denn irgendwie sind alle drei Männer, die Cormoran auf seiner Verdächtigen-Liste hat, ziemlich fiese Zeitgenossen, mit denen man nichts zu tun haben möchte. Eine große Spannung bleibt beim Lesen nicht bestehen, was schon am Umfang des Romans liegt, welcher mit 670 der bisher längste der Reihe ist, aber auch an der gewohnt detailreichen Erzählweise und der mühsamen, zeitraubenden Recherche auf der Suche nach drei Dreckskerlen, die alle ihre Leichen im Keller haben. Gleichzeitig erhalten Cormoran und Robin aufgrund des Umfangs genügend Raum, um sich weiter zu entfalten und entwickeln, was sicherlich eine Stärke des Romans darstellt.

Alles in Allem ist die Lektüre eine, die man genießen kann und die in sich nachvollziehbare Handlungsstränge bietet, bei deren Abschluss man als Leser zufrieden zurückblicken und gespannt auf den nächsten Band sein darf. Daher definitiv empfehlenswert.

geschrieben am 14.03.2016 | 641 Wörter | 3583 Zeichen

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