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Kleiner Mann – was nun?


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Informationen zum Buch
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Rezension von

Luitgard Gebhardt

Kleiner Mann – was nun? „Kleiner Mann – was nun?“ von Hans Fallada ist ein Klassiker, bei dem sich das Lesen lohnt. Diese Ausgabe beinhaltet die erstmals ungekürzte Originalfassung mit einem Drittel mehr Inhalt als bisher erschienene Werke. Inhalt: Die Handlung des Romans spielt 1930 bis 1932 während der Zeit der Weimarer Republik in Deutschland. Die Weltwirtschaftskrise bringt Elend und Armut mit sich und sorgt für einen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Auch der Aufstieg der Nationalsozialisten prägt diese Zeit. Fallada schildert das Schicksal eines „kleinen Mannes“, nämlich des Angestellten Johannes Pinneberg und seiner Frau, der Verkäuferin Emma „Lämmchen“ Mörschel, die ein Kind erwartet. Als Pinneberg seine Stellung als Buchhalter verliert, geht das junge Paar nach Berlin. Pinneberg versucht sich als Verkäufer, doch nach nur einem Jahr endet für Pinneberg die Tätigkeit im Warenhaus Mandel und er wird arbeitslos. Im November 1932 lebt die Kleinfamilie in einer Gartenlaube, etwa 40 Kilometer östlich von Berlin. Seine Frau verdient mit Näharbeiten etwas Geld. Pinneberg muss regelmäßig nach Berlin fahren, um die Arbeitslosenunterstützung abzuholen. Dort wird er von einem Polizisten als „Gesindel“ bezeichnet und verscheucht. Auch wenn er gedemütigt seiner Frau kaum in die Augen sehen kann, gelingt es den Beiden dennoch, ihre Liebe und ihr kleines Glück nicht zu verlieren. Im Anschluss an den Roman findet man einen ausführlichen, 70-seitigen Anhang, der Hintergrundinformationen liefert und den ich mit großem Interesse gelesen habe. Er beschreibt, was alles verändert und gekürzt wurde und beleuchtet auch die Ursachen dafür. Meine Meinung: Die Geschichte hat mir gut gefallen, denn sie vermittelt ein überzeugendes Bild des Lebens in Berlin der 30er Jahre. Fallada beschreibt detailliert und authentisch die Lebensumstände und Alltagssorgen eines Angestellten und später Arbeitslosen der damaligen Zeit. Man fühlt sich in diese Zeit versetzt und kann gut den Überlebenskampf des Paares nachempfinden, aber auch ihre Liebe spüren. Die Figuren in der Originalversion sind politischer als zuvor - Lämmchen sympathisiert z.B. mit den Kommunisten - u.a. hier setzte der Verlag ehemals den Rotstift an. Die politischen Probleme der damaligen Zeit werden jetzt gut beschrieben. Bei einer Ausgabe der „Urfassung“ hätte ich mir allerdings eine aufwendigere Gestaltung des Äußeren, also eine Schmuckausgabe, gewünscht um diesen Umstand zu würdigen. Immerhin ist das Buch gebunden und mit einem Lesebändchen versehen. Fazit Hans Fallada hat mit diesem Roman ein interessantes Stück Geschichte eingefangen, nämlich die Situation des „kleinen Mannes“ im Berlin der 30er Jahre. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen und ich kann es empfehlen.

„Kleiner Mann – was nun?“ von Hans Fallada ist ein Klassiker, bei dem sich das Lesen lohnt. Diese Ausgabe beinhaltet die erstmals ungekürzte Originalfassung mit einem Drittel mehr Inhalt als bisher erschienene Werke.

Inhalt:

Die Handlung des Romans spielt 1930 bis 1932 während der Zeit der Weimarer Republik in Deutschland. Die Weltwirtschaftskrise bringt Elend und Armut mit sich und sorgt für einen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Auch der Aufstieg der Nationalsozialisten prägt diese Zeit.

Fallada schildert das Schicksal eines „kleinen Mannes“, nämlich des Angestellten Johannes Pinneberg und seiner Frau, der Verkäuferin Emma „Lämmchen“ Mörschel, die ein Kind erwartet. Als Pinneberg seine Stellung als Buchhalter verliert, geht das junge Paar nach Berlin. Pinneberg versucht sich als Verkäufer, doch nach nur einem Jahr endet für Pinneberg die Tätigkeit im Warenhaus Mandel und er wird arbeitslos. Im November 1932 lebt die Kleinfamilie in einer Gartenlaube, etwa 40 Kilometer östlich von Berlin. Seine Frau verdient mit Näharbeiten etwas Geld. Pinneberg muss regelmäßig nach Berlin fahren, um die Arbeitslosenunterstützung abzuholen. Dort wird er von einem Polizisten als „Gesindel“ bezeichnet und verscheucht. Auch wenn er gedemütigt seiner Frau kaum in die Augen sehen kann, gelingt es den Beiden dennoch, ihre Liebe und ihr kleines Glück nicht zu verlieren.

Im Anschluss an den Roman findet man einen ausführlichen, 70-seitigen Anhang, der Hintergrundinformationen liefert und den ich mit großem Interesse gelesen habe. Er beschreibt, was alles verändert und gekürzt wurde und beleuchtet auch die Ursachen dafür.

Meine Meinung:

Die Geschichte hat mir gut gefallen, denn sie vermittelt ein überzeugendes Bild des Lebens in Berlin der 30er Jahre. Fallada beschreibt detailliert und authentisch die Lebensumstände und Alltagssorgen eines Angestellten und später Arbeitslosen der damaligen Zeit. Man fühlt sich in diese Zeit versetzt und kann gut den Überlebenskampf des Paares nachempfinden, aber auch ihre Liebe spüren.

Die Figuren in der Originalversion sind politischer als zuvor - Lämmchen sympathisiert z.B. mit den Kommunisten - u.a. hier setzte der Verlag ehemals den Rotstift an. Die politischen Probleme der damaligen Zeit werden jetzt gut beschrieben.

Bei einer Ausgabe der „Urfassung“ hätte ich mir allerdings eine aufwendigere Gestaltung des Äußeren, also eine Schmuckausgabe, gewünscht um diesen Umstand zu würdigen. Immerhin ist das Buch gebunden und mit einem Lesebändchen versehen.

Fazit

Hans Fallada hat mit diesem Roman ein interessantes Stück Geschichte eingefangen, nämlich die Situation des „kleinen Mannes“ im Berlin der 30er Jahre. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen und ich kann es empfehlen.

geschrieben am 11.03.2017 | 397 Wörter | 2329 Zeichen

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