
| ISBN | 376450322X | |
| Autor | Federica de Cesco | |
| Verlag | Blanvalet | |
| Sprache | deutsch | |
| Seiten | 448 | |
| Erscheinungsjahr | 2013 | |
| Extras | - |

"Tochter des Windes" von der Schweizer Autorin Federica de Cesco ist im Juni 2013 in gebundener Form beim Blanvalet-Verlag erschienen.

Mia ist eine japanische Architektin. Ihre Vorfahren waren Windmenschen – Ninjas. Neben ihren berühmten Kampfkünsten waren sie auch begnadete Baumeister, die unüberwindbare Festungen entwerfen konnten. Als Mia in Europa den deutschen Historiker Rainer kennen lernt, verlieben sich die beiden Hals über Kopf ineinander. Als Mia zurückkehren muss, beschließt Rainer spontan, mit ihr zu gehen. Für ihn beginnt ein aufregendes, neues Leben im exotischen Japan.
"Tochter des Windes" offenbart zunächst nicht so richtig, was man sich von dem Roman eigentlich versprechen kann. Tatsächlich beginnt er als Liebesgeschichte, wird aber bald eher zu einer Art Reiseführer. Das soll nicht heißen, dass die Handlung sachlich und trocken würde oder etwa ganz auf der Strecke bliebe. Aber sobald sich das Geschehen nach Japan verlagert, scheint die Autorin richtig aufzublühen. Sie beschreibt das Land in all seinen Facetten, nicht nur, wie es ist, sondern auch wie es einmal war und wodurch die Geschichte des Landes geprägt wurde. Das macht es empfehlenswert für jeden Liebhaber Japans, aber auch für andere Leser, denn wer sich vorher nicht für das Land begeistern konnte, ist nach dieser Lektüre mit Sicherheit auf den Geschmack gekommen.
Die eigentliche Handlung wird bei allen Beschreibungen des Landes aber nicht vernachlässigt. Sie ist Träger dieser Zusatzinformationen und entsprechend solide hat die Autorin sie aufgebaut. Die Figuren werden ausführlich charakterisiert, sodass man sich als Leser gut in sie hineinversetzen und ihr Handeln nachvollziehen kann. Dadurch ist das Interesse geweckt, was aus den beiden Protagonisten wird und ob ihre Beziehung wirklich eine Zukunft hat. Besonders Rainers Gefühle kann mach verstehen, da er selbst in einer Spontanaktion vom bekannten Deutschland ins fremde Japan zieht. Dort überwältigen ihn die Eindrücke genauso wie der Leser von einer Flut an Informationen und Beschreibungen überhäuft wird. Alles wirkt für einen selbst genauso exotisch wie für Rainer, zumindest, wenn man noch nie in Japan gewesen ist.
Auch das Gesamtbild des Buchs stimmt. Das Cover ist nicht so übertrieben japanisch, dass es kitschig wirkt, verleiht dem Buch aber etwas Fremdartiges und fast schon Märchenhaftes. Denn genauso erscheint die ganze Handlung, die von einem Augenblick auf den anderen Rainers Leben völlig auf den Kopf stellt und ihn in eine ganz andere Welt versetzt: wie ein Märchen. Die Sprache ist flüssig zu lesen und die Kapiteleinteilung gut gelungen.
Fazit: "Tochter des Windes" liefert im Rahmen einer spannenden Geschichte ein umfassendes Bild des fremden Japans und ist damit nicht nur für eingefleischte Fans des Landes geeignet, sondern auch für solche, die interessiert sind und gerne mehr erfahren möchten, oder auch einfach Leser, die eine gute, romantische Geschichte möchten.
geschrieben am 22.07.2013 | 442 Wörter | 2554 Zeichen
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