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Basiswissen Deutsche Wortbildung


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Rezension von

Johanna Paik

Basiswissen Deutsche Wortbildung UTB hat für die deutsche Wortbildung ein Buch herausgebracht, das dem Titel nach für Neulinge auf diesem Gebiet geeignet sein soll. Doch leider ist dies nicht gelungen, denn es sind einige Schwachpunkte zu finden. Zwar sind alle wichtigen Themenbereiche der Wortbildung im Deutschen abgedeckt, doch weisen diese zu viele Mängel auf. So ist z.B. die Verwendung des Stamm-Begriffes völlig veraltet. Die Verwendung der Termini Stamm, Wurzel und Endung sind Traditionen einer diachron ausgerichteten Sprachwissenschaft des Indogermanischen und machen auch nur im diachronen Gebrauch Sinn. Zudem meint Donalies, dass Wortformen Stämme sein können, und untergräbt damit alle morphologischen Prinzipien, da Wortformen im Text (wie z.B. der K ö n i g schläft) stets flektiert sind (mit Nullmorphem gegenüber König-e). Sind an der Flexion eines Wortes Umlaute beteiligt scheint es schon keine Regeln mehr zu geben, sondern es wird einfach das Etikett „Ausnahme“ benutzt. Die einzig gute Seite ist, dass es sehr leicht verständlich geschrieben ist. Jedoch sind die Mängel einfach zu groß, und sollte ein Student am Anfang des Studiums dieses Buch in die Hand bekommen, so ist ihm sicher nicht dabei geholfen. Denn auch in den Seminaren der Universitäten werden andere Begriffe verwandt, als in diesem Buch. Wer sich wirklich mit Wortbildung auseinandersetzen will und dabei gleich die Termini lernen, die aktuell sind, dem seien andere Wortbildungslehren, z.B. von Johannes Erben oder Peter Eisenberg zu empfehlen. Dann kann in der nächsten Klausur auch nichts mehr schiefgehen.

UTB hat für die deutsche Wortbildung ein Buch herausgebracht, das dem Titel nach für Neulinge auf diesem Gebiet geeignet sein soll.

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Doch leider ist dies nicht gelungen, denn es sind einige Schwachpunkte zu finden. Zwar sind alle wichtigen Themenbereiche der Wortbildung im Deutschen abgedeckt, doch weisen diese zu viele Mängel auf.

So ist z.B. die Verwendung des Stamm-Begriffes völlig veraltet. Die Verwendung der Termini Stamm, Wurzel und Endung sind Traditionen einer diachron ausgerichteten Sprachwissenschaft des Indogermanischen und machen auch nur im diachronen Gebrauch Sinn.

Zudem meint Donalies, dass Wortformen Stämme sein können, und untergräbt damit alle morphologischen Prinzipien, da Wortformen im Text (wie z.B. der K ö n i g schläft) stets flektiert sind (mit Nullmorphem gegenüber König-e). Sind an der Flexion eines Wortes Umlaute beteiligt scheint es schon keine Regeln mehr zu geben, sondern es wird einfach das Etikett „Ausnahme“ benutzt.

Die einzig gute Seite ist, dass es sehr leicht verständlich geschrieben ist. Jedoch sind die Mängel einfach zu groß, und sollte ein Student am Anfang des Studiums dieses Buch in die Hand bekommen, so ist ihm sicher nicht dabei geholfen. Denn auch in den Seminaren der Universitäten werden andere Begriffe verwandt, als in diesem Buch.

Wer sich wirklich mit Wortbildung auseinandersetzen will und dabei gleich die Termini lernen, die aktuell sind, dem seien andere Wortbildungslehren, z.B. von Johannes Erben oder Peter Eisenberg zu empfehlen. Dann kann in der nächsten Klausur auch nichts mehr schiefgehen.

geschrieben am 21.05.2010 | 236 Wörter | 1333 Zeichen

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