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Das verschwundene Mädchen


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Informationen zum Buch
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Rezension von

Letterschming

Das verschwundene Mädchen "Das verschwundene Mädchen" von der US-amerikanischen Autorin Martha Grimes ist im Oktober 2013 in gebundener Form beim Goldmann-Verlag erschienen. Es handelt sich um den vierten Roman der Reihe um die zwölfjährige Emma Graham. Die Serie startete 1996 mit "Das Hotel am See". 2001 folgte "Still ruht der See" und 2005 "Die Ruine am See". Emma ist erst zwölf Jahre alt, doch wenn es um ungelöste Kriminalfälle geht, erwacht ihre detektivische Neugier. So geht sie dieses Mal den Morden an Mary-Evelyn Deverau, Rose Queen und Fern Queen auf den Grund. Zu den drei brutal getöteten Frauen kommt noch die Entführung eines kleinen Babys. Emma beginnt zu ermitteln, doch je mehr sie über die Ereignisse in Erfahrung bringt, desto mehr begibt sie sich selbst in Gefahr. Ich kannte Martha Grimes bisher nur von ihren Inspektor-Jury-Romanen, die mir immer sehr gut gefallen haben. Dass es sich auch bei diesem Roman um den Teil einer Reihe handelt, habe ich erst später gesehen. Da Krimis aber oft so geschrieben sind, dass man sie auch unabhängig voneinander lesen kann, habe ich mir darum keine großen Gedanken gemacht. So war ich auch nicht weiter besorgt, als das Geschehen am Anfang noch ein bisschen wirr erschien. Ich bin davon ausgegangen, dass die Autorin die Hintergründe eben erst nach und nach enthüllt. Allerdings sind nach der letzten Seite nun doch noch viele Fragezeichen geblieben. Offenbar hat die Autorin entsprechende Zusatzinformationen schon in den Vorgängerbänden geliefert oder sie lässt die Leser bewusst im Dunkeln. Jedenfalls wirkt die ganze Geschichte im Nachhinein immer noch reichlich mysteriös. Die eigentliche Schreibweise hat mir gefallen. Es geht hier nicht so sehr um reißerische Actionszenen oder um brutalen Horror, was das Cover meiner Meinung nach etwas unpassend macht. Es sieht zwar wunderschön aus, würde aber doch eher zu einem düsteren Thriller passen und erweckt damit eine ganz andere Atmosphäre als sie in dem Buch vorhanden ist. Die entspricht eigentlich mehr einem Detektivbuch für Kinder, aber auf Erwachsenenniveau. Die Stimmung ist eher lustig und abenteuerlich als wirklich richtig gruselig. Die Charaktere spielen eine größere Rolle als die blutigen Details der Morde. Dabei sind die meisten Figuren jedoch erwachsen im Gegensatz zu den Charakteren in Kinderbüchern und entsprechend auf höherem Niveau fallen die Dialoge aus. Skurril und wunderlich sind die Figuren aber dennoch. So lernt man kaum einen Charakter kennen, der sich halbwegs normal verhält. Alle sind irgendwie ein bisschen durchgeknallt, was sie schwer durchschaubar macht und dafür sorgt, dass man bis zur Auflösung nicht genau weiß, welcher Täter und welches Motiv hinter der ganzen Sache stecken. Fazit: "Das verschwundene Mädchen" ist ein eher abenteuerlicher als gruseliger Roman mit herrlich skurrilen Charakteren, auch wenn das Cover erstmal einen anderen Eindruck erweckt. Die Autorin setzt hier weniger auf Action als auf interessante Figuren, die einen mit unterhaltsamen Dialogen bei der Stange halten und so ebenfalls für Spannung sorgen.

"Das verschwundene Mädchen" von der US-amerikanischen Autorin Martha Grimes ist im Oktober 2013 in gebundener Form beim Goldmann-Verlag erschienen. Es handelt sich um den vierten Roman der Reihe um die zwölfjährige Emma Graham. Die Serie startete 1996 mit "Das Hotel am See". 2001 folgte "Still ruht der See" und 2005 "Die Ruine am See".

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Buchtitel
2
06.06.2016
4
06.06.2016

Emma ist erst zwölf Jahre alt, doch wenn es um ungelöste Kriminalfälle geht, erwacht ihre detektivische Neugier. So geht sie dieses Mal den Morden an Mary-Evelyn Deverau, Rose Queen und Fern Queen auf den Grund. Zu den drei brutal getöteten Frauen kommt noch die Entführung eines kleinen Babys. Emma beginnt zu ermitteln, doch je mehr sie über die Ereignisse in Erfahrung bringt, desto mehr begibt sie sich selbst in Gefahr.

Ich kannte Martha Grimes bisher nur von ihren Inspektor-Jury-Romanen, die mir immer sehr gut gefallen haben. Dass es sich auch bei diesem Roman um den Teil einer Reihe handelt, habe ich erst später gesehen. Da Krimis aber oft so geschrieben sind, dass man sie auch unabhängig voneinander lesen kann, habe ich mir darum keine großen Gedanken gemacht. So war ich auch nicht weiter besorgt, als das Geschehen am Anfang noch ein bisschen wirr erschien. Ich bin davon ausgegangen, dass die Autorin die Hintergründe eben erst nach und nach enthüllt. Allerdings sind nach der letzten Seite nun doch noch viele Fragezeichen geblieben. Offenbar hat die Autorin entsprechende Zusatzinformationen schon in den Vorgängerbänden geliefert oder sie lässt die Leser bewusst im Dunkeln. Jedenfalls wirkt die ganze Geschichte im Nachhinein immer noch reichlich mysteriös.

Die eigentliche Schreibweise hat mir gefallen. Es geht hier nicht so sehr um reißerische Actionszenen oder um brutalen Horror, was das Cover meiner Meinung nach etwas unpassend macht. Es sieht zwar wunderschön aus, würde aber doch eher zu einem düsteren Thriller passen und erweckt damit eine ganz andere Atmosphäre als sie in dem Buch vorhanden ist. Die entspricht eigentlich mehr einem Detektivbuch für Kinder, aber auf Erwachsenenniveau. Die Stimmung ist eher lustig und abenteuerlich als wirklich richtig gruselig. Die Charaktere spielen eine größere Rolle als die blutigen Details der Morde. Dabei sind die meisten Figuren jedoch erwachsen im Gegensatz zu den Charakteren in Kinderbüchern und entsprechend auf höherem Niveau fallen die Dialoge aus.

Skurril und wunderlich sind die Figuren aber dennoch. So lernt man kaum einen Charakter kennen, der sich halbwegs normal verhält. Alle sind irgendwie ein bisschen durchgeknallt, was sie schwer durchschaubar macht und dafür sorgt, dass man bis zur Auflösung nicht genau weiß, welcher Täter und welches Motiv hinter der ganzen Sache stecken.

Fazit: "Das verschwundene Mädchen" ist ein eher abenteuerlicher als gruseliger Roman mit herrlich skurrilen Charakteren, auch wenn das Cover erstmal einen anderen Eindruck erweckt. Die Autorin setzt hier weniger auf Action als auf interessante Figuren, die einen mit unterhaltsamen Dialogen bei der Stange halten und so ebenfalls für Spannung sorgen.

geschrieben am 01.01.2014 | 470 Wörter | 2592 Zeichen

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