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Der Susan-Effekt


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Rezension von

Ragan Tanger

Der Susan-Effekt Quasithriller aus dem Norden So schön kanns natürlich nie mehr werden. Was an sich ja eine Belastung, aber auch Erleichterung zugleich ist. Viele Schrittsteller haben ihren einen Welterfolg und der ist bei Peter Hoeg, dem dänischen Multikünstler (nicht nur Schreiben, auch Schauspielern und Tanzen gehören zu seinen Meriten), Fräulein Smillas Gespür für Schnee gewesen. Eine eiskalte Welt voller Tiefsinn und Bauernschläue, ein Kriminalroman, der spirituelle Züge trug und sich sensationell verkaufte. Das heißt nicht, das alles, was danach kommt, nichts mehr taugt, nur eben nicht mehr ganz so groß sein kann. Selbiges gilt auch für den Susasn-Effekt, einem vom Prinzip her ähnlichen (kriminalistisch, im Reich Wissenschaft spielend, markante Heldin des Nordens, tiefenpsychologische Verwicklungen) Roman wie Fräulein Smilla, der aber eben nicht so lustig, spannend und genial sein kann. Es gibt viele Hinweise und schöne Fakts aus den naturwissenschaftlichen Disziplinen und überhaupt eine intelligente Erzählweise. Das Ganze ist bisweilen bewusst so spröde gehalten wie die Protagonistin selbst, um dann eruptiv die Grenzen zu sprengen. Immerhin ist Susan Svendson erfolgreich, agitativ, handwerklich begabt, kurzum: schon wieder eine Smilla, Teil Zwei. Sie gehört zu den erfolgreichen Frauen, die von allen Seiten her funktionieren können, aber natürlich nicht ohne häusliche Probleme oder Aberwitzigkeiten sind. An sich ist diese Rolle gut besetzt, allein es folgen dann leichte Drifts in Richtung Sensationsthriller mit großen Verschwörungstheorien und noch größeren Actionsituationen. Das ist untypisch nordisch, dafür hollywoodesk und nimmt dem eigentlichen Tiefsinn und dem feinen Gespür ein wenig die Intuition. Sei es drum, der Unterhaltung schadet es nicht, aber doch der Gesamtnote. Im Hörbuch wird sie durch die Sprecherin weder gesteigert noch geschmälert,. Die Bart-Simnpson-Stimme oder Sandra Schwittau, sind ebenso kratzbürstig, intelligent, abenteuerlustig und bisweilen aber auch plump wie die Protagonistin im Buch selbst. In den emotionalen Momenten wirkt das klasse, aber in den eigentlichen Stärken des Buches, nämlich der intelligenten Didaktik, wirkt die raue Reibeisenstimme bisweilen etwas überfordert oder deplatziert. Fazit: ein spannender, sehr lehrreicher Quasithriller mit leichtem Hang zur Dramatik und einer starken Stimme, die mehr Schwäche zeigen dürfte. Das gilt insgesamt für das Hörbuch.

Quasithriller aus dem Norden

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So schön kanns natürlich nie mehr werden. Was an sich ja eine Belastung, aber auch Erleichterung zugleich ist. Viele Schrittsteller haben ihren einen Welterfolg und der ist bei Peter Hoeg, dem dänischen Multikünstler (nicht nur Schreiben, auch Schauspielern und Tanzen gehören zu seinen Meriten), Fräulein Smillas Gespür für Schnee gewesen. Eine eiskalte Welt voller Tiefsinn und Bauernschläue, ein Kriminalroman, der spirituelle Züge trug und sich sensationell verkaufte. Das heißt nicht, das alles, was danach kommt, nichts mehr taugt, nur eben nicht mehr ganz so groß sein kann.

Selbiges gilt auch für den Susasn-Effekt, einem vom Prinzip her ähnlichen (kriminalistisch, im Reich Wissenschaft spielend, markante Heldin des Nordens, tiefenpsychologische Verwicklungen) Roman wie Fräulein Smilla, der aber eben nicht so lustig, spannend und genial sein kann. Es gibt viele Hinweise und schöne Fakts aus den naturwissenschaftlichen Disziplinen und überhaupt eine intelligente Erzählweise. Das Ganze ist bisweilen bewusst so spröde gehalten wie die Protagonistin selbst, um dann eruptiv die Grenzen zu sprengen. Immerhin ist Susan Svendson erfolgreich, agitativ, handwerklich begabt, kurzum: schon wieder eine Smilla, Teil Zwei. Sie gehört zu den erfolgreichen Frauen, die von allen Seiten her funktionieren können, aber natürlich nicht ohne häusliche Probleme oder Aberwitzigkeiten sind. An sich ist diese Rolle gut besetzt, allein es folgen dann leichte Drifts in Richtung Sensationsthriller mit großen Verschwörungstheorien und noch größeren Actionsituationen. Das ist untypisch nordisch, dafür hollywoodesk und nimmt dem eigentlichen Tiefsinn und dem feinen Gespür ein wenig die Intuition.

Sei es drum, der Unterhaltung schadet es nicht, aber doch der Gesamtnote. Im Hörbuch wird sie durch die Sprecherin weder gesteigert noch geschmälert,. Die Bart-Simnpson-Stimme oder Sandra Schwittau, sind ebenso kratzbürstig, intelligent, abenteuerlustig und bisweilen aber auch plump wie die Protagonistin im Buch selbst. In den emotionalen Momenten wirkt das klasse, aber in den eigentlichen Stärken des Buches, nämlich der intelligenten Didaktik, wirkt die raue Reibeisenstimme bisweilen etwas überfordert oder deplatziert.

Fazit: ein spannender, sehr lehrreicher Quasithriller mit leichtem Hang zur Dramatik und einer starken Stimme, die mehr Schwäche zeigen dürfte. Das gilt insgesamt für das Hörbuch.

geschrieben am 20.08.2015 | 339 Wörter | 2089 Zeichen

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