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Panama Papers: Die Geschichte einer weltweiten Enthüllung


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Rezension von

Melina Liebler

Panama Papers: Die Geschichte einer weltweiten Enthüllung Jeder kennt die Skandale die mit Hilfe der Panama Papers im Frühjahr 2016 aufgedeckt wurden. „Panama Papers“ ist die Geschichte des größten Leaks aller Zeiten. Sie umfassen 11,5 Millionen Dokumente - mehr als die von Wikileaks veröffentlichten Botschaftsdepeschen, Offshore-Leaks, Lux-Leaks und Swiss-Leaks zusammen. Es sind die Daten Hunderttausenden Briefkastenfirmen. Hauptsächlich handelt es sich um E-Mails, PDFs und Fotodateien sowie Auszüge aus einer internen Datenbank von Mossack Fonseca. Die Daten reichen von den 1970er-Jahren bis ins Frühjahr 2016. Sie bieten einen Einblick in eine bislang abgeschottete Parallelwelt, in der Milliarden verwaltet, verschoben und versteckt worden: die Gelder von großen Konzernen, von europäischen Premierministern und Diktatoren aus aller Welt, von Scheichs, Emiren und Königen, von Mafiosi, Schmugglern, Drogenbossen, von Geheimagenten, FIFA-Funktionären, Adligen, Superreichen und Prominenten. Um möglichst viele internationale Geschichten erzählen zu können, beschließen die beiden Journalisten, ein weltweites Netzwerk von Investigativreportern – das ICIJ – einzuschalten. Während sie selbst weiter nach Namen und Geschichten suchen, koordinieren sie gemeinsam mit dem ICIJ die Arbeit hunderter Journalisten. Fast ein Jahr arbeiten Reporter der wichtigsten Medien der Welt – etwa des Guardian, der BBC oder von Le Monde – unter höchster Geheimhaltung zusammen, um im Frühjahr 2016 die „Panama Papers“ zu veröffentlichen. Insgesamt ist das Buch eine sehr gelungene Dokumentation über die Arbeit der beiden Journalisten Bastian Oberbayer und Frederik Obermaier. Es gibt einen Einblick, wie schwierig die Entschlüsselung und Analyse von Daten (vor allem von so vielen Daten in diesem Fall) ist. Die Entschlüsselung des labyrinthartigen Geflechts von Mossack Fonseca und dessen Klienten und Banken ist sehr beeindruckend geschildert und anhand ausgewählter Beispiele offenbart sich ein unglaublich weit verzweigtes Netzwerk. Es ist sehr interessant, einen Einblick in die Arbeit der Investigativjournalisten zu bekommen: Beispielsweise welche Mittel sie zur Verfügung haben um die Daten zu entschlüsseln und zu ordnen, wie der Kontakt mit dem Informanten abläuft oder die Kontaktaufnahme zum ICIJ und damit das Einbeziehen von ausgewählten Journalisten weltweit. Durch Erläuterungen, wie das Konzept einer Briefkastenfirma im Allgemeinen und im Einzelnen überhaupt funktioniert aber auch Nebeninformationen über bestimmte betroffene Akteure, fällt es dem Leser sehr leicht, den entsprechenden Beispielen zu folgen. Trotzdem es sich hier um eine Art Dokumentation handelt, ist das Buch unglaublich spannend geschrieben. Nicht nur durch den Realitätsbezug möchte man immer mehr über Enthüllung der einzelnen betroffenen Akteure wissen und wie viele Menschen in so ein korruptes und illegales System verwickelt sind. Außerdem zeigt es, dass die Auswertung und Sortierung einer solchen Datenmenge unglaublichen viel Aufwand und Geduld erfordert. Wirklich nur zu empfehlen!

Jeder kennt die Skandale die mit Hilfe der Panama Papers im Frühjahr 2016 aufgedeckt wurden. „Panama Papers“ ist die Geschichte des größten Leaks aller Zeiten. Sie umfassen 11,5 Millionen Dokumente - mehr als die von Wikileaks veröffentlichten Botschaftsdepeschen, Offshore-Leaks, Lux-Leaks und Swiss-Leaks zusammen. Es sind die Daten Hunderttausenden Briefkastenfirmen. Hauptsächlich handelt es sich um E-Mails, PDFs und Fotodateien sowie Auszüge aus einer internen Datenbank von Mossack Fonseca. Die Daten reichen von den 1970er-Jahren bis ins Frühjahr 2016. Sie bieten einen Einblick in eine bislang abgeschottete Parallelwelt, in der Milliarden verwaltet, verschoben und versteckt worden: die Gelder von großen Konzernen, von europäischen Premierministern und Diktatoren aus aller Welt, von Scheichs, Emiren und Königen, von Mafiosi, Schmugglern, Drogenbossen, von Geheimagenten, FIFA-Funktionären, Adligen, Superreichen und Prominenten.

Um möglichst viele internationale Geschichten erzählen zu können, beschließen die beiden Journalisten, ein weltweites Netzwerk von Investigativreportern – das ICIJ – einzuschalten. Während sie selbst weiter nach Namen und Geschichten suchen, koordinieren sie gemeinsam mit dem ICIJ die Arbeit hunderter Journalisten. Fast ein Jahr arbeiten Reporter der wichtigsten Medien der Welt – etwa des Guardian, der BBC oder von Le Monde – unter höchster Geheimhaltung zusammen, um im Frühjahr 2016 die „Panama Papers“ zu veröffentlichen.

Insgesamt ist das Buch eine sehr gelungene Dokumentation über die Arbeit der beiden Journalisten Bastian Oberbayer und Frederik Obermaier. Es gibt einen Einblick, wie schwierig die Entschlüsselung und Analyse von Daten (vor allem von so vielen Daten in diesem Fall) ist. Die Entschlüsselung des labyrinthartigen Geflechts von Mossack Fonseca und dessen Klienten und Banken ist sehr beeindruckend geschildert und anhand ausgewählter Beispiele offenbart sich ein unglaublich weit verzweigtes Netzwerk.

Es ist sehr interessant, einen Einblick in die Arbeit der Investigativjournalisten zu bekommen: Beispielsweise welche Mittel sie zur Verfügung haben um die Daten zu entschlüsseln und zu ordnen, wie der Kontakt mit dem Informanten abläuft oder die Kontaktaufnahme zum ICIJ und damit das Einbeziehen von ausgewählten Journalisten weltweit. Durch Erläuterungen, wie das Konzept einer Briefkastenfirma im Allgemeinen und im Einzelnen überhaupt funktioniert aber auch Nebeninformationen über bestimmte betroffene Akteure, fällt es dem Leser sehr leicht, den entsprechenden Beispielen zu folgen.

Trotzdem es sich hier um eine Art Dokumentation handelt, ist das Buch unglaublich spannend geschrieben. Nicht nur durch den Realitätsbezug möchte man immer mehr über Enthüllung der einzelnen betroffenen Akteure wissen und wie viele Menschen in so ein korruptes und illegales System verwickelt sind. Außerdem zeigt es, dass die Auswertung und Sortierung einer solchen Datenmenge unglaublichen viel Aufwand und Geduld erfordert. Wirklich nur zu empfehlen!

geschrieben am 11.10.2016 | 411 Wörter | 2603 Zeichen

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