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Das Graveyard-Buch


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Informationen zum Buch
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Rezension von

Nadine Leonhardt

Das Graveyard-Buch Es handelt sich hier um die Geschichte des kleinen Nobody Owens, der auf einem Friedhof aufwächst, großgezogen von Geistern. Doch der tödliche Feind, vor dem Nobody als kleines Kind einst auf den Friedhof floh, ruht nicht. Er wartet auf den Tag, an dem der Junge sein Zuhause verlassen wird, um zurückzukehren in die Welt der Lebenden. Das Graveyard-Buch ist ein herrliches Jugend- und Erwachsenenbuch, dass man wenn man einmal damit angefangen hat es zu lesen, gar nicht wieder weglegen kann. Ich habe es an einem Tag durchgelesen und bin wirklich beGeistert. Die Geschichte ist spannend, liebevoll erzählt, die Figuren herrlich erfrischend und das Ende mit einer wundervoll unvorhersehbaren Wendung. Dieser Geniestreich von Neil Gaiman lässt wirklich keine Wünsche offen.

Es handelt sich hier um die Geschichte des kleinen Nobody Owens, der auf einem Friedhof aufwächst, großgezogen von Geistern. Doch der tödliche Feind, vor dem Nobody als kleines Kind einst auf den Friedhof floh, ruht nicht. Er wartet auf den Tag, an dem der Junge sein Zuhause verlassen wird, um zurückzukehren in die Welt der Lebenden.

Das Graveyard-Buch ist ein herrliches Jugend- und Erwachsenenbuch, dass man wenn man einmal damit angefangen hat es zu lesen, gar nicht wieder weglegen kann. Ich habe es an einem Tag durchgelesen und bin wirklich beGeistert. Die Geschichte ist spannend, liebevoll erzählt, die Figuren herrlich erfrischend und das Ende mit einer wundervoll unvorhersehbaren Wendung.

Dieser Geniestreich von Neil Gaiman lässt wirklich keine Wünsche offen.

geschrieben am 26.08.2009 | 119 Wörter | 655 Zeichen

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Rezension von

Marc-Florian Wendland

Das Graveyard-Buch Durch eine glückliche Fügung entging Nobody Owens dem Mörder seiner Familie, als er noch ein Baby war. Die Geister, die auf dem alten, stillgelegten und unter Denkmalschutz stehenden ihre letzte „Ruhe“ zeigten sich barmherzig (wenn auch nicht einheitlich) und erklärten Nobody Owens zum Ehrenbürger des Friedhofs. Als solcher ist es dem Jungen möglich durch Wände zu gehen, sich in den Schattenwürfen des verwilderten Friedhofs den Blicken den Lebenden zu entziehen und in schwärzester Dunkelheit zu sehen. Das Problem ist nur: Nobody lebt und je älter er wird, desto mehr zieht es in die Welt der Lebenden, wohlwissend, dass der tödliche Feind, der einst seine Familie dahinraffte, ihm weiterhin auf der Fährte ist… Der Titel „Graveyard-Buch“ ist ein wenig irreführend, da sich die Geschichte in keinster Weise um ein Buch dreht. Laut vereinzelter Meinungen, sollen dadurch Parallelen zu Rudyard Kiplings „Dschungelbuch“ gezogen werden, da beide Protagonisten in einer atypischen, von anderen Menschen isolierten Umgebung aufwachsen. Allerdings gefällt mir der Anglizismus des Titels nicht. Was spricht gegen „Das Friedhofbuch“? Die denglische Titelgebung passt meines Erachtens nicht recht. Der Plott gliedert sich in eine Rahmenhandlung (die Ermordung der Familie Nobodys und die Suche des Mörders nach dem Jungen) und in einzelne, beinahe als Kurzgeschichten durchgehende Abenteuer des Jungen, auf seinem Weg in die Erwachsenenwelt. Die Rahmenhandlung wirkt für mich sehr aufgesetzt und wenig spannend. Eine uralte Prophezeiung, ein auserwählte Junge und eine letzte Delegation von Häschern, die ihren Verschwörungsorden am Leben halten wollen. Das gab es alles schon. Die Geschichten der Binnenhandlung, die von Nobodys Erlebnissen auf dem Friedhof und in der Welt der Lebenden berichten, sind jedoch ein wahrhafter Genuss an herrlicher Phantasie. Neil Gaimans Buch über den heimatlosen Jungen, der von Geistern großgezogen, unterrichtet und geliebt wird, ist eines der ungewöhnlichsten und ideenreichste Bücher, die ich in der letzten Zeit gelesen habe. Gaiman schafft es, die unzähligen Details, die ein Friedhof hergibt, gekonnt in die Geschichte einzubauen und zwar auf eine Art, die immer überrascht. Ein Beispiel sind die Guhlpforten, die sich auf jedem Friedhof finden. Indikatoren sind verwitterte Grabsteine oder zerbrochene Zierfiguren… etwas, dass man halt auf jedem Friedhof findet. Durch Gaiman erhalten diese kleinen Artefakte eine sinnvolle Bedeutung. Natürlich spielen Geister eine wichtige Rolle in diesem Buch. Allerdings bleiben Sie mir teilweisas e zu oberflächlich ausgearbeitet. Das trifft insbesondere auf die Eltern Nobodys zu, die nicht wirklich an der Geschichte teilhaben. Was jedoch immer einen Schmunzler hinterlässt, sind die kleinen Grabsprüche, die Gaiman für jeden seiner Geister bereithält. Am interessantesten und unergründlichsten ist sicherlich Nobodys Vormund Silas, dessen wahre Identität nie direkt aufgedeckt wird, auch wenn sie sich bald erahnen lässt. Neben Geistern legt der Autor noch eine ganze Menge an dunklen Gestalten nach. Ghule, Vampire, Werwölfe, Hexen, riesige Fledermäuse, verstorbene Druiden, sie alle finden in der relativ kurzen Geschichte Platz. Interessant dabei ist, dass er beispielsweise die Werwölfe als „Hunde Gottes“ bezeichnet, die die Bösen dieser Welt bis an den Rand der Hölle verfolgen. Am ungewöhnlichsten waren jedoch die Ghule, die sich wie King Luis Affenbande aus dem Dschungelbuch benehmen (ein weitere Anspielung auf Kipling?). Mit dem Unterschied, dass sie eine Vorliebe für ordentlich verweste Leichname besitzen. Das Graveyard-Buch wird mit dem Neo-Marketing-Prädikat „All-Age“ versehen, einem Attribut, das sich mir persönlich nicht erschließt. Meines Erachtens kann ein Buch nicht für Kinder- und Erwachsene gemacht sein. Gaiman verwendet eine einfache, plakative Schreibe, verpackt damit jedoch eine Geschichte, die sicherlich von 10-jährigen nicht immer verstanden wird. Dazu arbeitet Gaiman zu oft mit vagen (für erfahrene Leser aber identifizierbaren), oberflächlichen Andeutungen.

Durch eine glückliche Fügung entging Nobody Owens dem Mörder seiner Familie, als er noch ein Baby war. Die Geister, die auf dem alten, stillgelegten und unter Denkmalschutz stehenden ihre letzte „Ruhe“ zeigten sich barmherzig (wenn auch nicht einheitlich) und erklärten Nobody Owens zum Ehrenbürger des Friedhofs. Als solcher ist es dem Jungen möglich durch Wände zu gehen, sich in den Schattenwürfen des verwilderten Friedhofs den Blicken den Lebenden zu entziehen und in schwärzester Dunkelheit zu sehen. Das Problem ist nur: Nobody lebt und je älter er wird, desto mehr zieht es in die Welt der Lebenden, wohlwissend, dass der tödliche Feind, der einst seine Familie dahinraffte, ihm weiterhin auf der Fährte ist…

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Der Titel „Graveyard-Buch“ ist ein wenig irreführend, da sich die Geschichte in keinster Weise um ein Buch dreht. Laut vereinzelter Meinungen, sollen dadurch Parallelen zu Rudyard Kiplings „Dschungelbuch“ gezogen werden, da beide Protagonisten in einer atypischen, von anderen Menschen isolierten Umgebung aufwachsen. Allerdings gefällt mir der Anglizismus des Titels nicht. Was spricht gegen „Das Friedhofbuch“? Die denglische Titelgebung passt meines Erachtens nicht recht.

Der Plott gliedert sich in eine Rahmenhandlung (die Ermordung der Familie Nobodys und die Suche des Mörders nach dem Jungen) und in einzelne, beinahe als Kurzgeschichten durchgehende Abenteuer des Jungen, auf seinem Weg in die Erwachsenenwelt. Die Rahmenhandlung wirkt für mich sehr aufgesetzt und wenig spannend. Eine uralte Prophezeiung, ein auserwählte Junge und eine letzte Delegation von Häschern, die ihren Verschwörungsorden am Leben halten wollen. Das gab es alles schon. Die Geschichten der Binnenhandlung, die von Nobodys Erlebnissen auf dem Friedhof und in der Welt der Lebenden berichten, sind jedoch ein wahrhafter Genuss an herrlicher Phantasie.

Neil Gaimans Buch über den heimatlosen Jungen, der von Geistern großgezogen, unterrichtet und geliebt wird, ist eines der ungewöhnlichsten und ideenreichste Bücher, die ich in der letzten Zeit gelesen habe. Gaiman schafft es, die unzähligen Details, die ein Friedhof hergibt, gekonnt in die Geschichte einzubauen und zwar auf eine Art, die immer überrascht. Ein Beispiel sind die Guhlpforten, die sich auf jedem Friedhof finden. Indikatoren sind verwitterte Grabsteine oder zerbrochene Zierfiguren… etwas, dass man halt auf jedem Friedhof findet. Durch Gaiman erhalten diese kleinen Artefakte eine sinnvolle Bedeutung.

Natürlich spielen Geister eine wichtige Rolle in diesem Buch. Allerdings bleiben Sie mir teilweisas e zu oberflächlich ausgearbeitet. Das trifft insbesondere auf die Eltern Nobodys zu, die nicht wirklich an der Geschichte teilhaben. Was jedoch immer einen Schmunzler hinterlässt, sind die kleinen Grabsprüche, die Gaiman für jeden seiner Geister bereithält. Am interessantesten und unergründlichsten ist sicherlich Nobodys Vormund Silas, dessen wahre Identität nie direkt aufgedeckt wird, auch wenn sie sich bald erahnen lässt.

Neben Geistern legt der Autor noch eine ganze Menge an dunklen Gestalten nach. Ghule, Vampire, Werwölfe, Hexen, riesige Fledermäuse, verstorbene Druiden, sie alle finden in der relativ kurzen Geschichte Platz. Interessant dabei ist, dass er beispielsweise die Werwölfe als „Hunde Gottes“ bezeichnet, die die Bösen dieser Welt bis an den Rand der Hölle verfolgen. Am ungewöhnlichsten waren jedoch die Ghule, die sich wie King Luis Affenbande aus dem Dschungelbuch benehmen (ein weitere Anspielung auf Kipling?). Mit dem Unterschied, dass sie eine Vorliebe für ordentlich verweste Leichname besitzen.

Das Graveyard-Buch wird mit dem Neo-Marketing-Prädikat „All-Age“ versehen, einem Attribut, das sich mir persönlich nicht erschließt. Meines Erachtens kann ein Buch nicht für Kinder- und Erwachsene gemacht sein. Gaiman verwendet eine einfache, plakative Schreibe, verpackt damit jedoch eine Geschichte, die sicherlich von 10-jährigen nicht immer verstanden wird. Dazu arbeitet Gaiman zu oft mit vagen (für erfahrene Leser aber identifizierbaren), oberflächlichen Andeutungen.

geschrieben am 23.10.2009 | 580 Wörter | 3494 Zeichen

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