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Lilienblut


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Rezension von

Johanna Paik

Lilienblut Elisabeht Herrmann, die bereits für Thriller wie „Das Kindermädchen“ bekannt ist, hat nun ihr erstes Jugendbuch veröffentlicht. Dieses Buch ist nicht, wie man es gewohnt ist, in Kapitel, sondern in Jahreszeiten unterteilt. Die Geschichte beginnt im Sommer und stellt das Leben der Freundinnen Amelie und Sabrina vor. Sabrina, die mit den Tücken als Tochter einer Winzerin kämpft und zudem noch einen eigenen Weinberg zum 16. Geburtstag bekommt, sieht in der zwei Jahre älteren Amelie mehr und mehr eine große Schwester, zumal ihre Mutter Sabrina einen neuen Freund präsentiert. Sabrina wäre gerne so, wie ihre hübsche Freundin. Sich von Gelegenheitsjob zu Gelegenheitsjob angelnd und dabei stets von Männern umringt träumt Amelie davon aus dem kleinen Nest am Rhein zu entkommen und die Welt zu entdecken. Da kommt es ihr gerade recht, dass der gutaussehende Kilian mit seinem Schiff am Rhein anlegt. Für Amelie ist es Liebe auf den ersten Blick und endlich ihre Chance wegzukommen. Dass auch Sabrina ein Auge auf den schmucken jungen Mann geworfen hat, bemerkt Amelie im Eifer nicht. So schleicht sie sich nachts heimlich zu Kilian um ihn zu bitten, sie auf seiner Reise gen Süden mitzunehmen. Doch am nächsten Morgen findet man Amelies Leiche und von Kilian fehlt jede Spur. Sabrina, die sich Vorwürfe macht, nicht auf ihre Freundin aufgepasst zu haben, erzählt der Polizei von Kilian. Doch glaubt ihr niemand, dass ein Schiff tagelang im Naturschutzgebiet gelegen haben soll. Wer hat Amelie umgebracht? Wo ist Kilian? Und ist die Desiree vielleicht das gleiche Schiff, auf dem vor acht Jahren, genau an diesem Ufer, schon einmal ein Mord passiert ist? Auf all diese Fragen möchte Sabrina Antworten finden. Auf ihrer Suche nach der Wahrheit findet sie zwei neue Freunde, die ihr treu zur Seite stehen. Doch kann sie den Mord an ihrer besten Freundin aufklären? „Lilienblut“ ist Elisabeth Herrmann sehr gut gelungen. Dass dies ihr erster Jugendroman ist, merkt man nicht. Sie schafft es, Sabrinas Gefühlswelt sehr gut darzustellen. Ihre Konflikte mit der Mutter, die über ihren Kopf hinweg über ihr Leben bestimmt, die ersten zarten Gefühle für einen Mann und der Schmerz über den Verlust der besten Freundin wirken an keiner Stelle übertrieben oder aufgesetzt. Zudem kommt noch die wirklich spannende Suche nach dem Mörder. Langsam stellen sich im Laufe der Erzählung immer neue Fragen ein, und werden zum Schluss von Sabrina wie ein Puzzle gelöst. Die einzelnen Schritte sind sehr gut nachzuvollziehen und an keiner Stelle unlogisch. Das ist ein wirklich gelungener Thriller, den man nicht mehr aus der Hand legen kann, bis das letzte Rätsel gelöst ist.

Elisabeht Herrmann, die bereits für Thriller wie „Das Kindermädchen“ bekannt ist, hat nun ihr erstes Jugendbuch veröffentlicht.

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Dieses Buch ist nicht, wie man es gewohnt ist, in Kapitel, sondern in Jahreszeiten unterteilt. Die Geschichte beginnt im Sommer und stellt das Leben der Freundinnen Amelie und Sabrina vor.

Sabrina, die mit den Tücken als Tochter einer Winzerin kämpft und zudem noch einen eigenen Weinberg zum 16. Geburtstag bekommt, sieht in der zwei Jahre älteren Amelie mehr und mehr eine große Schwester, zumal ihre Mutter Sabrina einen neuen Freund präsentiert. Sabrina wäre gerne so, wie ihre hübsche Freundin. Sich von Gelegenheitsjob zu Gelegenheitsjob angelnd und dabei stets von Männern umringt träumt Amelie davon aus dem kleinen Nest am Rhein zu entkommen und die Welt zu entdecken. Da kommt es ihr gerade recht, dass der gutaussehende Kilian mit seinem Schiff am Rhein anlegt. Für Amelie ist es Liebe auf den ersten Blick und endlich ihre Chance wegzukommen. Dass auch Sabrina ein Auge auf den schmucken jungen Mann geworfen hat, bemerkt Amelie im Eifer nicht. So schleicht sie sich nachts heimlich zu Kilian um ihn zu bitten, sie auf seiner Reise gen Süden mitzunehmen.

Doch am nächsten Morgen findet man Amelies Leiche und von Kilian fehlt jede Spur. Sabrina, die sich Vorwürfe macht, nicht auf ihre Freundin aufgepasst zu haben, erzählt der Polizei von Kilian. Doch glaubt ihr niemand, dass ein Schiff tagelang im Naturschutzgebiet gelegen haben soll.

Wer hat Amelie umgebracht? Wo ist Kilian? Und ist die Desiree vielleicht das gleiche Schiff, auf dem vor acht Jahren, genau an diesem Ufer, schon einmal ein Mord passiert ist?

Auf all diese Fragen möchte Sabrina Antworten finden. Auf ihrer Suche nach der Wahrheit findet sie zwei neue Freunde, die ihr treu zur Seite stehen. Doch kann sie den Mord an ihrer besten Freundin aufklären?

„Lilienblut“ ist Elisabeth Herrmann sehr gut gelungen. Dass dies ihr erster Jugendroman ist, merkt man nicht. Sie schafft es, Sabrinas Gefühlswelt sehr gut darzustellen. Ihre Konflikte mit der Mutter, die über ihren Kopf hinweg über ihr Leben bestimmt, die ersten zarten Gefühle für einen Mann und der Schmerz über den Verlust der besten Freundin wirken an keiner Stelle übertrieben oder aufgesetzt. Zudem kommt noch die wirklich spannende Suche nach dem Mörder. Langsam stellen sich im Laufe der Erzählung immer neue Fragen ein, und werden zum Schluss von Sabrina wie ein Puzzle gelöst. Die einzelnen Schritte sind sehr gut nachzuvollziehen und an keiner Stelle unlogisch.

Das ist ein wirklich gelungener Thriller, den man nicht mehr aus der Hand legen kann, bis das letzte Rätsel gelöst ist.

geschrieben am 15.05.2010 | 424 Wörter | 2233 Zeichen

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Rezension von

Letterschming

Lilienblut Elisabeth Herrmann wurde 1959 in Marburg geboren und arbeitete zunächst als Betonbauerin und Maurerin, bevor sie Journalistin wurde und schließlich zum Schreiben kam. Ihr erster Thriller „Das Kindermädchen“ wurde als bester deutschsprachiger Krimi 2005 ausgezeichnet und wird bereits verfilmt. „Lilienblut“ ist ihr erster Jugendroman. Sabrinas Mutter Franziska ist Winzerin und zu ihrem sechzehnten Geburtstag überrascht sie ihre Tochter mit einem eigenen Weinberg. Doch Sabrina hat andere Pläne, als ihr ganzes Leben in den Weinbergen Andernachs zu verbringen. Ihre beste Freundin Amelie und sie möchten die Welt sehen. Da taucht der geheimnisvolle Kilian auf, der Kapitän eines eigenen Schiffs ist und die Freiheit symbolisiert, von der die beiden immer geträumt haben. Amelie verliebt sich sofort Hals über Kopf in Kilian und hat nur noch einen Gedanken: Wenn Kilian weiterzieht, will sie mit ihm gehen. Am Abend vor seiner Abreise packt sie ihre Sachen zusammen und macht sich auf den Weg, um Kilian zu fragen. Am nächsten Tag wird Amelies Leiche gefunden und Kilian ist spurlos verschwunden. Alle halten ihn für den Mörder, auch wenn es niemand beweisen kann. Nur Sabrina kann nicht glauben, dass Kilian Amelie umgebracht haben soll. Zusammen mit der schrägen Beate und Lukas, dem sie allmählich immer näher kommt, macht sich Sabrina auf die Suche nach der Wahrheit – und nach Kilian, den sie nicht mehr aus ihren Gedanken verbannen kann. „Lilienblut“ hebt sich eindeutig aus der Masse der Jugendkrimis hervor. Allein schon der Umfang von über 400 Seiten zeigt, dass es sich hier nicht nur um ein kleines Heftchen mit einer halbgaren Story handelt. Insgesamt spielt das Buch in einem Zeitrahmen von fast einem Jahr. Es beginnt mitten im Sommer und endet im späten Frühling des darauffolgenden Jahres. So werden viele Charaktere dargestellt, wobei aber kein Chaos aus Namen entsteht, das der Leser dann ohne Personenverzeichnis nicht mehr nachvollziehen kann. Besonders die Protagonisten – Sabrina, Kilian, Beate, Lukas und Franziska – werden sehr glaubhaft vermittelt. Sie sind stimmig konstruiert und wecken das Interesse des Lesers, wie es mit den Figuren weitergeht. Da die gesamte Handlung aus Sabrinas Sicht geschildert wird, kann der Leser besonders ihre Gefühle gut nachempfinden. Außerdem wird dadurch die Spannung gesteigert, denn man verdächtigt zwar jede Person einmal und weiß nicht, wem Sabrina noch vertrauen kann, aber wer dann tatsächlich der Mörder ist, weiß man doch erst zum Schluss mit Gewissheit. Die Sprache ist ebenfalls sehr angenehm. Teilweise wirkt sie fast ein bisschen poetisch, aber das stört nicht, sondern unterstreicht eher noch Sabrinas Gefühlslagen. Gleichzeitig wirken die Dialoge aber auch sehr realistisch und nicht gestelzt, wie es oft der Fall ist, wenn Autoren versuchen, Jugendsprache zu vermitteln. Neben dem Sammeln von Hinweisen und dem Befragen der Beteiligten, die das Lösen dieses Kriminalfalls für Sabrina mit sich bringen, kommt auch häufig Action auf. Ein paar Mal kostet ihre Neugier Sabrina sogar fast das Leben. Da macht es auch nichts aus, wenn sich die Autorin schon mal ein wenig in den Beschreibungen der idyllischen Rheinlandschaft und dem Beruf des Winzers verliert. Fazit: Ich habe noch nicht viele Jugendkrimis gelesen, aber bis jetzt konnte mich keiner so richtig überzeugen, weil oftmals die Phasen der Nachforschung so lang gestreckt sind, dass es auf Dauer ermüdend ist. Elisabeth Herrmann aber versteht es, aus der Jagd nach den Hinweisen ein spannendes Abenteuer zu machen, dass einen den Roman in kürzester Zeit verschlingen und bis zum Finale im Dunkeln stehen lässt.

Elisabeth Herrmann wurde 1959 in Marburg geboren und arbeitete zunächst als Betonbauerin und Maurerin, bevor sie Journalistin wurde und schließlich zum Schreiben kam. Ihr erster Thriller „Das Kindermädchen“ wurde als bester deutschsprachiger Krimi 2005 ausgezeichnet und wird bereits verfilmt. „Lilienblut“ ist ihr erster Jugendroman.

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Am nächsten Tag wird Amelies Leiche gefunden und Kilian ist spurlos verschwunden. Alle halten ihn für den Mörder, auch wenn es niemand beweisen kann. Nur Sabrina kann nicht glauben, dass Kilian Amelie umgebracht haben soll. Zusammen mit der schrägen Beate und Lukas, dem sie allmählich immer näher kommt, macht sich Sabrina auf die Suche nach der Wahrheit – und nach Kilian, den sie nicht mehr aus ihren Gedanken verbannen kann.

„Lilienblut“ hebt sich eindeutig aus der Masse der Jugendkrimis hervor. Allein schon der Umfang von über 400 Seiten zeigt, dass es sich hier nicht nur um ein kleines Heftchen mit einer halbgaren Story handelt. Insgesamt spielt das Buch in einem Zeitrahmen von fast einem Jahr. Es beginnt mitten im Sommer und endet im späten Frühling des darauffolgenden Jahres. So werden viele Charaktere dargestellt, wobei aber kein Chaos aus Namen entsteht, das der Leser dann ohne Personenverzeichnis nicht mehr nachvollziehen kann.

Besonders die Protagonisten – Sabrina, Kilian, Beate, Lukas und Franziska – werden sehr glaubhaft vermittelt. Sie sind stimmig konstruiert und wecken das Interesse des Lesers, wie es mit den Figuren weitergeht. Da die gesamte Handlung aus Sabrinas Sicht geschildert wird, kann der Leser besonders ihre Gefühle gut nachempfinden. Außerdem wird dadurch die Spannung gesteigert, denn man verdächtigt zwar jede Person einmal und weiß nicht, wem Sabrina noch vertrauen kann, aber wer dann tatsächlich der Mörder ist, weiß man doch erst zum Schluss mit Gewissheit.

Die Sprache ist ebenfalls sehr angenehm. Teilweise wirkt sie fast ein bisschen poetisch, aber das stört nicht, sondern unterstreicht eher noch Sabrinas Gefühlslagen. Gleichzeitig wirken die Dialoge aber auch sehr realistisch und nicht gestelzt, wie es oft der Fall ist, wenn Autoren versuchen, Jugendsprache zu vermitteln.

Neben dem Sammeln von Hinweisen und dem Befragen der Beteiligten, die das Lösen dieses Kriminalfalls für Sabrina mit sich bringen, kommt auch häufig Action auf. Ein paar Mal kostet ihre Neugier Sabrina sogar fast das Leben. Da macht es auch nichts aus, wenn sich die Autorin schon mal ein wenig in den Beschreibungen der idyllischen Rheinlandschaft und dem Beruf des Winzers verliert.

Fazit: Ich habe noch nicht viele Jugendkrimis gelesen, aber bis jetzt konnte mich keiner so richtig überzeugen, weil oftmals die Phasen der Nachforschung so lang gestreckt sind, dass es auf Dauer ermüdend ist. Elisabeth Herrmann aber versteht es, aus der Jagd nach den Hinweisen ein spannendes Abenteuer zu machen, dass einen den Roman in kürzester Zeit verschlingen und bis zum Finale im Dunkeln stehen lässt.

geschrieben am 29.07.2010 | 560 Wörter | 3082 Zeichen

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