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Die Herren von Winterfell


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Informationen zum Buch
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Rezension von

Sebastian Birlinger

Die Herren von Winterfell Das hier beschriebene Buch ist Band 1 der Serie: Das Lied von Eis und Feuer von George R.R. Martin, welche vom Verlag Blanvalet nun neu aufgelegt wurde und eine neue Übersetzung erhalten hat. Insgesamt sollen es 12 Bände werden, erschienen sind bislang aber nur 8. Und nicht wundern, im englischen Original gibt es nur 4 Bücher bislang, was daran liegt, dass aus jedem englischen Buch in der deutschen Ausgabe zwei werden. Das Buch handelt, wie der Titel schon sagt, von den Herren von Winterfell, genauer von Lord Eddard Stark und seiner Familie, der im Norden des Reiches seinen Sitz hat. Diesem wird angeboten die Rechte Hand des Königs zu werden, sozusagen der Reichsverweser. Der König ist ein alter Freund Eddards, so half Eddard ihm auch vor vielen Jahren den Thron zu erobern. Eigentlich hat er kein Interesse in den Süden zu ziehen, sagt aber, um der Freundschaft willen, zu und zieht mit ihm in die Hauptstadt des Reiches. Dort angekommen wird er sogleich in die Intrigen und Machtspielchen des Hofes hineingezogen und muss erkennen, das vieles nicht so ist wie es scheint. Eddard ist aber keineswegs die einzige Figur im Buch. Um den Hauptstrang ranken sich viele Nebenstränge, die dann mit jedem Kapitel aus der Sicht des jeweiligen Protagonisten erzählt werden. So erhält das Buch eine unglaubliche Dynamik, baut Spannung auf und legt ein gutes Fundament für die Charakterentwicklung in den folgenden Bänden. Die Charaktere sind dabei durchweg interessant gezeichnet und wissen zu überzeugen. Man merkt jedoch schnell, das es Band 1 ist und das sich die Geschichte gerade erst entwickelt. Der erste Band macht definitiv Lust auf mehr. Doch hier ist auch das Problem. Es ist noch nicht abgeschlossen und ein Ende noch lange nicht in Sicht. Wer sich in Geduld üben kann den wird das nicht weiter stören, aber er sei gewarnt, denn das erste Buch erschien vor nunmehr 15 Jahren und es scheint als könnte es weitere 5 Jahre dauern bis das letzte kommt, wenn nicht sogar mehr. Dies ist aber auch der einzige Kritikpunkt an dem Werk, das ansonsten ein Meilenstein in der Fantasygeschichte ist. Zu erwähnen sei noch, dass die Übersetzung zum Teil sehr kritisch aufgefasst wurde und in Fankreisen für regelrechte Furore gesorgt hat. Da ich die alte Übersetzung nicht gelesen habe, muß ich sagen, dass mir die neue Übersetzung eigentlich nicht, wie bei anderen offensichtlich, übel aufgestoßen ist. Einige Wörter haben zwar einen faden Beigeschmack, einige sind regelrechte Zungenbrecher, aber im Großen und Ganzen konnte ich mir die Aufregung nicht anders erklären, als dass die Originalversion in Fankreisen als Sakrileg gilt, an der man sich vergriffen hat.

Das hier beschriebene Buch ist Band 1 der Serie: Das Lied von Eis und Feuer von George R.R. Martin, welche vom Verlag Blanvalet nun neu aufgelegt wurde und eine neue Übersetzung erhalten hat. Insgesamt sollen es 12 Bände werden, erschienen sind bislang aber nur 8. Und nicht wundern, im englischen Original gibt es nur 4 Bücher bislang, was daran liegt, dass aus jedem englischen Buch in der deutschen Ausgabe zwei werden.

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Das Buch handelt, wie der Titel schon sagt, von den Herren von Winterfell, genauer von Lord Eddard Stark und seiner Familie, der im Norden des Reiches seinen Sitz hat. Diesem wird angeboten die Rechte Hand des Königs zu werden, sozusagen der Reichsverweser. Der König ist ein alter Freund Eddards, so half Eddard ihm auch vor vielen Jahren den Thron zu erobern. Eigentlich hat er kein Interesse in den Süden zu ziehen, sagt aber, um der Freundschaft willen, zu und zieht mit ihm in die Hauptstadt des Reiches. Dort angekommen wird er sogleich in die Intrigen und Machtspielchen des Hofes hineingezogen und muss erkennen, das vieles nicht so ist wie es scheint.

Eddard ist aber keineswegs die einzige Figur im Buch. Um den Hauptstrang ranken sich viele Nebenstränge, die dann mit jedem Kapitel aus der Sicht des jeweiligen Protagonisten erzählt werden. So erhält das Buch eine unglaubliche Dynamik, baut Spannung auf und legt ein gutes Fundament für die Charakterentwicklung in den folgenden Bänden. Die Charaktere sind dabei durchweg interessant gezeichnet und wissen zu überzeugen. Man merkt jedoch schnell, das es Band 1 ist und das sich die Geschichte gerade erst entwickelt.

Der erste Band macht definitiv Lust auf mehr. Doch hier ist auch das Problem. Es ist noch nicht abgeschlossen und ein Ende noch lange nicht in Sicht. Wer sich in Geduld üben kann den wird das nicht weiter stören, aber er sei gewarnt, denn das erste Buch erschien vor nunmehr 15 Jahren und es scheint als könnte es weitere 5 Jahre dauern bis das letzte kommt, wenn nicht sogar mehr. Dies ist aber auch der einzige Kritikpunkt an dem Werk, das ansonsten ein Meilenstein in der Fantasygeschichte ist.

Zu erwähnen sei noch, dass die Übersetzung zum Teil sehr kritisch aufgefasst wurde und in Fankreisen für regelrechte Furore gesorgt hat. Da ich die alte Übersetzung nicht gelesen habe, muß ich sagen, dass mir die neue Übersetzung eigentlich nicht, wie bei anderen offensichtlich, übel aufgestoßen ist. Einige Wörter haben zwar einen faden Beigeschmack, einige sind regelrechte Zungenbrecher, aber im Großen und Ganzen konnte ich mir die Aufregung nicht anders erklären, als dass die Originalversion in Fankreisen als Sakrileg gilt, an der man sich vergriffen hat.

geschrieben am 06.04.2011 | 434 Wörter | 2230 Zeichen

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Rezension von

Nadine Leonhardt

Die Herren von Winterfell Der phänomenale Auftakt der "A Song of Ice and Fire" - Reihe von G.R.R.Martin. Jeder Fantasyfan, der sich diese Geschichte entgehen lässt, ist selbst schuld! Hier geht es um wirklich epische Fantasy, die völlig ohne Orks und Elfen auskommt! Da dieses Buch hier schon zwei Mal vertreten ist, halte ich die Inhaltsangabe kurz und schreibe nur, was auf dem Klappentext verraten wird: Die letzten Tage des Sommers sind gekommen. Eddard Stark, Herrscher im Norden des Reiches, weiß, daß der nächste Winter Jahrzehnte dauern wird. Als der engste Vertraute des Königs stirbt, folgt Eddard dem Ruf an den Königshof und wird dessen Nachfolger. Doch um den Schattenthron des schwachen Königs scharen sich Intriganten und feige Meuchler... Ich bin absolut begeistert! Das Format in dem Martin schreibt ist episch, aber er vergisst darüber hinaus nicht, den einzelnen Erzählsträngen ihr eigenes Leben zu geben. Jeder Teil der Geschicht ist aus der Perspektive einer anderen Figur erzählt und die Erzähler könnten unterschiedlicher nicht sein. Einerseits die junge und naive Sansa, die auf ihren Prinzen wartet und erhört wird, aber andererseits Tyrion, der zynische, missgeborene Spross aus hochgeborenem Haus, um nur zwei von vielen Beispielen zu nennen. Martin bleibt auch recht realistisch bei der Auswahl seiner Erzähler, da es eigentlich keine einfachen Leute sind, da Diener in dieser mittelalterlich angehauchten Welt einfach nichts mitbekommen oder keine Möglichkeit haben Einfluss zu nehmen. Trotzdem sind die Diener und Helfer wichtige Nebenfiguren, die alle ihre eigene Geschichte haben und genauso lebendig wirken, wie die Erzählpersonen in deren Teil sie auftauchen. Martin schafft besondere Spannung durch das Abwechseln der Erzähler, denn gerade wenn ein Teil fertig ist und man wieder an einen anderen Ort springt, will man eigentlich unbedingt wissen, wie es bei der vorherigen Geschichte weitergeht. Ich behaupte, man rennt regelrecht durch den Roman, obwohl er fast 600 Seiten hat. Ich habe selten ein Buch so verschlungen wie dieses. Was mir vor allem gefällt ist, dass sich die Figuren zwar weiterentwickeln, aber sich trotzdem treu bleiben. Man merkt deutliche Unterschiede zwischen den Figuren und die Martin die Geschichte entwickelt ist einfach genial, da man als Leser natürlich den Figuren oft einen Schritt voraus ist und Zusammenhänge sehen kann, die so den Figuren erst noch verschlossen bleiben müssen. Aber genau da ist der Reiz. Wie werden sie die Informationen herausfinden? Was wird es für Folgen haben, wenn sie es erfahren? Trotzdem bleiben atemberaubende, erschreckende und überraschende Momente nicht aus. Jedem Fantasy-Fan kann ich diese Reihe nur wärmstens ans Herz legen! Wer sich diese Bücher entgehen lässt, der verpasst einen Epos, der im Hinblick auf seinen Einfluss und seinen Erfolg, mit dem Herrn der Ringe vergleichbar ist!

Der phänomenale Auftakt der "A Song of Ice and Fire" - Reihe von G.R.R.Martin. Jeder Fantasyfan, der sich diese Geschichte entgehen lässt, ist selbst schuld! Hier geht es um wirklich epische Fantasy, die völlig ohne Orks und Elfen auskommt!

Da dieses Buch hier schon zwei Mal vertreten ist, halte ich die Inhaltsangabe kurz und schreibe nur, was auf dem Klappentext verraten wird:

Die letzten Tage des Sommers sind gekommen. Eddard Stark, Herrscher im Norden des Reiches, weiß, daß der nächste Winter Jahrzehnte dauern wird. Als der engste Vertraute des Königs stirbt, folgt Eddard dem Ruf an den Königshof und wird dessen Nachfolger. Doch um den Schattenthron des schwachen Königs scharen sich Intriganten und feige Meuchler...

Ich bin absolut begeistert! Das Format in dem Martin schreibt ist episch, aber er vergisst darüber hinaus nicht, den einzelnen Erzählsträngen ihr eigenes Leben zu geben.

Jeder Teil der Geschicht ist aus der Perspektive einer anderen Figur erzählt und die Erzähler könnten unterschiedlicher nicht sein. Einerseits die junge und naive Sansa, die auf ihren Prinzen wartet und erhört wird, aber andererseits Tyrion, der zynische, missgeborene Spross aus hochgeborenem Haus, um nur zwei von vielen Beispielen zu nennen. Martin bleibt auch recht realistisch bei der Auswahl seiner Erzähler, da es eigentlich keine einfachen Leute sind, da Diener in dieser mittelalterlich angehauchten Welt einfach nichts mitbekommen oder keine Möglichkeit haben Einfluss zu nehmen. Trotzdem sind die Diener und Helfer wichtige Nebenfiguren, die alle ihre eigene Geschichte haben und genauso lebendig wirken, wie die Erzählpersonen in deren Teil sie auftauchen.

Martin schafft besondere Spannung durch das Abwechseln der Erzähler, denn gerade wenn ein Teil fertig ist und man wieder an einen anderen Ort springt, will man eigentlich unbedingt wissen, wie es bei der vorherigen Geschichte weitergeht. Ich behaupte, man rennt regelrecht durch den Roman, obwohl er fast 600 Seiten hat. Ich habe selten ein Buch so verschlungen wie dieses.

Was mir vor allem gefällt ist, dass sich die Figuren zwar weiterentwickeln, aber sich trotzdem treu bleiben. Man merkt deutliche Unterschiede zwischen den Figuren und die Martin die Geschichte entwickelt ist einfach genial, da man als Leser natürlich den Figuren oft einen Schritt voraus ist und Zusammenhänge sehen kann, die so den Figuren erst noch verschlossen bleiben müssen. Aber genau da ist der Reiz. Wie werden sie die Informationen herausfinden? Was wird es für Folgen haben, wenn sie es erfahren? Trotzdem bleiben atemberaubende, erschreckende und überraschende Momente nicht aus.

Jedem Fantasy-Fan kann ich diese Reihe nur wärmstens ans Herz legen! Wer sich diese Bücher entgehen lässt, der verpasst einen Epos, der im Hinblick auf seinen Einfluss und seinen Erfolg, mit dem Herrn der Ringe vergleichbar ist!

geschrieben am 23.08.2011 | 436 Wörter | 2425 Zeichen

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